Die Balearen – Heimat von Steinwurfdisziplinen
Die Balearen sind nicht nur bekannt für ihre schönen Urlaubsmöglichkeiten. Sie sind zudem auch die Heimat diverser Steinwurfdisziplinen. Darunter fällt natürlich auch der Ravernsport. Ein weiterer Vertreter dieser Sportarten ist Els Foners Balears. Wenn auch keine direkte Verwandtschaft zwischen den beiden Sportarten besteht, so könnten geographische und vor allem geologische Gegebenheiten auf den Balearen dazu geführt haben, dass sich neben dem Els Foners Balears eben auch der Ravernsport als bayerisch-spanischer Vertreter dieser Sparte des Präzisionsportes auf Mallorca entwickelte. Mehr Informationen bietet Wikipedia hier!
„Ihr werft Steine auf Schubkarren?“
Die Frage ist durchaus berechtigt: Wie kann ein simpler Wettbewerb, bei welchem Steine auf Schubkarren geworfen werden, eine solche Begeisterung auslösen wie es der Ravernsport bei den aktiven Ravernisti schafft?
Ur-Ravernodrom in Santa Margalida (Austragungsort der WM von 2009 bis 2014)
Erste Weltmeisterschaften und der balearische Stil
Das erste offizielle Ravernsport-Turnier seiner Art geht auf einen ganz einfachen Zufall zurück. Kurz nachdem Luk „The Ravinator“ Graf aus einer hohen Entfernung von circa 34 Metern (darauf beruht auch die heutige Ultra-Distanz) eine Feige, welche auf dem Parkplatz des heutigen Ur-Ravernodroms in Santa Margalida (Mallorca, Spanien) lag, in eine am anderen Ende des Grundstücks stehende Schubkarre geworfen hatte, war der Wettkampfgeist bei allen anderen vor Ort stehenden Studenten geweckt. Sofort begannen vor allem die männlichen Kollegen ähnliches zu vollbringen und warfen mit Begeisterung Steine in Richtung der Schubkarre. Nur kurz darauf, nämlich einen Abend später, fand die erste Ravernale mit einem einzigen Durchgang statt. Diese Ravernale wurde im noch heute sogenannten „balearischen Stil“ ausgetragen. Im heutigen Sportsprachgebrauch würde man diesen Stil schlicht als „Mixed-Turnier“ bezeichnen. Die Trefferquote bei der ersten Ravernale war ernüchtern schlecht. Am Ende setzte sich Axel Wiegard in einem Stechen mit Sebastian Teufel und Andreas Geim durch und darf sich seit jeher über den allerersten Weltmeistertitel im Ravernsport freuen. Noch heute wird der Altmeister auf diesen Erfolg angesprochen.
Die Jahre nach der Ur-Ravernale und die Gründung einer Profi-Tour
Da die UERA-Players Association (die heutige IFORS-PA) den Mixed-Ansatz zunächst als nicht massentauglich ansah, wurde die WM im Jahr 2010 ausgesetzt, so dass es erst im Jahr 2011 zu einem erneuten Weltturnier kam, welches allerdings danach die komplette Ravernsport-Hysterie auslöste. Denn nur ein Jahr später, kurz vor der dritten Ravernale, starteten IFORS und IFORS-PA mit einem neuen Projekt und konnten zur Saison 2012/2013 erstmals eine Ravernsport-Profi-Tour, die PRO.Tour mit Einzel- und Teamwettbewerb anbieten. Diese fand dann schon wieder im Geschlechter-Unspezifischen „Balearischen Stil“ statt und mutierte zum riesigen Erfolg. Im ersten Jahr startete die Tour mit 3 Turnieren. In der darauffolgenden Saison fanden bereits 4 Turniere inklusive einem mehrtägigen „Grand-Smash“ in Kötzting. Seitdem kürt die IFORS zusätzlich zum Sieger der Ravernale (Weltmeisterschaft) auch in jedem Jahr noch die Tour-Sieger und vergibt seit 2014 zu Beginn einer jeden Saison die Internationalen „Kare-Awards“.
Einführung der Team-Wertung in heutiger Form
Um den Ravernsport generell interessanter zu gestalten, wurde bereits bei der Weltmeisterschaft im Jahr 2011 Titelkämpfe in der Teamwertung ausgefochten. Damals wurden einfach noch alle erworfenen Punkte der Teammitglieder aufaddiert und mit den anderen Teams verglichen. Eine taktische Komponente fehlte dem Teamsport „Ravern“ dadurch. Als Erfinder des heutigen „Teamsports Ravern“ gilt der Ravernist Thomas Hook. Er war es, der mit Einfühung der PRO.Tour 2012/2013 den Vorschlag herantrug, dass die Teams bereits vor den Durchgängen bestimmen müssten, welcher Sportler auf den einzelnen Distanzen für das Team punkten soll. Dadurch entstand eine spannende Komponente, die den Teamwettbewerb im Ravernsport auf ein hohes taktisches Niveau gehoben hat.
Die Zukunft: Eine stete Weiterentwicklung zur Begeisterung aller!
Seit dem Sommer 2015 sollte die Ravernale, oder eben die Weltmeisterschaft, für alle Sportler zugängig gemacht werden. Das Weltturnier wurde daher von Spanien nach Österreich verlegt, so dass mehrere Personen am unübertrefflichen Ereignis einer Ravernsportweltmeisterschaft teilnehmen konnten. Seitdem hat sich der Ravernsport mehr auf das europäische Festland verlagert. Das wichtigste dabei: Der Spaß der Ravernisti, das Wiedersehen und das gemeinsame Spiel!
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