Ein Vorabend in bester Sinzinger Manier
Schon am Vorabend zeichnete sich ab, dass dieses Turnier in die Annalen des Ravernsports eingehen würde. In der legendären Astra Bar traf sich die geballte Sinzinger Fraktion zum traditionellen GapTogether. Bier floss in Strömen, das Gelächter hallte bis tief in die Nacht, und die Stimmung war ausgelassen wie selten. Ausschließlich Sinzinger feierten – die Prüfeninger hingegen hielten sich zurück und schonten sich diszipliniert für den großen Wettkampf. Ob sich diese Taktik auszahlen sollte, sollte sich erst am nächsten Tag zeigen.
Kaiserwetter und neue Chancen
Der Turniertag selbst präsentierte sich unter einem strahlend blauen Himmel – Kaiserwetter, wie es im Buche steht. Beste Bedingungen für einen sportlichen Schlagabtausch, der unter besonderen Vorzeichen stand: Die beiden bislang Führenden der Pro Tour, Jörn Pfeifer und Stefan Zenisek, glänzten durch Abwesenheit. Das Feld war damit offen für ambitionierte Verfolger, die die Gunst der Stunde nutzen wollten.
Ein Ravernodrom, das Geschichten schrieb
Das Ravernodrom zeigte sich von seiner besonders gnädigen Seite: Die Bedingungen waren ausgesprochen Groundhit-freundlich, und so war es kaum verwunderlich, dass insbesondere die Familie Teufel im Laufe des Turniers von der ein oder anderen freundlichen Bodenberührung profitieren konnte.
Die Sportler legten von Anfang an ein unglaubliches Niveau an den Tag. Schon im ersten Durchgang klirrte und schepperte es beinahe im Minutentakt in der Ravern. Die Führung wechselte mehrfach, ein Zeichen dafür, dass heute fast jeder auf höchstem Niveau agierte. Besonders bemerkenswert: Urweltmeister Wiegard brachte mit seinen berüchtigten Kinderköpfen die Ravern gleich mehrfach gefährlich ins Wanken.
Emotionale Höhepunkte und dramatische Duelle
Emotionale Unterstützung war an diesem Tag ein echter Erfolgsfaktor: Allen voran Maria Teufel, die ihren Sohn lautstark anfeuerte und ihm damit offenbar zusätzliche Energie verlieh.
Ein besonderes Schmankerl bot das Eheleute-Duell Tobi und Kathi Engel: Nur um Haaresbreite entging Tobi der Schmach, sich seiner Frau geschlagen geben zu müssen – Endstand 3:2 zugunsten von Tobi, der sichtlich erleichtert aufatmete.
Das Highlight des ersten Durchgangs setzte allerdings Luk Graf, der einen Ultradistanzwurf mustergültig in der Ravern versenkte – ein Wurf für die Ewigkeit!
Zur Halbzeit führte Roland „El Rancho“ Kittel mit starken 11 Punkten, gefolgt von Sebastian Teufel, der mit 9 Punkten in Schlagdistanz blieb.
Currywurst, Schweinsbraten und ein entfesselter zweiter Durchgang
Die Mittagspause bot rustikale Stärkung: Currywurst und Schweinebraten sorgten für frische Kräfte. Und wie! Denn der zweite Durchgang begann wie ein Paukenschlag: Zahlreiche Ravernisti warfen gleich mehrfach von der Kurzdistanz ein – Leo, Axel und Geimi trafen sogar jeweils dreimal und setzten ein frühes Ausrufezeichen.
Während Kittel von der Kurzdistanz unerwartet schwächelte und erste wichtige Punkte liegen ließ, schlug die Stunde von Sebastian Teufel: Eiskalt nutzte er seine Chancen, glich zunächst aus und zog dann mit zwei sicheren Treffern von der Mitteldistanz davon. Auch Nutz zeigte eine bärenstarke Leistung und kämpfte sich mit einem herausragenden zweiten Durchgang bis auf Tuchfühlung an die Spitze heran.
Die Entscheidung: Teuflische Präzision
Am Ende ließ sich Sebastian Teufel den verdienten Sieg nicht mehr nehmen. Mit 18 Punkten krönte er sich zum Tages-Champion, gefolgt von Roland Kittel mit 16 Punkten und Nutz mit 14 Punkten.
Sein Triumph war Ausdruck einer konstanten Leistung, gepaart mit kühler Nervenstärke in den entscheidenden Momenten – eine echte Meisterleistung.
Nachwuchs in Sicht und ein Donnerschlag in der Teamwertung
Besonders erfreulich: Der Ravernsport-Nachwuchs wächst kräftig heran. Sowohl bei den Leissle Allstars als auch bei den Winners waren die jüngsten Torgler hochmotiviert im Einsatz und zeigten, dass um die Zukunft des Ravernsports niemand bangen muss.
Und dann kam das Rat Pack: Mit furiosen 17 Teampunkten schockten sie die Konkurrenz und rissen die Führung in der TeamTour mit Macht an sich. Ein beeindruckendes Statement – und eine Kampfansage für die nächsten Spieltage.
Frisch. Frei. Ravern.
Der heutige Turniertag zeigte einmal mehr, warum der Ravernsport nicht einfach nur ein Sport ist – sondern ein Lebensgefühl.