
Ravernsport
Reglement und Spielgestaltung
25.Juli 2012 Offizielles Reglement des Ravernsports
Letzte Überarbeitung am 27.10.2012
Letzte Überarbeitung am 2.12.2016
Letzte Überarbeitung am 11.09.2018 (gültige Fassung)
Regelbuch des Ravernsports
Von der PA ratifizierte Erstfassung vom 25. Juli 2012
Überarbeitet am 11.09.2018
Inhalt:
Präambel
§1 Eröffnungszeremonie
§2 Ziel des Spiels
§3 Bestimmungen zu Material und Spielgerät
§4 Spielmodus
§5 Ravernisti und Spielbedingungen
§6 Fairplay
§7 Spielzeiten
§8 Schiedsgericht / Unparteiische
§9 Transfermarkt
§10 Abschlusszeremonie
Präambel:
Der Ravernsport ist ein Sport des Schabernaks und der Heiterkeit. Folgende Grundgedanken liegen seiner Ausübung zu Grunde:
Frisch!
Der Ravernsport ist frisch, weil immer neuer Schabernak den sportlichen Zusammenhalt befördert.
Frei!
Der Ravernsport ist frei, weil sich der Sport dem Ravernisten anpasst und nicht umgekehrt.
Ravern!
Der Ravernsport ist Heimat, weil er zwei Ufer an einem Fluss zusammenführt.
- 1 Eröffnungszeremonie (WM /ProTour):
- Die Eröffnungszeremonie beinhaltet folgende, dringend einzuhaltende, Eckpunkte:
1.1. Eröffnung des jeweiligen Turniers und Begrüßung der Sportler durch den amtierenden Einzelweltmeister/IFORS Präsidenten.
1.2. Gemeinsames Einnehmen des offiziellen Ravernschnappses „Raverna“
1.3. Feierliches Anstimmen des Ravern-Schlachtrufes durch einen Vorsänger: Frisch Frei Ravern!“ – Als Antwort kommt von den Athleten „Ravern Ravern Ravern“
- 2 Ziel des Spiels:
- Der Spieler (Ravernist) versucht das Wurfgerät (Torgel) aus unterschiedlichen Entfernungen in der Ravern zu versenken. Ein Treffer ist dann gültig, wenn der Torgel die Wurfschale der Ravern von oben trifft. Der obere Rand der Wurfschale gehört zum Trefferfeld. Die Griffe und die Außenseite der Wurfschale nicht. Dabei ist der Einschlagswinkel entscheidend. Wenn der Torgel die Wurfschale/Rand von oben kommend trifft ist es ein gültiger Treffer. Es geht darum so viele Punkte wie mögliche zu erwerfen. Der Torgel muss nicht in der Wurfschale liegen bleiben.
- 3 Bestimmungen zu Material und Spielgerät:
- Als Wurfgerät (Torgel) sind nur natürliche Produkte erlaubt. Die Torgel lassen sich in zwei Kategorien unterteilen
1.1 Soft-Torgel: Hierunter fallen z.B. Feigen und kleine Zitronen. Das Gewicht kann variieren darf aber 150g nicht überschreiten.
1.2 Hard-Torgel: Hierunter fallen kleiner Steine. Zu große Hard-Torgel können vom Schiedsgericht abgelehnt werden.
- Seit dem Zwischenfall bei der Ravernale 2012 sind Soft-Torgel als offizielles Spielgerät im Ravernsport verboten. Sie sind nun als historische Torgel zu bezeichnen. Offizielle Turnier-Torgel müssen aus Stein sein.
- Sollte jedoch ein Sportler unerlaubter Weise während des Wettkampfes einen historischen Torgel als Wurfgerät verwenden, so ist der Wurf als ungültig zu werten. Weiterhin muss der Dissident für den Rest des Wettkampfes (bei längeren Turnieren auch über mehrere Tage) dieses Wurfgeschoss an einer vom Präsidium der IFORS zu bestimmenden Stelle bei allen seinen weiteren Würfen an seinem Körper tragen.
- Jedem Spieler sind persönliche Torgel erlaubt. Die sogenannten Permanent- Torgel. Diese werden mit einer persönlichen Farbe gekennzeichnet. Andere Torgel stehen im allgemeinen Torgeleimer bereit. Der Veranstalter ist für die akzeptable Qualität der Torgel verantwortlich.
- Die Ravern hat den Standardmaßen der offiziellen Sport-Ravern zu entsprechen (1445 x 715 x 780 mm). Kleinere Abweichungen sind erlaubt, wenn das Schiedsgericht vor dem Wettkampf das Sportgerät bestätigt.
- 4 Spielmodus:
- Jeder Sportler hat 10 Würfe pro Durchgang (3 Kurzdistanz, 3 Mitteldistanz, 3 Langdistanz, 1 Bonuswurf von Kurz-, Mittel-, Lang-, oder Ultradistanz).
- Distanz-/Punktfestlegungen:
– Kurzdistanz: 10 Meter/12 Meter (ProTour/Ravernale) = 1 Punkt
– Mitteldistanz: 15 Meter/17 Meter (ProTour/Ravernale) = 2 Punkte
– Langdistanz: 20 Meter/24 Meter (ProTour/Ravernale) = 3 Punkte
– Ultradistanz: 25 Meter/34 Meter (ProTour/Ravernale) = 5 Punkte
- Die Ultradistanz kann nur im Bonuswurf gewählt werden.
- Die erworfenen Punkte in einem Turnier ergeben auch die Turnierwertung.
4.1. Teilnahmepunkte (ProTour):
In der PRO-Tour erhält der Ravernist für die Teilnahme an einem Turnier 2 Punkte. Die Punkte werden jedem Teilnehmer – egal wie erfolgreich er beim Turnier war – gutgeschrieben.
- Die an den einzelnen Spieltagen erzielten Punktzahlen werden aufaddiert und ergeben am Ende die Gesamtpunktzahl. Bei Punktgleichstand kommt es zum Stechen zwischen den Punktgleichen. Immer abwechselnd Drei Würfe von der kurz Distanz. Der Beginner wird über Losverfahren ermittelt. Eine Stechrunde ist beendet, wenn jeder Stecher seine Würfe absolviert hat. Sollte nach einer Runde immer noch Gleichstand herrschen, gibt es eine Weitere Runde mit jeweil nur einem Wurf, bis ein Sieger fest steht. Bei Punktgleichstand zwischen Teams muss jeder Spieler werfen. Das Verfahren bleibt ansonsten gleich. Die Anzahl der Werfer entspricht der Spieleranzahl des kleineren Teams. 1. Plätze müssen durch Stechen ermittelt werden, bei anderen Plätzen kann gestochen werden.
- Aus Gründen der Sportlichkeit und der Tunrierzeitbegrenzung sollten die einzelnen Würfe zügig durchgeführt werden. Ein künstliches in-die-Länge-ziehen der Würfe ist eine Unsportlichkeit gegenüber den anderen Teilnehmern. Ein drohendes Zeitspiel wird von den Unparteiischen an der Ravern per Handheben angezeigt. Bei unsportlicher Spielverzögerung kann auf Vorschlag eines Unparteiischen dies vors Sportgericht gebracht werden. Gleichzeitig muss das Sportlerfeld dem Werfenden die nötige Ruhe an der Linie ermöglichen und Konzentrationsphasen respektieren.
- Teamwertung:
Bei Ravernale und ProTour gibt es eine Teamwertung. In dieser wird die beste Teamleistung ermittelt. Der Modus des Team-Turniers bei der Ravernale wird vorher durch den Präsidenten bekannt gegeben.
7.1 Ein Ravernsport Team besteht aus mindestens 2 und maximal 6 aktiven Sportlernt. Ein Aktiver Sportler ist, wer einmal in zwei Jahren an einem offiziellen IFORS Turnier teilgenommen hat.
7.2 Jedes Team kann pro Durchgang maximal 4 Würfe mit unterschiedlichen Ravernisti einbringen (Kurz/Mittel/Land/Bonus). Bei drei anwesenden Sportlern darf ein Ravernist zusätzlich zu seiner Distanz den Bonuswurf einbringen. Bei zwei anwesenden Sportlern können zwei freiwählbare Distanzen eingebracht werden. Einer der beiden Sportler darf zusätzlich den Bonuswurf einbringen. Bei Anwesenheit nur eines Sportlers ist der Teamgedanke nicht mehr gewahrt.
7.3 Team-Joker: Sollte an einem Spieltag nur ein Ravernist eines Teams anwesend sein, kann dieser einen Taem-Joker ziehen. Er kann nun als Einzelspieler pro Durchgang eine Distanz plus Bonuswurf einbringen. Pro Saison stehen jedem Team ein Team-Joker zu Verfügung. Er kann bei einem PROTour Turnier oder einer Ravernale gezogen werden.
7.4 Teamwürfe sind vor dem Durchgang beim Tafeldienst anzugeben. Bonuswürfe können unmittelbar vor dem Wurf durch das werfende Team angegeben werden.
7.5. Vor- und Nachwerfer müssen vor dem Turnier bei der Turnierleitung (IFORS) angemeldet werden. Vor- Nachwerfer werden in den normalen Wurfbetrieb eingegliedert dürfen aber nicht direkt hintereinander werfen.
- 5 Ravernisti und Spielbedingungen:
- Der Ravernist darf nicht nüchtern an die Wurflinie treten. Bei einem Promillegehalt von 0,5 Vol.% und weniger muss der Sportler vor jedem Wurf einen Ravernfrischmacher trinken. (Diese Regel ist ebenfalls als historische Regel zu betrachten. Der dahinterstehende Grundgedanke sollte aber auch dem modernen Ravernist allzeit präsent sein.)
- Während des Wurfs muss im Ravernodrom Ruhe herrschen, damit der Ravernalist/Ravernist nicht abgelenkt wird.
- Auf den Poolfliesen ist für Knautschzonen zu sorgen. (gilt nur für Ravernale)
- Nach jeder Distanz werden die Torgel gemeinsam zusammengesammelt und die Permanent-Torgel an die Ravernalisti verteilt.
- Sollte bewiesen werden können, dass ein Sportler den Permanent-Torgel eines Sportskameraden versteckt oder verschwinden lässt, wird der Schuft mit zehn Minuspunkten bestraft. (Dieser Schuft!)
- 6 Fairplay:
- Der Ravernist ist dem Fairplay verpflichtet.
- Der Gewinner des Fairplay-Preises wird in geheimer Wahl durch alle teilnehmenden Sportler bestimmt.
- Verstößt ein Spieler gegen den Fairplay-Kodex der Ravernale (Immer Fair im Schubkarrenverkehr) muss dieser Verstoß dem Sportgericht vorgetragen werden. Das Sportgericht besteht aus allen Teilnehmenden Sportlern, die in Mehrheitsentscheidung (Handhebung) darüber entscheiden, ob ein Verstoß vorliegt. Wenn dem so ist erhält der Spieler einen „platten Reifen“.
- Bei der Erteilung eines platten Reifen muss der bestrafte Ravernist einen der nächsten drei Würfen mit der „schwachen“ Hand ausführen. Beim zweiten platten Reifen, ist die gesamte nächste Dreierreihe mit der schwachen Hand auszuführen.
- Mit drei platten Reifen wird man zum Ravernsport-Schuft ernannt. Er trinke zur Abkühlung drei Raverna und pausiere einen Durchgang. Er ist in diesem Durchgang für das leibliche Wohl der übrigen Ravernisti verantwortlich und reicht ihnen frische Getränke. Für die Dauer der Bestrafung ist er als Ravernödel anzusprechen.
- 7 Spielzeiten:
- Der Spieltag startet stets zu einem frühzeitig festgelegten Turnierbeginn. Sollte ein Sportler zu spät zum Turnier erscheinen und dadurch Würfe verpassen, kann er seine Würfe nicht nachholen. Es sei denn, die Verspätung ist vorher angekündigt. (Verlegungen werden mit der IFORS-PA abgestimmt)
- Während des Turniers sind keine Trainingswürfe erlaubt. Zuwiderhandlung ist ein Verstoß gegen den Fairplay-Kodex. Darüber hinaus, wird die Punktzahl des nächsten Treffers aberkannt.
- 8 Schiedsgericht / Unparteiische:
- Vor der Eröffnungsfeier wird von den Sportlern ein Schiedsgericht bestehend aus 3 Personen gewählt.
- Das Schiedsgericht kümmert sich dabei um die Sanktionen bei etwaigen Regelverstößen
- Während der einzelnen Würfe eines Athleten, müssen drei unparteiische im Zielbereich an der Ravern sitzen, um die Rechtmäßigkeit von Treffern bestätigen zu können. Diese unparteiischen werden nicht gewählt sondern melden sich freiwillig während des Wettkampfes. Sie sollten drei verschiedenen Teams angehören. Sie sollten auf jeder Seite der Ravern positioniert sein und dabei stets die Vorderkante der Ravern im Blick haben. Die Konzentration gilt der Ravern und dem Torgel (gell Franzi).
- Strittige Würfe werden nach Schiedsrichterdiskussion mittels der Ruppschen-Methode bekannt gegeben.
- 9 Transfermarkt:
- Bedingungen
Damit ein Transfer zustande kommt, müssen alle drei Parteien einverstanden sein:
– der Spieler selbst
– das abgebende Team
– das aufnehmende Team
- Bestätigung des Transfers
– Der Transfer ist gültig und abgeschlossen, wenn alle drei Parteien jeweils ihr Einverständnis zum Transfer in schriftlicher Form geben. Darunter kann man Emails oder SMS verstehen, die an einen der Autoren von ravernale.de gesendet werden. (bitte an den gleichen Autor senden.)
– Eine eventuelle Ablösesumme muss der IFORS gemeldet werden. Die angegebene Summe muss von beiden Teams bestätigt werden. (Bitte in der Meldung mit angeben)
– Der Transfer ist erst abgeschlossen, wenn die IFORS den Transfer offiziell auf ravernale.de bestätigt.
- Freie Spieler
Sollte ein Spieler ohne Teamzugehörigkeit an einem Wettkampf teilnehmen, so wirft dieser nur für die Einzelwertung. Sollte ein Team jedoch zu wenig Spieler haben, kann das Team den freien Speiler für dieses Turnier verpflichten. Der Spieler ist dann festes Teammitglied. Die Kadergröße einer Mannschaft darf nicht die Anzahl von sechs aktiven Spsortlern übersteigen.
- 11 Abschlusszeremonie:
Die Schlussfeier beinhaltet folgende, dringend einzuhaltende, Eckpunkte:
- Begrüßung zur Schlussfeier durch die offiziellen Vertreter (IFORS und IFORS-PA)
- Die Preisträger werden in folgender Reihenfolge geehrt:
- Fair-Play-Preis
- Team-Weltmeister
- Einzelweltmeister (Der Einzelweltmeister erhält Rum und Erde auf das Haupt des Sportlers)
- Das Turnier endet mit einem feierlichen Anstimmen des Ravern-Schlachtrufes durch den neuen Einzelweltmeister und der Vorangestellten Formel: „Auf das ihr alle gesund bleibet und sich die Jugend der Welt auch im kommenden Jahr zur Ravernale versammeln möge! – FRISCH FREI RAVERN“
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