Worum geht es denn eigentlich beim Ravernsport?
Der Ravernsport ist ein junger Vertreter der Gattung des „Präzisionsportes“. Glaubt man nämlich Wikipedia, werden Sportarten, bei denen ein vorgegebenes Ziel möglichst präzise getroffen werden muss, eben genau so genannt. Und genau darum gehts.
Ravernist, Torgel und Ravernodrom?
Beim Ravernsport versucht der Sportler (Ravernist, pl. Ravernisti) das Wurfgerät (Torgel, in den meisten Fällen sind dies Steine, die vor Ort zu finden sind) aus unterschiedlichen Distanzen in der Schubkarre (Ravern, vom altbayerischen Rawern) zu versenken. Ein Treffer ist dann gültig, wenn der Torgel die Wurfschale der Ravern eindeutig von oben trifft. Der obere Rand der Wurfschale gehört zum Trefferfeld. Griffe und Außenseite der Wurfschale nicht. Der Wettkampf findet hierbei immer in einem Ravernodrom statt. Hierbei variieren die Distanzen zwischen PRO.Tour und Weltmeisterschaft deutlich. Während auf der PRO.Tour die vereinfachten Distanzen 10, 15, 20 und 25 Meter verwendet werden, werden auf der Weltmeisterschaft stets die Maße des spanischen Ur-Ravernodroms in Santa Margalida verwendet. Hier gaben örtliche Gegebenheiten die Distanzen vor. Nämlich 12, 17, 24 und 34 Meter!
Wie viele Punkte auf welchen Wurf?
Das Zählsystem beim Ravernsport ist denkbar einfach. Von Kurz-, Mittel- und Langdistanz erhält der Sportler pro Treffer entweder eben 1, 2 oder 3 Punkte. Eine Ausnahme bildet hierbei die Ultra-Distanz. Hier können 5 Punkte ertorgelt werden. Dies ist allerdings nur einmal während eines Durchgangs möglich. Nämlich während des Bonus-Wurfes, welcher den Abschluss eine 10-Würfe-Durchgangs bildet (3x Kurzdistanz, 3x Mitteldistanz, 3x Langdistanz). Ob ein Treffer gültig ist oder eben nicht, entscheiden in strittigen Fällen drei um die Ravern positionierte Schiedsrichter, die aus dem teilnehmenden Sportlerfeld bestimmt werden.
Wie funktioniert der Teamsport Ravern?
Bevor ein Durchgang gestartet wird, geben alle anwesenden Teams ihre „Aufstellung“ beim Schriftführer bekannt. Dabei ist zu beachten, das bei Teams mit mindestens 3 Spielern jeder Spieler nur eine einzige Distanz auf Kurz-, Mittel- und Langdistanz abdecken darf. Beim Bonuswurf kann das Team einen Sportler erneut aufstellen. Die so ertorgelten Punkte eines jeden Teams werden aufaddiert.