„Es gibt nur dich, die Ravern und den Torgel“

Regensburg/Düsseldorf (ifors), die Ravernale rückt näher und mit der Ravernale auch die Vorfreude auf das Weltturnier in Spanien. Heute am 03.07.2013, sind es noch 38 Tage die bis zum Anwurf in Santa Margalida vergehen werden.
Auch Ravernale.com möchte dieser Vorfreude natürlich Rechnung tragen und mit den allseits beliebten und bahnbrechenden Athleten-Interviews die Spannung in ein unerträgliches Maß steigern. Denn was ist schon der Ravernsport ohne seine Rivalitäten und seine Skandälchen. Heute starten wir mit den Ausführungen von Weltmeister „El Rancho“. Siegessicher gibt sich Roland Kittel, wie immer sozusagen. „Alles beim alten“ möchte man meinen! Doch weit gefehlt! Er ist sich sozusagen durchaus bewusst darüber, dass ihm die Schmährufe der Zuschauer des ausverkauften Ravernodroms, beim erwarteten Absturz gelten werden. „El Rancho“ – der „Teufelskerl“ wie er sich selbst des öfteren nennt – war auf unserer Couch zu Gast und öffnete sich seinen Fans. Ausführlich steht er in diesem Gespräch seinen Mann. Viel Spaß beim Lesen.

Ravernale.com: El Rancho wir begrüßen Sie hier auf der IFORS-Couch sehr herzlich und freuen uns dass sie ihre wertvolle Zeit für uns opfern! Dafür schon einmal herzlichen Dank!
Weltmeister „El Rancho“:
Nichts zu danken! Für die IFORS tu ich alles! Denn ohne die IFORS wäre ich niemals Weltmeister in diesem unvergleichlich schönen Sport geworden! Danke, danke, danke!!!03

Ravernale.com: Wie sind Sie mit dem Abschneiden in der vergangenen PRO.Tour-Saison zufrieden?
Weltmeister „El Rancho“: Nach dem sensationellen Weltmeistertitel 2012 war klar, dass man zunächst in ein kleines Loch fallen würde. Der Kopf ist leer, der Körper schreit nach Ruhe und so war mein mittelmäßiges Abschneiden beim eigenen Turnier im „Home of the Champions“ klar eingeplant. Natürlich wollen die Zuschauer auf der Pro Tour den Weltmeister sehen und erwarten jedes Mal übermenschliche Leistungen. Das setzt natürlich auch unter Druck. Gerade hier heist es kühlen Kopf zu bewahren, auf den eigenen Körper zu hören und auch mal einen Gang runter zu schalten. Die Tour de Monaco habe ich bewusst ausgelassen und war lieber in der Physio in Südtirol. Hier habe ich mich bereits kontinuierlich auf die WM in Santa Margalida vorbereitet und gezielt meine – wenn man das überhaupt sagen kann – „Schwäche“, nämlich die Langdistanz trainiert. Dass diese akribische Vorberitung Früchte trägt, hat man bei der Copa Danubia bereits gesehen. Ich bin erst bei sagen wir 60 oder 70 % und hinsichtlich der Weltmeisterschaft auf einem absolut guten Weg. Die Mission Titelverteidigung hatte für mich in diesem Jahr oberste Priorität!

Ravernale.com: Werden Sie, Roland „El Rancho“ Kittel, von den Young Boys Ravern Ihren Titel verteidigen können? Wer wird Einzel-Weltmeister? Gibt es einen ausgemachten Favoriten?
Weltmeister „El Rancho“:
Als amtierender Weltmeister kann es nur ein Ziel geben, nämlich den Titel zu verteidigen. Besonderen Ansporn verleiht einem natürlich dieses „Omen“, dass jeder Weltmeister bisher in der Folgesaison sang und klanglos unterging. Ich bin überzeugt, dass mir so ein tiefer Fall erspart bleiben wird. Dafür fühle ich mich einfach zu gut, werfe zu konstant und bin zu sehr auf mein Ziel, den Titel, fokussiert.
Diejenigen, die sich bei der Pro-Tour ins Rampenlicht geworfen haben, halte ich zwar für starke Gegner, allerdings hat man beispielsweise beim Hook bereits bei der Copa Dabubia gesehen, dass die Saison lang war und bei ihm die Luft raus ist. Es heisst beim Ravernsport ganz klar im richtigen Moment 100% fit zu sein und seine Leistung dann, wenn es drauf ankommt, abrufen zu können. Der Engel Tobi war bei der Copa gut drauf. Allerdings ist es nahezu unmöglich so eine Form bis zur Ravernale zu konservieren. Er wird untergehen wie viele andere auch. Ein Dettenhofer wird wieder am ersten Weltmeisterschaftstag irgendwo mit der Schläfe aufklatschen und sich quasi wieder selbst aus dem Rennen nehmen, aber das ist so bei unprofessionell arbeitenden Spielern. Für das Nervenbündel Teufel haben wir bereits einen weiteren Nachbarshund bestellt…
Mein Tipp wie gesagt für den Einzelweltmeister daher ganz klar: EL Rancho!

Ravernale.com: Kann der RCMM seinen dritten Teamweltmeister-Titel holen, oder bestätigt sich der Trend aus der TEAM.Tour? Wer wird Team-Weltmeister? Gibt es einen ausgemachten Favoriten?
Weltmeister „El Rancho“:
Wenn ich sehe, wie konzentriert bei uns gearbeitet wird, ist eins klar. Der Teamweltmeister-Titel geht in diesem Jahr nur über die YBR. Wir sind bei der Weltmeisterschaft auf allen Positionen ausgezeichnet besetzt und haben uns mim Jörn erstklassig verstärkt. Man muss natürlich im Laufe der Zeit ein Auge für Rohdiamanten entwickeln. Und hier ist uns mim Jörn ein aboluter Megatransfer geglückt. Es ist ein offenes Geheiomnis, dass viele andere Teams hinter ihm her waren, aber wie sagt man so schön, bei uns stimmte das Gesamtpaket.
Der Amtierende Teamweltmeister ist völlig aus dem Takt, hat seinen Zenit bei weitem überschritten und wird von den Ravernalisti unter uns gesagt auch überhaupt nicht mehr ernst genommen. Man hat ohnehin gesehen, wie es um den RCMM bestellt ist, wenn der Dettenhofer nicht dabei ist… Und da er sich wie gesagt am ersten Malleabend wieder selbst aus dem Spiel nehmen wird, kann ich nur ein mildes „Tod und Hass dem RCMM“ nachschicken. Allerdings meine ich es fast schon väterlich-liebevoll, denn man tritt nicht auch noch auf jemanden ein, der bereits am Boden liegt!

Ravernale.com: Wie bereiten Sie sich auf die Weltmeisterschaft vor? Wann reisen Sie genau an?
Weltmeister „El Rancho“:
Darüber werde ich hier mit Sicherheit nichts verraten! Die Anreise erfolgt am Samstag, 10.August per Sondermaschine der Lufthansa.

Ravernale.com: Haben Sie sich persönlich ein Ziel für die kommende Ravernale 2013 gesetzt, wenn ja welches?
Weltmeister „El Rancho“:
Es geht nur um eines – TITEL SAMMELN und sich unsterblich machen!

Ravernale.com: Was macht in Ihren Augen den Reiz des Ravernsports und insbesondere der Ravernale in Santa Margalida aus?
Weltmeister „El Rancho“:
Ich könnte jetzt hier seitenweise erzählen, was das Besondere an der Ravernale ist, was den Reiz von Santa Margalida ausmacht… aber jeder Ravernalisti, der in seinem Sportlehrleben einmal das Glück und die Ehre gehabt hat, im Ur-Ravernodrom von Santa Margalida aufzulaufen, den Geruch der Geburtstätte dieses Weltsports einzusaugen, der wird mir Recht geben… das kann man nicht beschreiben, das muss man erleben!
Und zwar am besten im GentlemenStyle!!
Den Reiz am Ravernsport macht für mich vor allem aus, dass du alleine deinen Mann stehen musst. Wenn du an der Linie stehst, da hilft dir keiner. Es gibt nur dich, die Ravern und den Torgel…

Ravernale.com: Vielen Dank für dieses Gespräch!