Kategorie: Organisatorisches

Neue Spitze im Ravernsport! Erstmals führen zwei Sinzinger den Weltverband

Im Anschluss an den Saisonabschluss der letzten ProTour, dem Turnier unter der Sinzinger Autobahnbrücke, gab es eine Wachablösung an der Verbandsspitze.

Roland ElRancho Kittel und Leo Jakob stehen jetzt als Präsident und Vizepräsident dem Sportverband vor. Damit wurde mit einer bis dato unerschütterlichen Tradition im Sport gebrochen: Prüfening stellt die Funktionäre, Sinzing liefert die Sieger. So zumindest war es im Sinzinger Selbstverständnis tief verankert.

Nun regiert also erstmals ein Sinzinger Zweigestirn und man wird sehen, ob die Zeiten präsigen Funktionärswesens ein Ende haben, oder ob Böcke zu Gärtnern gemacht wurden.

Und dem Sport bläst stürmer Wind ins Gesicht. Seit Corona wartet der Ravernsport gewissermaßen darauf, sich neu zu erfinden. Lange Pausen zwischen den Turnieren, schrumpfende Teilenehmerfelder bei den Wettkämpfen und massiver Fachtorglermangel machen dem Sport zu schaffen.

Ist das eine normale Entwicklung, der man vielleicht gelassen begegnen sollte oder braucht es hier und da neue Impulse oder gar einen radikalen Neuanfang? Ist die neue Verbandsspitze in der Lage, den schlingernden Dampfer Raversport in rauer See auf Kurs zu halten?

In einem exklusiven Interview gaben uns der neu gewählte Präsident und sein Stellvertreter intime Einblicke in ihre Vorstellung zur künftigen Ausrichtung des Ravernsports:

 SUN: Werte Herren, herzlichen Glückwunsch zur Wahl zum Präsidenten und Vizepräsidenten des Ravernsports. Wie fühlen Sie sich in Ihrer neuen Rolle?

Kittel/Jakob: Danke, danke, das ist großartig. Wir meinen, wer hätte gedacht, dass wir die besten Ravernsport-Präsidenten aller Zeiten werden? Aber hier sind wir. Die Leute sagen es – wir hören das überall. Niemand versteht den Ravernsport besser als wir. Niemand. Es ist einfach fantastisch, was wir schon jetzt geleistet haben.

SUN: Sie treten Ihr Amt inmitten der heftigen Dauer-Rivalität zwischen Prüfening und Sinzing an. Wie wollen Sie dieses Problem lösen, wie die tiefen Wunden heilen?

Kittel/Jakob: Also, lassen Sie uns das klarstellen: Die Rivalität ist lächerlich. Wirklich lächerlich. Sinzing? Wir lieben Sinzing, großartige Leute, großartige Sportler. Prüfening? Auch tolle Leute, aber weniger großartig, okay? Sinzing hat die besten Moves, die besten Torgel – wir habe die Sinzinger Torgel gesehen, sie sind die besten der Welt. Prüfening? Die machen gute Arbeit, aber sind sie so gut wie Sinzing? Wir glauben nicht, nicht so gut wie Sinzing. Jeder weiß das.

SUN: Aber wie wollen Sie beide Lager vereinen?

Kittel/Jakob: Sehen Sie, die Lösung ist einfach. Es wird eine „großartige, absolut unglaubliche, best-ever Ravernsport-Mauer“ geben. Keine echte Mauer, natürlich, sondern eine metaphorische, okay? Jeder bekommt seinen eigenen gedanklichen Bereich, seinen eigenen Spirit, aber wir entscheiden, wer intensiver torgelt. Es wird großartig! Das ist die Kittel/Jakob-Methode: Teilen und gleichzeitig gewinnen lassen. Es wird riesig.

SUN: Es gab Vorwürfe, dass die Prüfeninger die Sinzinger sabotiert hätten, und umgekehrt. Wie gehen Sie damit um?

Kittel/Jakob: Fake News. Ganz klar. Fake News. Jeder weiß das, wir hören es überall, sie können jeden fragen. Diese ganzen Geschichten – erfunden. Sinzing sabotiert niemanden, sie brauchen das gar nicht. Die sind Gewinner, verstehen Sie? Aber Prüfening? Wie lieben sie, großartige Sportler. Vielleicht haben sie ein paar Tricks probiert, wir wissen es nicht. Es ist so eine Sache, die man untersuchen sollte, aber wir sagen immer: „Es gibt keine Sabotage, nur schlechte Ravernodrome, schlechte Torgel.“

SUN: Der Bürgermeister von Sinzing hat sich über die Prüfeninger Einwanderer ins Gebiet der Großgemeinde beschwert. Ihre Meinung dazu?

Kittel/Jakob: Der Bürgermeister? Toller Typ. Wirklich toll. Wir lieben ihn. Aber seien wir ehrlich: Wenn dein Wurzelwerk von ein bisschen Prüfening beschädigt wird, hast du schlechte Wurzeln, okay? Wir würden sagen: Sinzing sollte sich bei uns melden. Wir werden dafür sorgen, dass die Sinzinger Bäume des Ravernsports die besten, härtesten Wurzeln der Welt haben. Stark, unzerstörbar. Das ist, was wir machen – Dinge stärker und besser machen. Es wird großartig!

SUN: Was ist Ihr primäres Ziel für den Ravernsport?

Kittel/Jakob: Das ist einfach. Wir wollen, dass der Ravernsport „great again“ wird. Es wird die besten Raverodrome geben, die besten Gap Together, den besten Raverna. Prüfening und Sinzing? Sie werden sich lieben. Vielleicht nicht sofort, aber bald. Und wenn nicht? Dann wird Prüfening einfach gewinnen lernen. Oder verlieren, wie Gewinner. Großartig. Warten Sie es ab – das wird historisch.

SUN: Herren Präsidenten, Sie übernehmen das Amt von einer langen Reihe angesehener Vorgänger, fast ausnahmslos Prüfeninger. Möchten Sie ihnen ein paar Worte widmen?

Kittel/Jakob: Natürlich, natürlich. Wir meinen, schauen Sie, unsere Vorgänger – sie haben einen Job gemacht. Einen Job, okay? Waren sie gut? Manchmal. Aber wir sind großzügige Menschen, wirklich. Also sagen wir: Danke. Danke, dass sie den Job gemacht haben, den sie gemacht haben. Viele Leute sagen uns, sie waren okay. Manche sagen, sie hätten mehr machen können – wir sagen dazu nichts. Aber wir sind hier, weil es besser gemacht werden muss.

SUN: Gibt es jemanden, den Sie besonders hervorheben möchten?

Kittel/Jakob: Oh, sie alle. Jeder von ihnen, wirklich. Großartige Leute. Der eine, wie hieß er noch – der, der diese… Sache gemacht hat, wissen Sie? Großartig. Und der andere – hat versucht, etwas zu tun, aber es hat nicht funktioniert, aber hey, das passiert. Aber wir respektieren alle. Wirklich, sie haben ihre Zeit investiert, und das ist toll. Oder nehmen sie die Players Association, großartige Leute, wir lieben sie. Aber viele Leute fragen uns, „was zum Henker machen die?“ Wir werden sie auf Kurs bringen. Jetzt sind wir hier, und wir werden das tun, was sie alle wollten, aber nicht konnten. Und das ist großartig.

SUN: Ein Abschlusswort an Ihre Vorgänger?

Kittel/Jakob: Natürlich. Danke, dass ihr das Feld vorbereitet habt, damit wir hier sein können. Ihr habt angefangen, aber wir werden es beenden. Wir sagen immer: Die anderen haben die Kurzdistanz geworfen, wir torgeln ultra. Und das ist, was wirklich zählt. Also, nochmal danke – und jetzt schauen wir nach vorne. Großartig, wirklich großartig.

SUN: Vielen Dank, die Herren Präsidenten für diese äußerst konkreten Aussagen. Ihre bescheiden, warmherzige und empathische Art wird die Ravernsportler im Sturm erobern.

Kittel/Jakob: Danke, danke. Und denken Sie daran: Niemand war je zu einer besseren Zeit an einem besseren Ort. Niemand! Es wird großartig und das ist es schon. Die letzten Wochen waren bereits historisch. Alle sagen es, es steht überall! Großartig! Frisch! Frei! Ravern!

Make Ravernsport great again!

Anmerkung der Redaktion:

Das Interview wurde uns vom präsidiumsnahen Medium „Sinzing-Ultra-News“ zugespielt. Wir distanzieren uns ausdrücklich von sämtlichen Inhalten, die den Grundsätzen einer objektiven Ravernsport-Berichterstattung nicht entsprechen! 

Bring Ravernsport back to the Top – Neues Duo an IFORS-Spitze

von Matthias Dettenhofer

Regensburg-Sinzing (IFORS) Nach dem letzten Wettkampf ist bekanntlich vor dem Nächsten. Wenige Stunden nachdem das PRO.Tour-Turnier auf dem Adlersberg beendet war, nutzen die anwesenden Ravernisti die Gunst der Stunde und fanden sich zu Neuwahlen des Präsidiums sowie zu Umstrukturierungen in der Organisationstruktur im Kittelschen Stüberl ein. Stefan Zenisek und Johannes Zettel wurden als Nachfolger von Sebastian Teufel und seiner First Lady Andreas Geim in die Schaltzentrale der IFORS gewählt. Zudem wurde eine Änderung in der „Nachschmeiß-Regel“ beschlossen.

Die Coronavirus-Pandemie machte in den vergangenen knapp drei Jahren auch nicht vor dem Ravernsport Halt. So ist es wenig verwunderlich, dass die Präsidentschaft von Sebastian Teufel und seinem „La Bouche“, Andreas Geim, geprägt war von Unwägbarkeiten, Turnierausfällen und Verschiebungen. „Die vergangenen Monate waren für alle Ravernisti eine anspruchsvolle und nervenzehrende Zeit. Wir haben alle danach gelechzt endlich wieder miteinander im Ravernodrom stehen zu dürfen und die Torgel fliegen zu sehen“, blickt Sebastian Teufel zurück. „Es war für mich eine Freude diesem großartigen Verband vorzustehen und aus diesem Grund wünsche ich meinen beiden Nachfolgern ein glückliches Händchen bei der Neustrukturierung des Verbands und bei den anstehenden Turnierorganisationen.“
Bereits vor der Abwahl von Teufel und Geim hatten sich mit Stefan Zenisek und Johannes Zettel zwei alte Bekannte positioniert, um die IFORS aus den stürmischen Pandemiezeiten wieder in ruhiges Fahrwasser zu geleiten. So war es nicht verwunderlich, dass beide nun in ihre zweite Amtszeit als Präsidenten gewählt wurden. „Wir freuen uns, dass uns das Vertrauen der Ravernisti entgegengebracht wurde. Uns ist es ein persönliches Anliegen, dass wir den Dornröschenschlaf der Pandemie beenden und wieder Torgel statt Worte sprechen zu lassen“, skizzieren die beiden Neu-Präsidenten ihre Motivation. Würde man eine Überschrift für die Regierungsperiode von Zenisek und Zettel suchen, so kann diese eigentlich nur „Bring Ravernsport back to the Top“ lauten. Dazu bedarf es wieder regelmäßiger Turniere und regelmäßiger Treffen der Ravernisti, um auch die Stimmung unter den Sportlern aufzusaugen und etwaige Missstände im Vorfeld zu ersticken. Neben dem sportlichen Geschehen im Ravernodrom wollen die beiden Präsidenten jedoch auch den Blick für den Nachwuchs nicht verlieren, denn, wie bei so vielen anderen Sportvereinen auch, drückt auch die IFORS hier ein wenig der Schuh.

Regeländerung zugunsten der Fairness und Stärkung des Gemeinschaftssinns

Im Zuge der Neuwahlen wurde auch das Regelwerk nochmals genau unter die Lupe genommen und im Großen und Ganzen auch so bestätigt. Eine grundlegende Änderung wurde durch das anwesende Gremium inklusive Präsidium dennoch durchgesetzt. Ab sofort ist es den Ravernisti nur noch möglich den ersten Wertungsdurchgang nachzuwerfen, wenn der Sportler vor Ende des ersten Durchgangs im Ravernodrom eintrifft. Sollte ein Sportler erst zu Beginn des zweiten Wertungsdurchgangs antreten können, so wird ausschließlich der zweite Durchgang in die Wertung. Ein vorschmeißen ist somit ebenfalls nicht mehr möglich, da hier die Gefahr besteht, dass der Werfende sich durch viele hintereinander folgende Würfe eintorgelt und sich somit einen Vorteil gegenüber seinen Kontrahenten ertorgelt. „Der Ravernsport lebt von unserer Gemeinschaft. Diese Regeländerung ist also eine Stärkung dieser Gemeinschaft und soll zum anderen die nFairness noch weiter in den Mittelpunkt stellen“, sind sich Zenisek und Zettel einig.

Neue Ministerien als Zuarbeiter für das Präsidium

Unterstützung finden die beiden Neu-Präsidenten dabei in den IFORS-Ministerien. So wird das Familienministerium unter neuer Leitung von Christiane Kittel und Kathi Engel beim Finden eines familienfreundlichen Ravernodroms helfen. Das neu geschaffene Ministerium für Forschung, Entwicklung, Zukunft, Heimat und Raumfahrt übernehmen Sebastian Teufel, Andreas Bromberger und Johannes Zettel. Die Marketing- und Merchandise-Geschicke bleiben weiterhin bei Johannes Zettel verankert. Für die Pressearbeit zeichnet zukünftig Matthias Dettenhofer verantwortlich. In ihren Ämtern bestätigt wurden Schatzmeister Axel Wiegart sowie Ravernaminister Lukas Graf. „Mit dieser straken Führungsstruktur blicken wir zuversichtlich in die Zukunft. Bleibt nur noch zu sagen: FRISCH! FREI! RAVERN! Wir freuen uns auf spannende Turniere und einen ehrlichen Wettstreit an der Ravern!“, schließen Zenisek und Zettel.

Roland Kittel: Rekordweltmeister!

Roland Kittel dominiert den Ravernsport nach Belieben. Bei der 8. Ravernsport-Weltmeisterschaft, der Ravernale, siegt Kittel mit zwei starken Durchgängen und wird Weltmeister. Bei der Team-Weltmeisterschaft gewinnt mit den One Wheel Raverneers zum fünften Mal in Folge eine neue Mannschaft nach Nerven zerreißenden KO-Spielen den Titel im Finale gegen die Munich Marble Ravengers. Bei der abschließenden Meisterfeier in der Ravernsport-Alm in Sinzing wählt die IFORS mit Sebastian Teufel (bisheriger Vorsitzender der IFORS-PA) ihren neuen Präsidenten. Eine grandiose Weltmeisterschaft geht zu Ende und stellt zugleich den Startpunkt für die Reise in neue Dekade dar.

Regensburg (ifors), als in den Wochen vor der Ravernale spekuliert wurde, wer genau an der diesjährigen Weltmeisterschaft teilnehmen würde und wie glücklich der Termin letztendlich gewählt wurde, gab es nicht wenige Beobachter der Ravernsport-Szene, die Zweifel an der Jubiläumsravernale hegten. Wie sich letzten Endes am ersten Tag der Ravernale herausstellen sollte, waren es für eine Ravernale mit 15 Athleten völlig normale Teilnehmerzahlen die keinerlei Schwund beim Interesse der Athleten erkennen liesen. Im Gegenteil: Zwei Teams mehr (wenn auch dezimiert) als vor zwei Jahren in Oberndorf hatten für die Team-Weltmeisterschaft gemeldet und ermöglichten somit einen normalen Gruppenmodus, den die IFORS ohne große Diskussionen durch gewunken hatte. Präsident Stefan Zenisek eröffnete die Ravernale mit warmen Worten die einen Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre darstellten. Viele der Protagonisten von damals standen auch diesmal wieder im Ravernodrom. Leider war es verschiedenen Personen (u.a. Ur-Weltmeister Axel Wiegard und Ex-Weltmeister Andres Hubero) aus terminlichen Gründen nicht möglich dieses Mal an den Wettkämpfen teilzunehmen. Dennoch konnte die Ravernale mit der Team-WM-Vorrunde am Donnerstag, dem 15.08. (einem Ravernsport-Feiertag) starten. Das Feuerwerk in Can Picafort, war auch heuer nicht ins Rahmenprogramm der Titelkämpfe mit aufgenommen worden.

Der WM-Auftakt im Prüfeninger Schlossgarten.
TEAM-WM startet ohne große überraschungen

Die Team-WM startete am Donnerstag jedoch ohne größere Überraschungen. Zwei Teams des Starterfeldes mussten ihre Farben „Solo“ vertreten und zogen dabei den im IFORS-Regelwerk beschriebenen Team-Joker, bei dem es den einzelnen Sportlern erlaubt wird ihr Team bei einer Ravernale auch alleine zu vertreten. 2015 war bereits Birgit Graf (ehemals Oberleitner) so bis ins Halbfinale der Team-WM vorgestoßen. 2019 nun vertraten Christiane Kittel die Schmeiss Girls, Andreas Geim die Schubkramento Kings.

Erwartungsgemäß war die Vorrunde daher für die Solo-Teams eine etwas aussichtslose Mission, die beide Teams jedoch beachtlich meisterten. Die Schmeiss Girls mussten jedoch mit 5 ertorgelten Punkten am Ende den souveränen One Wheel Raverneers, die in der Vorrunde mit Naia Jakob den Kader aus dem erweiterten Team-Kreis auffüllten (23 Team-Punkte in der Vorrunde!!) und den etwas wackeligen und fast vollständig anwesenden Munich Marble Ravengers (magere 6 Punkte!) den Vortritt lassen.

In der Gruppe B kam es zu einem Sportlerdebüt, welches Jahrelang auf sich warten lies. Axel Süß, der in der Vergangenheit bereits als das „Phantom“ von Danubia United galt (er hatte einen Vertrag bei den Oberpfälzern unterzeichnet, kam jedoch nie zu Einsatzzeiten), vertrat im Team der Rat Packs die abwesenden Tobias Engel und Andres Hubero. Gemeinsam mit dem Über-Ravernisten Roland Kittel spazierte er durch die Vorrunde. In einem entscheidenden Vorrundenspiel musste sich Solo-King Andreas Geim dem RC Sinzing 04 „Die Schwanzer“ geschlagen geben.

Kittel torgelt sich schnell und erwartet an die Spitze

Tags darauf, Freitag 16.08., startete die Einzel-WM mit ihren 15 Teilnehmern. Nach 2017 und 2015 die Ravernale mit den meisten Teilnehmern. Mit Spannung wurde dabei der Start von Leo Jakob erwartet, der in der Vorrunde der Team-WM gemeinsam mit seiner Ehefrau Nadia bereits 23 famose Punkte ertorgelt hatte. Kann er Roland Kittel gemeinsam mit Dauer-Vize Sebastian Teufel das Gas einstellen?

Roland Kittel lies zu Beginn im Prüfeninger Schlossgarten, der nach seinen PRO.Tour-Appearances nun auch heiliger WM-Boden wurde, keine Zweifel aufkommen über wen der Titel hier zu gehen hat. Nach zwei Durchgängen hatte der Sinzinger Abonnement-Meister bereits 16 Punkte ertorgelt und somit sein eigenes WM-Ergebnis von vor zwei Jahren (14 Punkte) übertorgelt und die Weltmeistermarke Huberos aus dem Jahr 2011 eingestellt. Alles deutete darauf hin, dass Kittel seine „Gegner“ auseinander nehmen würde. Hinter Kittel formierte sich nach diesen ersten beiden Durchgängen ein durchschnittlich schwaches Teilnehmerfeld. Die ärgsten „Verfolger“ waren Andreas Geim (8 Punkte), Sebastian Teufel (7 Punkte) und Christiane Kittel (5 Punkte). Der so hoch gehandelte Leo Jakob rangierte mit vier Einzelpunkten im grauen Mittelfeld des Teilnehmerfeldes. Vom Tabellenende bis auf Platz 4 trennten die Athleten nur 4 Punkte. Sozusagen ein dichter Rest!

Nervenkriege in der TEAM-WM

Zwischen dem ersten und zweiten Durchgang der Einzel-WM waren noch die Halbfinals der diesjährigen Team-Weltmeisterschaft angesiedelt. Dabei trafen noch vor der Mittagspause die One Wheel Raverneers auf den RC Sinzing 04 „Die Schwanzer“. OWR an diesem Vormittag aber nicht mehr mit der „Not-Besetzung“ sondern mit der kompletten Mannschaftsstärke am Start. Neben Leo Jakob waren nun auch Teambegründer Andreas Nutz, Alexander Specht und Bastian Gottswinter im Ravernodrom im Schlossgarten vertreten. Ein Halbfinale in welchem, bei einem OWR-Spiel fast erwartet, viele Punkte durchs Ravernodrom schepperten. Ein enges Kopf an Kopf Rennen, welches von Vokuhilas und Schnauzbärten nur so geprägt war. Am Ende machte Leo Jakob beim Stand von 8:9 für die Schwanzer seinen Treffer von der Lang-Distanz und schob die OWR damit noch auf der Zielgerade ins Finale der Team-WM.

Im anderen Halbfinale trafen die am Vortag so famos gestarteten Rat Packs um Roland Kittel und Axel Süß auf die wackelig und nervösen Munich Marble Ravengers aus der bayerischen Landeshauptstadt. Das Rat Pack als amtierender Weltmeister selbstverständlich haushoher Favorit, während MMR eine deutlich solidere und nervenstärkere Leistung als noch am Vortag zeigte. Als es nach dem ersten Durchgang bereits 4:1 für die Mannen von der Isar stand, waren viele auf die Reaktion Kittels gespannt. Seine Nervenstärke ist mittlerweile gefürchtet in der gesamten Ravernsport-Welt. Und so kam es wie es kommen musste. Im letzten Wurf vor den Bonuswürfen glich Kittel das Spiel zum 4:4 aus. Bei der nachfolgenden Team-Diskussion der MMR war die Nervosität mit den bloßen Händen greifbar als sich Johannes Zettel den Torgel schnappte und auf die Kurz-Distanz ging. Mit seinem Treffer von der Kurz-Distanz setzte er das Rat Pack unter Druck. Kittel bekannt für seine Stärke von der Mitteldistanz und dafür sein Team nicht ins Stechen führen zu wollen vertorgelte mit dem letzten Wurf die Chance auf den Team-Weltmeister-Titel.

Das Finale der Team-WM bildeten also die One Wheel Raverneers und die Munich Marble Ravengers.

Thomas Hook (MMR) steht im Finale der Team-Weltmeisterschaft
Kittel schwächelt in Durchgang Drei

Vielleicht war es für Roland Kittel schon zu deutlich. Am Finaltag an der Kleinprüfeninger-Fähre nördlich der Donau ertorgelte der designierte Weltmeister nur vier Punkte und ermöglichte plötzlich doch noch einmal Spekulationen. Leo Jakob, am Vortag mit 4 Punkten zu schwach um Kittel ernsthaft zu gefährden, holte sich den Sieg in Durchgang Nummero drei durch 8 solide ertorgelte Punkte. Wegen seinem schwachen ersten Tag auf der Ravernale lagen zu diesem Zeitpunkt jedoch immer noch 8 Punkte zwischen ihm und Kittel. Besser hatte es da am Vortag Sebastian Teufel gemacht. In einem schwachen dritten Durchgang, bei dem ihm nur 2 Punkte gelungen waren setzte er im Bonuswurf alles auf eine Karte und verringerte souverän mit einem Ultra-Distanz-Treffer Rückstand auf Kittel nochmals auf 6 Punkte. Geht da noch was? Ansonsten herrschte im Ravernodrom trotz überragender Stimmung und optimalen Wetterbedingungen sportliche Tristesse.

Basti Teufel mit einem Ultra-Distanz-Treffer in Durchgang drei.
HERZSCHLAG-FINALE in der TEAM-WM

Gehen die Halbfinals in dieser Team-WM bereits als Nervenkrimis in die Geschichte der Weltmeisterschaften ein, so war das Team-WM-Finale 2019 an Spannung kaum mehr zu überbieten. Da waren sich alle Beteiligten aber auch die Zuschauer einig. Obwohl es noch kurz vor Ende des ersten Durchgangs danach aussah, als würde OWR sich bei einer souveränen 4:0-Führung den Titel sichern, kamen die Munich Marble Ravengers noch einmal ins Turnier zurück. Andreas Bromberger alias „Dr. Udo“ bestätigte die neue Nervenstärke der Isar-Jungs. Er schnappte sich seine Bahndamm-Torgel und verweilte lange an der Abwurfmarkierung. Durch die Ruhe im Ravernodrom konnte man den Herzschlag des Finales deutlich spüren. Bromberger konzentrierte sich, setzte noch einmal ab, konzentrierte sich erneut und betete den Torgel geradezu deutlich in die Ravern. Sein befreiender Jubelschrei hallte durch das Donautal. Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnte Johannes Zettel den Rückstand von MMR auf 3:4 verkürzen und mit seinem letzten Wurf im Bonusdurchgang gerade noch so ausgleichen. Man sah dem Giesinger die Belastung durchaus an. Das spannende Team-Finale ging also in die Verlängerung. Im Kurz-Distanz-Stechen war nun alles möglich. Der bei dieser Team-WM nervlich erprobte Zettel vergab seinen Torgel ebenso wie Andreas Nutz (OWR). Andreas Bromberger verfehlte seinen Torgel bevor Alexander Specht (OWR) mit einer Millimeterentscheidung durch einen „Fling“ OWR auf die Siegerstraße führte. Thomas Hook konnte zwar noch einmal ausgleichen. Leo Jakob versenkte seinen Torgel aber ebenso souverän wie der ehemalige Einzel- und Team-Weltmeister von 2015. Die Niedergeschlagenheit der MMR über den lange ersehnten Titel war deutlich spürbar. Der Jubelgesang der One Wheel Raverneers dagegen, erfüllte das Ravernodrom! Nach der gezeigten Mannschaftsleistung bei dieser Team-WM ein verdienter Team-Weltmeister!

Der neue Team-Weltmeister One Wheel Raverneers (es fehlt Bastian Gottswinter)
Kittel hadert mit seiner Leistung und wird Weltmeister

Kittel waren in der Einzelwertung zwei Sportler bis auf 6 bzw. 8 Punkte auf den Leib gerückt. Trotz einer weiterhin schwachen Leistung des amtierenden und bereits von vielen Szenekundigen Sportlern auch neuen Weltmeisters, konnten Leo Jakob (OWR), Andreas Geim (SKK) und Sebastian Teufel (S04) den Vorsprung nicht mehr massiv verringern. Nur ein Sportler war in der Lage Kittel bis zum Bonuswurf in Schach zu halten. Leo Jakob hatte mit der Ultra-Distanz noch die theoretische Chance das Turnier noch einmal auszugleichen und Kittel ins Stechen zu zwingen. Wenn einem neben Sebastian Teufel, der am heutigen Tag bereits seinen zweiten Ultra-Treffer in seiner Ravernsportkarriere (ein weiterer gelang ihm auf der PRO.Tour aus 25 Metern) in der Ravern erklingen lies, ein Treffer aus 34 Metern zuzutrauen ist dann Leo Jakob. Jakobs bevorzugter Permanent-Torgel zerbrach jedoch kurz vor dem finalen Bonuswurf. Er selbst beschreibt es später als symbolisch. „Zerbrochene WM-Träume“. Jakob verfehlt den Ultra mit einem anderen Torgel und schuf somit Klarheit.

Zerbrochene WM-Träume. Jakobs Permanent-Torgel vor dem entscheidenden Ultra-Wurf.

Roland „El Rancho“ Kittel wird erneut Team-Weltmeister und verteidigt als erster Ravernist überhaupt seinen WM-Titel. Trotz schwacher Leistungen in Durchgang drei und vier, mit welchen der verdiente Weltmeister selbst haderte, gelang dem Sinzinger mit 21 WM-Punkten das Zweitbeste Ravernale-Ergebnis seit Beginn des Ravernsportes. Nicht auszudenken, hätte er den Flow vom Vortag mit nach Kleinprüfening genommen. Kittel ist ein verdienter Weltmeister und durch seinen dritten WM-Titel nun auch alleiniger Rekordweltmeister!

Die Frage wird sein, wann andere Sportler in ihrer Leistung nachziehen. Sicher ist: Die 21 Punkte von Roland Kittel sind keine Überleistung. Aber Kittel ist und bleibt derzeit der konstanteste aller Ravernisten und von daher dürfte ein Titelgewinn in den kommenden Jahren einzig über die Konstanz zu Stande kommen.

STARKE JUBILÄUMSRAVERNALE! Auf die Zukunft!

Fazit: Tolle WM-Tage liegen hinter uns. Die Jubiläumsravernale, welche zum ersten Mal auf Regensburger Boden stattgefunden hatte erfüllte die Erwartungen. Tolle, bereits aus der Tour bekannte Ravernodrome sorgten für eine feierliche und spannende Stimmung. Alles, aber auch wirklich alles belegte wieder einmal die Bedeutung des Ravernsportes für die enge Freundschaft der Athleten untereinander. Bei solch stimmungsvollen und freundschaftlichen Events braucht sich der Ravernsport nur geringe Sorgen um sein Fortbestehen und die Zukunft in einer neuen Dekade machen.

Auf der Meisterfeier auf der Sinzinger IFORS-Alm erhielt Roland Kittel dem Ritus des Weltverbandes nach heiß ersehntes „Rum und Erde“ und ist nun endgültig im Olymp der ersten zehn Jahre „IFORS-Ravernsport“ angekommen.

Am selben Abend wählten die Anwesenden Athleten Turnusgemäß auch noch einen neuen Präsidenten. Die absolut freudige Nachricht: Mit Sebastian Teufel wurde genau die richtige Person zum Präsidenten (First Lady Andreas Geim) gewählt um den Ravernsport in eine mit Sicherheit noch umwerfendere Dekade zu führen. Auf eine glorreiche Zukunft unseres Ravernsportes und die nächsten 10 Jahre!

FRISCH! FREI! RAVERN!

 

Der Ravernsport kommt nach Hause

Annuntio vobis gaudium magnum:
HABEMUS RAVERNALEM!

München (ifors), die Pressekonferenz auf der Münchner Praterinsel war seit Wochen mit Spannung erwartet worden. IFORS-Präsident Lukas Graf trat mitsamt seines Beraterstabes und den Presservertretern freudestrahlend an die Mikrofone und verkündete das was die meisten Journalisten ohnehin bereits ahnten:

„Gemäß des IFORS-Ravernale-Zyklus´, der es vorschreibt, dass nach fünf Ravernalen ein Jahr Pause erfolgt, kann ich Ihnen heute mitteilen, dass die IFORS in diesem Jahr vom 25. bis 27. August zur bereits 7. Ravernsport-Weltmeisterschaft einlädt.“

Viele Ravernisti haben diese Nachricht sehnsüchtig erwartet. Bedeutet dies doch, dass man als Athlet wieder die Chance hat sich bis auf die Knochen zu blamieren oder aber zum großen Helden des Sports avancieren kann. Vor zwei Jahren schafften Thomas „Captain“ Hook und das Team der Ravernsport-Ultras, die Schubkramento Kings den Sprung in die „Ravalla“.

„Zudem wird die Ravernale in diesem Jahr erneut in einem neuen Gastgeberland stattfinden. Es waren harte Diskussionen und die Bewerberländer mussten sich über vier verschiedene Phasen letztlich zur „Candidate City“ akkreditieren. Die Candidate Cities waren bis heute vormittag verpflichtet ihre Konzepte im Rahmen der IFORS-Klausurtagung hier in München vorzustellen. Nach der finalen Abstimmung der IFORS-Vertreter kann ich Ihnen heute mit großer Freude nach dem offiziellen Ritus der IFORS verkünden, dass die kommende Ravernsport-Weltmeisterschaft in der Bundesrepublik Deutschland stattfinden wird. Der Ravernsport kommt endlich nach Hause!“

Das deutsche WM-OK setzte sich mit ihrem „Konzept der kurzen Wege“ gegen die ebenfalls ausichtsreichen Bewerbungen aus Spanien (Dauerbewerber Santa Margalida, bereits fünffacher Gastgeber der WM), Tschechien und Österreich durch. Einen genaue Ablaufplan sowie den finalen Austragungsort wird die IFORS in den kommenden Wochen bekannt geben.

Vorgestellt wurde bereits das WM-Motto und das WM-Logo. Eine Hommage an den wohl größten Torgelkünstler aus Felsental und Freund von Barney Geröllheimer, Fred Feuerstein soll es sein und dabei die Ankunft des Ravernsportes im Land des größten nationalen Verbandes verdeutlichen. Unter dem Claim „WELCOME TO BEDROCK – Steinstark Heimstark!“ werden die weltbesten Ravernsportler wohl zur größten Ravernale aller Zeiten im August zusammenkommen. Und das zu Hause! Lukas Graf wird daher wohl bereits heute als der IFORS-Präsident in die Geschichte des Ravernsports eingehen, der die Weltmeisterschaft nach Deutschland brachte.

Die offizielle Nachricht aus dem Ravernsport-Chat im Wortlaut:
Liebe Ravernisti,
Wir haben einen Gewinner!
Die diesjährige WM wird am Wochenende des 25. bis 27. August stattfinden.
Legt euch daher unbeliebte Termine mit ausgemachten Idioten auf dieses Wochenende.
Sie werden es euch nicht verzeihen, wenn ihr wegen der Ravernale absagt.

Daher:
Frisch! Frei! Ravern!

DAS OFFIZIELLE LOGO 

DAS OFFIZIELLE PLAKAT

BISHERIGE RAVERNALEN:

2009 – Un nuevo deporte en las islas baleares (nachträglich vergebenes Motto)
Weltmeister: Axel Wiegard (Real Ravernal)

2011 – Der Sturz des Ikarus (nachträglich vergebenes Motto)
Weltmeister: Andres Hubero (Atletic Blingbao)
Team-Weltmeister: RC Miguelin Manschgerl

2012 – Im August werden Helden geboren!
Weltmeister: Roland „El Rancho“ Kittel (Young Boys Ravern)
Team-Weltmeister: RC Miguelin Manschgerl

2013 – Die Rückkehr der Steinheiligen
Weltmeister: Andres Hubero (Deportivo Hubi Hu)
Team-Weltmeister: Schmeiss Ei High Towers

2014 – The Gentlemen´s´Agreement
Weltmeister: Tobias Engel (Deportivo Hubi Hu)
Team-Weltmeister: Deportivo Hubi Hu

2015 – Torgelglühen
Weltmeister: Thomas Hook (Schmeiss Ei High Towers)
Team-Weltmeister: Schubkramento Kings

2017 – Welcome to Bedrock – Eine steinstarke WM!

 

 

 

 

 

 

 

Die Ravengerisierung des Ravernsports

Was soll man zu diesem Ravernsport Wochenende sagen? Eine Aufarbeitung fällt nicht leicht. Nicht weil die Ereignisse so bahnbrechend gewesen wären, und die Hintergründe so komplex. Eher im Gegenteil, an Trivialität war dieses Spektakel nicht zu überbieten.

Aber zunächst zum einfachen und sehr erfreulichen Teil. Die neue Saison ist wunderbar gestartet mit einem tollen Turnier im Wunderschönen Kleinprüfening. Herzlichen Dank an die Organisatoren aus Sinzing.  Viele, viele Ravernisti sind gekommen und haben alles gegeben. Beim Turniersieger Roli waren das 19 Punkte (in Worten: neunzehhhhhn). (Das sind drei Punkte mehr, als Deutschland Bundesländer hat!) Danach kamen der erwartend starke Hook und der weniger erwartend starke Geim. Für eine Ausnahmeleistung sorgte aber Christiane, die sich mit 9 Punkten und mit Doppelherz in die Spitzengruppe torgelte. (Das sind zwei Treffer mehr, als die deutsche Nationalmannschaft im Halbfinale gegen Brasilien erzielte.) Sie macht sich damit zu einer der Aufstiegskandidaten. Grandios.

Weniger Grandios war das GAPTogether am Vorabend. Um nicht falsch verstanden zu werden, es war schön, unterhaltsam und ein lustiger Abend, aber gleichzeitig präsentierte sich der Ravernsport von seiner peinlichsten und unkreativsten Seite. Was war passiert?

Ausgangspunkt waren wundervolle Transferverhandlungen von DanU mit den SEHT. Das Objekt der Begierde Thomas Hook (Weltmeister). Nach den wundervollsten, kurzweiligsten und nervlich total entspannenden vier (in Worten: VIER) Monaten Verhandlungsphase, war es nahezu im Vorbeigehen und völlig einvernehmlich geschafft. Thomas Hook wechselt zu DanU. Im Gepäck ein neuer Name. „Die Munich Marble Ravengers“. Die Transfersumme: Eine Meisterfeier, Eine Team-Hymne, und die Mediale Begleitung der Feier, als Erinnerung für das erfolgreichste und geschichtsträchtigste Team aller Zeiten (SEHT). Die Übergabe der Transfersumme sollte am GAPTogether erfolgen. Dies fand freundlicherweise bei Geimi statt, der uns von Anfang an mit Blicken und Worten für völlig verrückt erklärte.

(Anmerkung am Rande: Die Schubkramento Kings scheinen den Braten früh gerochen zu haben.)

Hier kam es wohl zu einem der peinlichsten Auftritte in der Ravernsportgeschichte. Die Idioten von Danubia United ließen sich dazu hinreißen, die eigens komponierte Hymne singend vorzutragen. Es handelt sich schließlich um die erfolgreichste und geschichtsträchtigste Mannschaft. Sie sangen mit Überzeugung und aus voller Kehle. Ich werde die Gesichter der zuhörer beim Beginn der dritten Strophe nie vergessen… Was DanU zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, das erfolgreichste und geschichtsträchtigste Team, welches gerade besungen wurde, mit Worten, welche die 12 Taten des Herkules erblassen ließen, wird es bald nicht mehr geben.

(Anmerkung am Rande: Die Schubkramento Kings stopfen sich gegenseitig angekaute Gummibärchen in die Ohren)

Im Anschluss passiert es. Die erfolgreichste und geschichtsträchtigste Mannschaft aller Zeiten löst sich auf. Es entsteht dadurch die erste Vereinshymne ohne Verein. Aber das ist nicht das einzige. Ein neues Team setzt sich zusammen und heißt, wie kann es anders sein, The Raverngers. Wir erkennen demnach eine, auf enorm hohen Niveau gezeigte Kreativität, oder das gleiche, was passiert, wenn ich zwei Kinder frage was sie gerne essen würden und sie antworten mir beide: „Eis“.

( Anmerkung am Rande: Die Schubkramento Kings schlagen ihre Köpfe mittlerweile so fest gegen die Wände, dass Einsturzgefahr droht)

Von dieser lächerlichen Team-Wechsel und Team- Bildungs-Charade bleiben übrig: Roland Kittel (Weltmeister), Tobias Engel (Weltmeister), Andreas Huber (Doppelweltmeister). Ich weiß schlicht und ergreifend nicht, wie ich diese Dummheit der beiden Rave(r)ngers in Worte fassen soll. Da hat sich jemand wirklich die Rosinen raus gepickt. Ein Geniestreich!

(Anmerkung am Rande: Detti und Geimi versuchen Axel davon abzuhalten sich vom Balkon zu stürzen.)

Aber wie es eben beim Ravernsport so üblich ist, kommt die Exzellenz aus dem Zufall. Und es entsteht das Rat-Pack (drei Spieler, vier Weltmeister). Ich bitte den Ravernsport-Gott, dass er dieses Zufalls-Team mit allen nur erdenklichen Titeln schmücken werde, dass sie gelegentlich von dem ebenfalls neuen Team der „One Wheel Raverneers“ –  und ebenfalls ein Überbleibsel dieser Verhandlungsposse –  herausgefordert werden und ich bitte den Ravern-Gott, dass die Verletzungen, die sich die Kings während dieser Ereignisse zugefügt haben, rasch verheilen werden.

(Anmerkung am Rande: Die Schubkramento Kings legen ihre letzte Beichte ab.)

Der Ravernsport hat jetzt jedenfalls vier neue Teams und ich freue mich, dass ich heute schon mal dem Rat-Pack zum ersten Turnier-Sieg gratulieren darf.

FRISCH! FREI! RAVERN!

P.S.:

Was lernen wir daraus? Wenn uns ein Team zu stark wird, schreiben wir ihm einfach eine Hymne.

Endger

Ergebnisse

MannschaftTeilnahmeRundenKurz 1Mittel 1Lang 1Bonus 1Kurz 2Mittel 2Lang 2Bonus 2Total
Chemical Sisters02000200002
Leissle All Stars02020010003
Munich Marble Ravengers02303110008
One Wheel Raverneers02103010005
Rat Pack02200012005
Schmeiss Girls02003000003
Schubkramento Kings02320020007
The Raverngers02100020003

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Andreas Bromberger2601002000011100000000
Andreas Geim21711102003001100220300
Andreas Nutz2401000000000110000001
Andres Hubero2501100000000012000000
Axel Wiegard2310002000000000000000
Birgit Graf2300000000020010000000
Christiane Kittel2710000003010000200000
Corinna Harrer2100000000000100000000
Daniel Stürzl2401000000000100020000
Daniela Listl2300000200001000000000
Franziskus Rupp2510000000000000220000
Johanna Stöger2100000000001000000000
Johannes Zettel21111100003011000003000
Jörn Pfeifer2300000000300000000000
Katharina Engel2200000000000100000001
Leo Jakob2700100030001000020000
Lukas Graf2300000000000010200000
Nadia Jakob2200100000000010000000
Petra Hubero2000000000000000000000
Roland Kittel2700100200020002000000
Sebastian Leissle2400020000001010000000
Sebastian Teufel2810020000001100000030
Stefan Zenisek2601000000000110000300
Thomas Hook2700100000301110000000
Tobias Engel2501100000000100020000
Verena Zettel2000000000000000000000
Gesamt521246884643967910848103632