von Matthias Dettenhofer
Regensburg-Sinzing (IFORS) Nach dem letzten Wettkampf ist bekanntlich vor dem Nächsten. Wenige Stunden nachdem das PRO.Tour-Turnier auf dem Adlersberg beendet war, nutzen die anwesenden Ravernisti die Gunst der Stunde und fanden sich zu Neuwahlen des Präsidiums sowie zu Umstrukturierungen in der Organisationstruktur im Kittelschen Stüberl ein. Stefan Zenisek und Johannes Zettel wurden als Nachfolger von Sebastian Teufel und seiner First Lady Andreas Geim in die Schaltzentrale der IFORS gewählt. Zudem wurde eine Änderung in der „Nachschmeiß-Regel“ beschlossen.
Die Coronavirus-Pandemie machte in den vergangenen knapp drei Jahren auch nicht vor dem Ravernsport Halt. So ist es wenig verwunderlich, dass die Präsidentschaft von Sebastian Teufel und seinem „La Bouche“, Andreas Geim, geprägt war von Unwägbarkeiten, Turnierausfällen und Verschiebungen. „Die vergangenen Monate waren für alle Ravernisti eine anspruchsvolle und nervenzehrende Zeit. Wir haben alle danach gelechzt endlich wieder miteinander im Ravernodrom stehen zu dürfen und die Torgel fliegen zu sehen“, blickt Sebastian Teufel zurück. „Es war für mich eine Freude diesem großartigen Verband vorzustehen und aus diesem Grund wünsche ich meinen beiden Nachfolgern ein glückliches Händchen bei der Neustrukturierung des Verbands und bei den anstehenden Turnierorganisationen.“
Bereits vor der Abwahl von Teufel und Geim hatten sich mit Stefan Zenisek und Johannes Zettel zwei alte Bekannte positioniert, um die IFORS aus den stürmischen Pandemiezeiten wieder in ruhiges Fahrwasser zu geleiten. So war es nicht verwunderlich, dass beide nun in ihre zweite Amtszeit als Präsidenten gewählt wurden. „Wir freuen uns, dass uns das Vertrauen der Ravernisti entgegengebracht wurde. Uns ist es ein persönliches Anliegen, dass wir den Dornröschenschlaf der Pandemie beenden und wieder Torgel statt Worte sprechen zu lassen“, skizzieren die beiden Neu-Präsidenten ihre Motivation. Würde man eine Überschrift für die Regierungsperiode von Zenisek und Zettel suchen, so kann diese eigentlich nur „Bring Ravernsport back to the Top“ lauten. Dazu bedarf es wieder regelmäßiger Turniere und regelmäßiger Treffen der Ravernisti, um auch die Stimmung unter den Sportlern aufzusaugen und etwaige Missstände im Vorfeld zu ersticken. Neben dem sportlichen Geschehen im Ravernodrom wollen die beiden Präsidenten jedoch auch den Blick für den Nachwuchs nicht verlieren, denn, wie bei so vielen anderen Sportvereinen auch, drückt auch die IFORS hier ein wenig der Schuh.
Regeländerung zugunsten der Fairness und Stärkung des Gemeinschaftssinns
Im Zuge der Neuwahlen wurde auch das Regelwerk nochmals genau unter die Lupe genommen und im Großen und Ganzen auch so bestätigt. Eine grundlegende Änderung wurde durch das anwesende Gremium inklusive Präsidium dennoch durchgesetzt. Ab sofort ist es den Ravernisti nur noch möglich den ersten Wertungsdurchgang nachzuwerfen, wenn der Sportler vor Ende des ersten Durchgangs im Ravernodrom eintrifft. Sollte ein Sportler erst zu Beginn des zweiten Wertungsdurchgangs antreten können, so wird ausschließlich der zweite Durchgang in die Wertung. Ein vorschmeißen ist somit ebenfalls nicht mehr möglich, da hier die Gefahr besteht, dass der Werfende sich durch viele hintereinander folgende Würfe eintorgelt und sich somit einen Vorteil gegenüber seinen Kontrahenten ertorgelt. „Der Ravernsport lebt von unserer Gemeinschaft. Diese Regeländerung ist also eine Stärkung dieser Gemeinschaft und soll zum anderen die nFairness noch weiter in den Mittelpunkt stellen“, sind sich Zenisek und Zettel einig.
Neue Ministerien als Zuarbeiter für das Präsidium
Unterstützung finden die beiden Neu-Präsidenten dabei in den IFORS-Ministerien. So wird das Familienministerium unter neuer Leitung von Christiane Kittel und Kathi Engel beim Finden eines familienfreundlichen Ravernodroms helfen. Das neu geschaffene Ministerium für Forschung, Entwicklung, Zukunft, Heimat und Raumfahrt übernehmen Sebastian Teufel, Andreas Bromberger und Johannes Zettel. Die Marketing- und Merchandise-Geschicke bleiben weiterhin bei Johannes Zettel verankert. Für die Pressearbeit zeichnet zukünftig Matthias Dettenhofer verantwortlich. In ihren Ämtern bestätigt wurden Schatzmeister Axel Wiegart sowie Ravernaminister Lukas Graf. „Mit dieser straken Führungsstruktur blicken wir zuversichtlich in die Zukunft. Bleibt nur noch zu sagen: FRISCH! FREI! RAVERN! Wir freuen uns auf spannende Turniere und einen ehrlichen Wettstreit an der Ravern!“, schließen Zenisek und Zettel.