München (ifors), er ist das Nordlicht bei der Ravernale. Der Mann, der Wikinger, Kobolde und Elfen aus den nordischen Sagas aus geographischen Gründen wohl noch selbst erlebt haben dürfte. Sein Debut im Ravernsport gab er erst kürzlich auf der Copa Danubia im Juni 2013. Dabei hinterliess der fast 32-jährige aus Oldenburg einen durchaus bleibenden Eindruck und lässt die Ravernsportwelt aufhorchen. Wozu er zu leisten im Stande sein wird rätseln derweil alle Ravernsportexperten und trauen „Schimmo“ einiges zu. Kurz bevor sich die Ravernsportelite in Santa Margalida zur Ravernale versammelt gibt also Schimmo sein Interview. Und damit schliesst Ravernale.com die Interview-Vorberichterstattung ab und freut sich schon jetzt auf das Treffen der Ravernalisten.
Ravernale.com: Wie sind Sie mit dem Abschneiden in der vergangenen PRO.Tour-Saison zufrieden?
Jörn Schimmel: Dieses Jahr habe ich debutiert und erst mein erstes und einziges Tournier bei der Copa Danubia gespielt. Um mal Wettkampfluft zu schnuppern als Vorbereitung für die Ravernale in Santa Margalida war das die perfekte Gelegenheit. Dabei bin ich als absoluter Neuling glaube ich gleich gut gestartet mit drei Treffern aus der Kurzdistanz, dann aber das Gefühl für das Wurfgerät verloren und über Mittel und Lang nicht mehr getroffen. Doch das soll sich ändern!
Ravernale.com: Wird Roland „El Rancho“ Kittel von den Young Boys Ravern seinen Titel verteidigen können? Wer wird Einzel-Weltmeister? Gibt es einen ausgemachten Favoriten?
Jörn Schimmel: Als Teamgefährte von El Rancho wünsche ich ihm ein sicheres Händchen und wieder den Tourniersieg! Wobei für mich Tobi Engel mit seiner stoischen Ruhe und dem Sieg bei der Copa Danubia der Favorit ist. Außerdem verfolgt mich ein traumatisches Erlebnis mit Tobi: Die Halbfinal-Niederlage beim Beer-Pong Turnier auf der Sylvesterhütte 2012/2013. Außerdem ist der Teufel zu allem fähig. Lukas Graf und Tom Hook zählen auch zum Favoritenkreis.
Ravernale.com: Kann der RCMM seinen dritten Teamweltmeister-Titel holen, oder bestätigt sich der Trend aus der TEAM.Tour? Wer wird Team-Weltmeister? Gibt es einen ausgemachten Favoriten?
Jörn Schimmel: Der RCMM wird auf gar keinen Fall Weltmeister, das steht fest. Ich hoffe mein Team, die Young Boys Ravern können den zweiten Platz bei der Pro Tour noch verbessern und sich auf Platz eins der Teamwertung setzen. Wir werden alles geben!
Ravernale.com: Wie bereiten Sie sich auf die Weltmeisterschaft vor? Wann reisen Sie genau an?
Jörn Schimmel: Das spontane Isar-Trainings-Turnier mit meinem ersten Treffer über die Mitteldistanz unter Wettkampfbedingungen war das optimale Trainingslager. Anreise am Montag früh. Ein Waschechter Münchner Isar-Torgel wird mich auf meiner Reise begleiten.
Ravernale.com: Haben Sie sich persönlich ein Ziel für die kommende Ravernale 2013 gesetzt, wenn ja welches?
Jörn Schimmel: Mein Ziel ist es im ersten Drittel der Tabelle abzuschneiden, vor allem zählt für mich bei meiner ersten Ravernale aber an die guten Leistungen über die Kurzdistanz anzuschließen und meine positive Tendenz über die Mitteldistanz weiter zu verbessern und über die Langdistanz meine ersten Treffer zu landen. Obwohl bei der Ravernale ja die Distanzen größer sind als bei der Pro Tour, daher wirds natürlich schwer.
Ravernale.com: Was macht in Ihren Augen den Reiz des Ravernsports und insbesondere der Ravernale in Santa Margalida aus?
Jörn Schimmel: Die Einheit mit dem Torgel, die stille vor dem Abwurf und das scheppern der Ravern beim Einschlag! Für meine erste Ravernale erwarte ich echtes Wettkampffieber im Ravernodom, nach den Erzählungen ist die Atmosphäre in Santa Margalida einzigartig. Ich freu mich drauf!