Vier Platten für ein Halleluia

Kelheim (ifors), auch dieses Jahr gastierten die Ravernisti wieder traditionell beim Fischerfest in Kelheim. Vier Teams traten im neuen Spielmodus bei Kaiserwetter gegeneinander an. Die Vorjahressieger vom Stadtrat gingen mit beiter Brust an den Start, was am brandneuen Teamnamen „Wetmeisterbesieger“ deutlich zu erkennen war. Mit den „Pussy Rocks“ ging zum ersten Mal auch eine reine Damenmannschaft,bestehend aus den Festzeltbedienungen, an den Start. Auch die angereisten Ravernisti schickten dieses Mal wieder drei Torgler an den Start. Komplettiert wurde die Turnieraufstellung durch den neu gegründeten TWV (Torgelwurfverein) Holedau, rund um den letztjährigen Ultratorgelverwandler Olli.

von Stefan Zenisek

Erstes Abtasten

In der Vorunde trat pro Team von jeder Distanz ein Schütze an. Die daraus resultierenden Platzierungen nach Kurz, Mittel, Lang und Bonuswurf trafen darauf in einem direkten Duell aufeinander . So traten im ersten Duell die „Pussy Rocks“ gegen die „Ravern Allstars“ an.

Nachdem im ersten Durchgang nur die beiden Spieler Teufel (2 Kurztreffer) und das Überraschungstalent Erika (1 Mitteltreffer) verwandelten, schlug im zweiten Durchgang die Stunde der „Profis“. Nachdem Teufel in unnachahmlicher Manier zwei Kurztreffer versenkte, legte Zenisek in einem lichten Moment gleich drei Treffer von der Mitteldistanz nach und Kittel brachte mit einem Langtorgler die Vorentscheidung. Den Bonuswurf der Ravern Allstars setzte Zenisek, in seinem kurzen Höhenflug, von der Ultradistanz leider nur an den Griff. Böse Zungen behaupten, dass man für einen Ultratreffer in Kelheim mindestens zehn Mass Bier stemmen können muss.

Die Luft ging zunehmend raus…

Im zweiten Vorrundenduell ging der TWV Holedau gegen die Weltmeisterbesieger an den Start. Nach einem ungewohnt schwachen ersten Durchgang legten beide Teams dann eine Schippe drauf und ertorgelten sich einige Treffer mit dem besseren Ausgang für den TWV Holedau. Bei beiden Teams gab es bereits in dieser frühen Phase des Turniers den ersten platten Reifen (TWV Holedau: Olli; Weltmeisterbesieger: Andi).

Aus den beiden Vorrundenduellen wurde nun ein kleines und ein großes Finale gebildet. Im kleinen Finale torgelten die „Pussy Rocks“ gegen den „TWV Holedau“ um die Vorherrschaft im Bierzelt. Gespielt wurde nur noch ein entscheidender Durchgang. Nachdem beide Teams mit zwei Treffern von der Kurzdistanz gestartet waren, setzte sich Olli mit einem Doppeltorgler von der Mitteldistanz entscheidend ab und konnte diesen Vorsprung bis zum Schluss beibehalten. In dieser Phase des Wettkampfs ging es heiß her und Olli fing sich den zweiten platten Reifen ein. Aufgrund weiterer mehr oder weniger schwerwiegenden Regelverletzungen wurde es für Olli ein Tanz auf dem brennenden Reifenstapel. Denn es wurden vom durchaus in Antraglsaune geratenen Kollegen Geim (Coach des Stadtrates) noch zwei weitere Platten beantragt. Doch das Glück war mit dem Masskrugweltmeister und die beiden Anträge wurden jeweils deutlich mit 8:8 Stimmen 🙂 abgeschmettert.

Kelheimer Fischerfest 2017 – Bilderstrecke

 

Teufel liefert von der Kurzdistanz

Im Finale eröffnete sich nun für das IFORS-Team die Möglichkeit sich für die Niederlage des letztjährigen Turniers zu revanchieren. Nachdem Teufel gleich fulminant mit drei Kurztreffern startete, legten die Stadträte mit zwei Treffern nach und hielten sich in der Partie. Zenisek hatte zu diesem Zeitpunkt sein Pulver bereits verschossen und (ich nehme es mal vorweg) konnte im Finale keinen Treffer von Mittel nachweisen. Nachdem auch Kittel und die Weltmeisterbesieger von Mittel und Lang scheiterten, ging es mit dem Stand von 3:2 in den zweiten, alles entscheidenden, Durchgang. Teufel eröffnete erneut mit drei soueveränen Treffern von kurz. Nachdem die Politiker jeweils einen von Mittel und Lang nachlegten konterte Kittel ebenfalls mit einem Langtreffer. Nun spielten die Ravernisti ihre ganze Erfahrung aus und zwangen die Weltmeisterbesieger mit einem Kurztreffer vom bärenstarken Sebastian Teufel (7 von 7 –> 100% Trefferquote im Finale; insgesamt 82%) auf die Mittel- bzw. Langdistanz. Doch der Raverngott war dieses Jahr auf IFORS Seite und so kam es, dass es beim Endstand von 10:8 für die IFORSianer blieb. Ganz nebenbei handeltesich der, sonst eher trocken verwandelnde, Altmeister Kittel im Finale durch einige Unkonzentriertheiten gleich zwei platte Reifen ein. Laut Erinnerungen des Autors wurden beide Anträge von einem gewissen Andreas G. gestellt, was wiedereinmal zeigt, dass die Sinzinger im Ravernsport weder Freund noch Feind kennen…

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es wieder mal eine Ehre war in Kelheim zu torgeln. Das überragende Wetter wird für nächstes Jahr wieder gebucht und wir freuen uns auf eine weitere „Niederbayern-Challenge“. Besonders hervorzuheben ist natürlich die Neugründung eines offiziellen Ravernteams (Servus Olli) und das torglerische Geschick der Raverndamen, die sich in ihrem ersten Turnier wacker schlugen. Unser Dank gilt natürlich auch den Organisatoren des Fischerfestes, die uns jedes Jahr wieder hervorragend versorgen. In diesem Sinne, bis zum nächsten Jahr mit einem ganz sakrischen „FRISCH, FREI, RAVERN“.

Wichtigste Vorkommnisse:

– Olli bekommt fast 2 mal den dritten Platten Reifen (Abstimmung zweimal 8 – 8)

– Zenisek trifft 3 mal von der Mitteldistanz

– Kittel kurz vorm 3. Platten REifen im Finale

– Stadtrat Geim sehr PLatter Reifen Antrag-freudig

– Teufel im Finale 100% trefferquote von der kurz und verwandelt alle 7 Versuche

– insgesamt 14 von 17 getroffen –> 82%

– Erika sehr stark