DER BIBERBAU IN SINZING
Es war zu einer schwierigen Zeit im Ravernsport. Genauer gesagt war es das Turnier nach dem skandalösen Turnier in Donaustauf. Der Kater nach dem Auftakt an der Walhalla war so groß, dass der Ravernsport drohte zum erliegen zu kommen. Aber selbst diese Krise von 2016 überlebt der Ravernsport und es kam zum zweiten Turnier in dieser Saison. Allerdings erst 8 Monate (!!!) später. Eine so große Ravernsportlose Zeit gab es seit der ersten Copa Danubia im Jahr 2012 nicht mehr und bis heute bleibt diese Zeit auch nach wie vor die längste Zeit ohne den geliebten Sport. Das Ravernodrom am „Biberbau“ liegt direkt an der Donau. Ein kleiner Spazierweg liegt daneben. Örtlich nicht weit entfernt vom allerersten PRO.Tour-Ravernodrom an der Donaustraße. Nur eben noch weiter draussen. Ohne den „lästigen“ Passantenverkehr. Ähnlich wie dem in den Vorwochen beschriebenen Ravernodrom an der Pappelwiese kann der Ort nur über die Koordinaten angegeben werden. Und dennoch: Das Ravernodrom hätte ein perfektes Ravernsport-Turnier durchführen können. Trotzdem kam alles anders.
Schnelle Fakten:
| Ort | N 48° 59,41´; O 12° 2,69´ – 93161 Sinzing | IFORS-Kategorie |
| Boden/-beschaffenheit | Wiese inmitten der Felder vor Sinzing. Am Donauufer. |
D |
| Größe | mind. 3000 m² – grenzen sind nicht hart | |
| Besonderheiten | weitläufig, keine vorhandene Infrastruktur | |
| Punkte / Runde | 2,71 (Stand Oktober 2019) | |
| Turniere | Biberdamm Trophy 2016 | |
| Sieger | 2016 – Sebastian Teufel (6 P.; K3 – M0 – L3 – B0) |
Das Ravernodrom besticht durch seine freien Entfaltungsmöglichkeiten und der potentiellen Möglichkeit bei großer Hitze auch die Abkühlung im kühlen Nass der Donau zu suchen. Der Boden wird ebenso wie die Häufigkeit von Ground-Hits als durchschnittlich beschrieben. Der Ausblick ins Donautal: Schön aber auch nicht extrem außergewöhnlich. Das Turnier am 24.07.2016 verkam relativ schnell zu einem denkwürdigen, aber leider nicht erinnerungswürdigen Turnier. Denn: Es war das bisher einzige Turnier welches aus verschiedensten Gründen abgebrochen werden musste. Nicht, weil die Ravernisti sich in die Haare bekommen hätten. Nein. Dieser Tag stand einfach unter einem schlechten Stern für den Ravernsport. Es folgt eine Stichpunktartige Aufzählung der Ereignisse, die zum Abbruch des Turnieres nach 1 Durchgang führten:
- Verletzung des ohnehin angeschlagenen Roland Kittel (Sehnenriss; spielte allerdings die Runde nach kurzem Krankenhausaufenthalt fertig.)
- Starkregen unterbrach das Turnier für mehr als 1 Stunde.
- Allergische Reaktion durch einen Wespenstich bei Franziskus Rupp.
An sich hätte dieses Turnier den Ravernsport erneut befeuern sollen. In abgeschwächter Form tat es das auch. Allerdings war dies nicht das erhoffte Durchstarten des Ravernsportes und der Turniersieg Sebastian Teufels ging dadurch fast ein wenig unter.
Nicht zuletzt deshalb ist der Biberdamm in Sinzing nicht als einzigartiges Ravernodrom in Erinnerung geblieben. Die neu geschaffene IVC der IFORS untersuchte im Zuge der Bewertung der Ravernodrome natürlich auch dieses Ravernodrom. Unvoreingenommen und ohne die unglücklichen Ereignisse dabei im Kopf zu haben. Durch die fehlende Gastronomie und die beschwerliche Bereitstellung von Sportgerät und das errichten einer Nachwuchszone kann diese Sportstätte leider nicht besser als das Ravernodrom an der Pappelwiese bewertet werden und erhält somit das IVC-Sigel der Kategorie D.
Der Biberbau in Sinzing. Ein Ravernodrom der Kategorie D.
Erläuterung der Kategorien:
Elite-Ravernodrom: Sämtliche Anforderungen der IFORS sind übererfüllt.
Kategorie A: Alle Anforderungen der IFORS sind zu 100% erfüllt
Kategorie B: Anforderungen der IFORS sind mit Abstrichen erfüllt.
Kategorie C: Anforderungen der IFORS sind nicht erfüllt. Ravernodrom ist jedoch auf Grund topographischer und geographischer Beschaffenheit als solches von der IFORS anerkannt.
Kategorie D: Anforderungen entsprechen nicht mehr den heutigen IFORS-Statuten.