Turniere der Fürst Class.

DIE FÜRST-ALBERT-ALLEE

Ein langer Korridor unterhalb einer Allee von hoch gewachsenen Bäumen. Links und rechts davon: Felder. Das Ravernodrom in der Fürst-Albert-Allee wurde in den vergangenen Jahren nicht mehr in den Tour-Kalender aufgenommen. Vollkommen zu unrecht wie die IVC der IFORS empfindet. Liegt es doch zum einen wunderbar nahe an der Stadt und in der Nähe des Prüfeninger Bahnhofs und bietet mit dem leicht abschüssigen Ravernodrom beste Vorbereitung auf ein Turnier in Santa Margalida.

Schnelle Fakten:

Ort Fürst-Albert-Allee, 93049 Regensburg IFORS-Kategorie
Boden/-beschaffenheit Feldweg unter einer wunderbar gelegenen Allee.

A/C

Größe ca. 2200 m² – eingebettet in die Allee.
Besonderheiten leicht abschüssig. wirkt wie ein Raum. Stark vorgegebener Wurfkorridor.
Punkte / Runde 1,78 (Stand Oktober 2019)
Turniere II. Copa Danubia 2013
III. Copa Danubia 2014
Sieger 2013 – Tobias Engel 
2014 – Andres Hubero

Das Ravernodrom wirkt unendlich lang, wenn man es erst einmal betreten hat. Der Wurfkorridor ist klar vorgegeben. Links und rechts schränken die dickstämmigen Bäume die Wurfbahn deutlich ein, so dass hier die Wurfrichtung zumindest unbewusst positiv beeinflusst werden kann. Die große Krux an diesem Austragungsort: Der Überhang der Bäume. Ja er wirkt schützend vor Regen, weshalb auch kleinere Regenschauer den Ravernisten nichts ausmachen. Das große Problem, welches in der Sportlerschaft in der Fürst-Albert-Allee diskutiert wird: Die Ultra-Distanz würde durch Vegetation unmöglich gemacht. Die Argumentation klingt schlüssig. Die IVC stellt sich allerdings in ihrem neuesten Bericht gegen die von den Sportlern monierten örtlichen Gegebenheiten und weist die Vorwürfe, zumindest partiell scharf zurück. Zum einen könnte die Impact-Zone in dem über 130 Meter langen Ravernodrom frei gewählt und somit der Vegetation angepasst werden. Zum anderen sieht die Kommission in der Varianz der topographischen Unterschiede einzelnen Sportstätten den Reiz des Ravernsportes. Der Sportler muss das Gelände vor Ort lesen und verstehen. Das macht die Fürst-Albert-Allee neben der klar vorgegebenen Wurflinie auch zu einem anspruchsvollen Ravernodrom.

Die Turniere 2013 und 2014 gingen beide in die Geschichte des Ravernsportes ein. Denn beide Male waren Sie das Abschlussturnier der jeweiligen Saison. 2013 gewann hier mit Tobias Engel ein Prüfeninger Lokalmatador und gleichzeitig wurde Thomas Hook kurioser Weise zum Toursieger gekürt, ohne jemals überhaupt ein Ravernsportturnier gewonnen zu haben. Das Jahr 2014 stand an der Fürst-Albert Allee ganz im Zeichen der Team.Tour. Alles machte sich auf einen spannenden Zweikampf zwischen den Schmeiss Ei High Towers und Danubia United gefasst. Der Vorsprung der beiden Teams war scheinbar zu gewaltig, dass noch andere Teams ernsthaft um den Titel spielen könnten. Es kam, wie so oft im Ravernsport, wieder vollkommen anders. Die Schmeiss Ei High Towers, vor dem Turnier in der komfortablen Situation des Tabellenführers, landeten am Ende der Saison gar nur mehr auf Rang 4. Der ärgste Verfolger und über lange Zeit in dieser Saison Tabellenführer Danubia United verspielte seinen zweiten Platz ebenso und landete auf Rang 3. Die beiden Teams Deportivo Hubi Hu und die Schubkramento Kings kämpften sich heimlich still und leise im ersten Durchgang heran und stießen die vermeintlichen Platzhirsche Mitte des zweiten Durchgangs vom Thron. Es kam zu einem der legendärsten Stechen um die Meisterschaft in der Historie des Ravernsportes. Am Ende holte sich Hubi Hu neben der Team.Tour ein paar Wochen später auch noch den Weltmeistertitel.

Das Ravernodrom in der Fürst-Albert-Allee wird kontrovers diskutiert, weshalb eine Bewertung nahezu unmöglich objektiv sein kann. Die IVC versuchte die vorliegende Wettkampfstätte daher nach diversen Kriterien zu bewerten und kam zu folgendem Ergebnis: „Das Ravernodrom in der Fürst-Albert-Allee erfüllt die Anforderungen der IFORS-Venue-Commission nicht zu 100%, da es über keine vorhandene Nachwuchszone verfügt. Durch die voraussichtliche Schließung des Schlossbiergartens wird dem Ravernodrom auch noch die Gastronomische Eignung für die Austragung eines PRO.Tour-Turnieres genommen. Lage, Ort und Beschaffenheit des Ravernodroms jedoch sind, auch auf Grund der vegetativen Hindernisse als äußerst positiv und interessant zu bewerten, weshalb sich die IVC hier wohl gegen die Meinungen im Sportlerumfeld stellt und das Raverndrom mit einer Sonderkategorie auszeichnet. Das Ravernodrom ist nach den Kriterien der IVC als Sportstätte der Kategorie A/C zu bewerten. Ein Turnier mit aneinanderhängenden Durchgängen könnte hier auch ohne Gastronomie und IFORS-seitig herzustellender Nachwuchszone ohne weiteres stattfinden. Die IVC rät der IFORS, das Ravernodrom auch in den kommenden Jahren als potentiellen Tour-Standort zu berücksichtigen.“

Die Fürst-Albert-Allee. Ein Ravernodrom der Kategorie A/C.

Ravernodrom

Regensburg Fürst Albert Allee
Fürst-Albert-Allee, 93051 Regensburg, Deutschland

Erläuterung der Kategorien:

Elite-Ravernodrom: Sämtliche Anforderungen der IFORS sind übererfüllt.
Kategorie A: Alle Anforderungen der IFORS sind zu 100% erfüllt
Kategorie B: Anforderungen der IFORS sind mit Abstrichen erfüllt.
Kategorie C: Anforderungen der IFORS sind nicht erfüllt. Ravernodrom ist jedoch auf Grund topographischer und geographischer Beschaffenheit als solches von der IFORS anerkannt.
Kategorie D: Anforderungen entsprechen nicht mehr den heutigen IFORS-Statuten.