Das Wimbledon des Ravernsports

SPoRTPLATZ SINZING

Keine Frage. Der SC Sinzing ist nicht bekannt für seine Ravernsportabteilung. Dennoch wurde der Saisonabschluss der Saison 2017/2018 in den Randbereichen des Sinzinger Fußballplatzes ausgeführt. Der Ravernsport verdrängt durch den Volkssport Fußball an die Seitenlinie des Sportinteresses? Mitnichten. Das Ravernodrom versprüht den Charme eines typisch bayerischen Fußballplatzes auf welchem Sonntag für Sonntag die Einheimischen aus der Kirche kommend der lokalen Fußballmannschaft zujubeln und sich danach dem sonntäglichen Weißbier hingeben. Gepflegtes Grün und mit dem Markierungswagen präzise gezogenen Kreidelinien dominieren das Bild. Ungewöhnlich für den Ravernsport. Aber auch reizvoll.

Schnelle Fakten:

Ort Laaberstraße, 93161 Sinzing IFORS-Kategorie (*unter Vorbehalt)
Boden/-beschaffenheit Sportrasen, vollkommen eben.

ELITE

Größe ca. 650 m²
Besonderheiten Professionelles und „klinisch reines“ Sportravernodrom
Punkte / Runde 3,28 (Stand Oktober 2019)
Turniere Sinzing Finale 2017/2018
Sieger 2018 – Roland Kittel
(13 P.; K1 – M6 – L6 – B0)

Vorneweg: Das Ravernodrom ist nicht das charmanteste auf welchem in der bisherigen Ravernsportgeschichte getorgelt wurde. Es gehört mit Sicherheit zu den gepflegtesten. Der Ravern-Main-Court verfügt als wohl einziges Ravernodrom auf der Tour über perfekten Fußballrasen und dem entsprechend wirkt das alles sehr professionell. Bisweilen aber auch seelenlos, wenn man es mit den anderen offiziellen Tour-Ravernodromen vergleicht. Die Distanzen sind gut absteckbar und auch die Ravern hebt sich ohne Probleme in vollem Kontrast vom satten Grün des Sinzinger Rasens ab. Durch den hohen Kontrast der Landschaft zum Sportgerät ist es dem Ravernisten an sich sehr vereinfacht den Zielfokus auf die Ravern zu richten und die Entfernungen gut abschätzen zu können. Zudem brilliert das Wimbledon des Ravernsports mit einer absolut vegetationsfreien (vom Rasen abgesehen) Umgebung. Nichts stört also auf dem grünen Ravernodrom. Das kann man mögen und zuweilen auch zu guten Torgelresultaten nutzen. Dennoch fehlt am Ende einfach das besondere Etwas. Das Saisonfinale 2017/2018 war eines der Turniere bei denen kein Ravernist ohne Punkt geblieben war und im Schnitt ertorgelten sich die Sportler dort 6,55 Punkte. Am Ende gewann der Dominator Roland Kittel auch dieses Turnier und zementierte seine Vormachtstellung.

In der Bewertung der IVC kommt das Ravernodrom auf Grund seiner unbestrittenen Vorteile auch dem entsprechend gut weg. Da die Beurteilung der Ravernodrome rein sachlich und weniger durch Emotionen gesteuert ist erhält der Sinzinger Sportplatz folgende Bewertung: „Die hervorragend gepflegte Anlage und das Angebot der Nachwuchszone in direkter Nachbarschaft des Ravernodromes gepaart mit der nicht minder fernen Gastronomie lassen nur eine Bewertung des Sinzinger Sportplatzes zu. Das Ravernodrom erhält die Auszeichnung als Elite-Ravernodrom.“ Dass die IFORS nicht öfter auf dieses Ravernodrom als Tour-Stop zurückgreift, dürfte neben der „Genehmigungen“ auch am wahrgenommenen Charme der Wettkampfstätte liegen.

Der Sinzinger Sportplatz. Ein Ravernodrom der Elite-Kategorie.

Ravernodrom

Sportplatz Sinzing
Laberstraße 100, 93161 Sinzing, Deutschland

Erläuterung der Kategorien:

Elite-Ravernodrom: Sämtliche Anforderungen der IFORS sind übererfüllt.
Kategorie A: Alle Anforderungen der IFORS sind zu 100% erfüllt
Kategorie B: Anforderungen der IFORS sind mit Abstrichen erfüllt.
Kategorie C: Anforderungen der IFORS sind nicht erfüllt. Ravernodrom ist jedoch auf Grund topographischer und geographischer Beschaffenheit als solches von der IFORS anerkannt.
Kategorie D: Anforderungen entsprechen nicht mehr den heutigen IFORS-Statuten.