Der OLYMPIAPARK IN MÜnchen
Den Stadiontorgler hatten wir bereits am Anfang der Serie des „Ravern-Atlases“. Ja. In einem Stadion werfen zu dürfen ist das eine. Etwas anderes ist es aber mit Sicherheit, wenn man an einem sporthistorisch wertvollen Ort zu Torgelehren kommt. So geschehen am 15. August 2015. Das sogenannte Luther-Torgeln war das Abschlussturnier der PRO.Tour 2015. Das „Hochplateau“ rund um die Olympia-Alm bietet verschiedene Möglichkeiten das Ravernodrom zu platzieren. Wichtig ist hier vor allem der Ausblick. Es gibt Ecken, an denen ist man sehr geschützt und kann das Turnier sogar recht privat durchziehen. Die Möglichkeiten sind aber vielfältig. So erlaubt es dieses Hochplateau auch mit Blick ins Olympiastadion zu torgeln und den olympischen Geist aufzusaugen. Nicht nur auf der 33.000 m² großen Wiese neben der Olympia-Alm ist ein Ravernsport-Turnier möglich. Nein! Auch unten am Olympiasee befinden sich, ähnlich wie im Münchner Hirschgarten, Stockschützenbahnen, die allerdings mittendrin situiert sind und ggf. zu Konflikten mit den Passanten führen können.
Schnelle Fakten:
| Ort | Martin-Luther-King-Weg, 80809 München | IFORS-Kategorie |
| Boden/-beschaffenheit | Wiese / Stockbahnen / vielfältig |
A |
| Größe | die „Hochebene“ bei der Olympia Alm bietet über 30.000 m² Fläche | |
| Besonderheiten | Der Olympiapark bietet mehrere potentielle Ravernodrome. | |
| Punkte / Runde | 2,97 (Stand Oktober 2019) | |
| Turniere | III. Tour de Monaco 2015 | |
| Sieger | 2015 – Jörn Pfeifer (11 P.; K3 – M4 – L3 – B1) |
Das bemerkenswerteste an diesem Ravernodrom ist die Vielfalt der Möglichkeiten. Der Untergrund besteht zu 99% aus Gras umgeben von Bäumen. Ground-Hits sind hier in durchschnittlichem Maße möglich. Das wunderbare: Man könnte hier eine komplette Saison auf immer wieder anderen Ravernodromen austragen. Der Olympiapark als Sportstätte macht hier seinen Namen alle Ehre. Alle möglichen Plätze haben dabei vor allem eines gemeinsam: Sie sind einfach zu bespielen. Kein störender Bewuchs, keine schwierigen Abschüssigkeiten oder verworrene Wurflagen. Ähnlich wie das Stadion am Donauufer in Sinzig ist dieser Platz fast prädestiniert dafür mit dem Ravernsport zu beginnen und einen dankbaren Einstieg zu erhalten. Einzige Schwierigkeit: Durch die durchweg grüne Landschaft „verschwimmt“ der Zielfokus der Athleten mit dem hinter der Impact-Zone folgendem Gelände, so dass es unter Umständen etwas schwieriger sein könnte die Entfernung der Ravern korrekt einzuschätzen und das ziel anzuvisieren. Dies ist bei einem kontrastreicheren Ravernodrom mit Sicherheit etwas einfacher. Da man die Lage des Ravernodroms auf der riesigen Fläche aber immer neu wählen kann, ist vor dem Turnier darauf zu achten, die Impact-Zone nach dem gewünschten Schwierigkeitsgrad zu positionieren. Zum Turnier 2015: Thomas Hook war ein paar Wochen zuvor in Forstau zum ersten Weltmeister ausserhalb der Balearischen Inseln gekürt worden und holte sich an diesem Tag zusätzlich noch souverän die PRO.Tour. 10 Punkte trennten am Ende den Münchner Lokalmatadoren aus Untergiesing vom zweitplatzierten Sebastian Teufel. Den Turniersieg fuhr mit 11 Punkten aber ein anderer Münchner Torgelsportler ein: Jörn Pfeifer. Dies war sein erster Turniersieg, dem er später noch einen weiteren folgen lassen sollte.
Das Schöne am Olympiapark ist wie oben bereits beschrieben die Vielfalt der Ravernodrome, das sporthistorische Ambiente und die große Entfernung zum großen Verkehr. Ein kleiner Wermutstropfen: Es ist leider kein Spielplatz auf dem Olympiaberg vorhanden. Durch entsprechende Vorbereitungen Seitens des IFORS-Familienministeriums ist dem aber ganz einfach Abhilfe zu schaffen. Vor allem ist aber auf eines zu achten: Getränke, Gerätschaften für Ravernodrom und Nachwuchs-Zone sind mittels nicht motorisierten Transportmitteln auf den Berg zu buchsieren. Ein etwas größerer Aufwand, der am Ende mit einem wahrlich olympischen Flair belohnt wird. Die IVC bewertet das Ravernodrom auf dem Olympiaberg deshalb definitiv mit der Kategorie A.
Der Olympiapark in München. Ein Ravernodrom der Kategorie A.
Erläuterung der Kategorien:
Elite-Ravernodrom: Sämtliche Anforderungen der IFORS sind übererfüllt.
Kategorie A: Alle Anforderungen der IFORS sind zu 100% erfüllt
Kategorie B: Anforderungen der IFORS sind mit Abstrichen erfüllt.
Kategorie C: Anforderungen der IFORS sind nicht erfüllt. Ravernodrom ist jedoch auf Grund topographischer und geographischer Beschaffenheit als solches von der IFORS anerkannt.
Kategorie D: Anforderungen entsprechen nicht mehr den heutigen IFORS-Statuten.


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