Kategorie: Ravern-Atlas

Citius. Altius. Fortius. Olympischer Torgelgeist.

Der OLYMPIAPARK IN MÜnchen

Den Stadiontorgler hatten wir bereits am Anfang der Serie des „Ravern-Atlases“. Ja. In einem Stadion werfen zu dürfen ist das eine. Etwas anderes ist es aber mit Sicherheit, wenn man an einem sporthistorisch wertvollen Ort zu Torgelehren kommt. So geschehen am 15. August 2015. Das sogenannte Luther-Torgeln war das Abschlussturnier der PRO.Tour 2015. Das „Hochplateau“ rund um die Olympia-Alm bietet verschiedene Möglichkeiten das Ravernodrom zu platzieren. Wichtig ist hier vor allem der Ausblick. Es gibt Ecken, an denen ist man sehr geschützt und kann das Turnier sogar recht privat durchziehen. Die Möglichkeiten sind aber vielfältig. So erlaubt es dieses Hochplateau auch mit Blick ins Olympiastadion zu torgeln und den olympischen Geist aufzusaugen. Nicht nur auf der 33.000 m² großen Wiese neben der Olympia-Alm ist ein Ravernsport-Turnier möglich. Nein! Auch unten am Olympiasee befinden sich, ähnlich wie im Münchner Hirschgarten, Stockschützenbahnen, die allerdings mittendrin situiert sind und ggf. zu Konflikten mit den Passanten führen können.

Schnelle Fakten:

Ort Martin-Luther-King-Weg, 80809 München IFORS-Kategorie
Boden/-beschaffenheit Wiese / Stockbahnen / vielfältig

A

Größe die „Hochebene“ bei der Olympia Alm bietet über 30.000 m² Fläche
Besonderheiten Der Olympiapark bietet mehrere potentielle Ravernodrome. 
Punkte / Runde 2,97 (Stand Oktober 2019)
Turniere III. Tour de Monaco 2015
Sieger 2015 – Jörn Pfeifer
(11 P.; K3 – M4 – L3 – B1)

Das bemerkenswerteste an diesem Ravernodrom ist die Vielfalt der Möglichkeiten. Der Untergrund besteht zu 99% aus Gras umgeben von Bäumen. Ground-Hits sind hier in durchschnittlichem Maße möglich. Das wunderbare: Man könnte hier eine komplette Saison auf immer wieder anderen Ravernodromen austragen. Der Olympiapark als Sportstätte macht hier seinen Namen alle Ehre. Alle möglichen Plätze haben dabei vor allem eines gemeinsam: Sie sind einfach zu bespielen. Kein störender Bewuchs, keine schwierigen Abschüssigkeiten oder verworrene Wurflagen. Ähnlich wie das Stadion am Donauufer in Sinzig ist dieser Platz fast prädestiniert dafür mit dem Ravernsport zu beginnen und einen dankbaren Einstieg zu erhalten. Einzige Schwierigkeit: Durch die durchweg grüne Landschaft „verschwimmt“ der Zielfokus der Athleten mit dem hinter der Impact-Zone folgendem Gelände, so dass es unter Umständen etwas schwieriger sein könnte die Entfernung der Ravern korrekt einzuschätzen und das ziel anzuvisieren. Dies ist bei einem kontrastreicheren Ravernodrom mit Sicherheit etwas einfacher. Da man die Lage des Ravernodroms auf der riesigen Fläche aber immer neu wählen kann, ist vor dem Turnier darauf zu achten, die Impact-Zone nach dem gewünschten Schwierigkeitsgrad zu positionieren. Zum Turnier 2015: Thomas Hook war ein paar Wochen zuvor in Forstau zum ersten Weltmeister ausserhalb der Balearischen Inseln gekürt worden und holte sich an diesem Tag zusätzlich noch souverän die PRO.Tour. 10 Punkte trennten am Ende den Münchner Lokalmatadoren aus Untergiesing vom zweitplatzierten Sebastian Teufel. Den Turniersieg fuhr mit 11 Punkten aber ein anderer Münchner Torgelsportler ein: Jörn Pfeifer. Dies war sein erster Turniersieg, dem er später noch einen weiteren folgen lassen sollte.

Das Schöne am Olympiapark ist wie oben bereits beschrieben die Vielfalt der Ravernodrome, das sporthistorische Ambiente und die große Entfernung zum großen Verkehr. Ein kleiner Wermutstropfen: Es ist leider kein Spielplatz auf dem Olympiaberg vorhanden. Durch entsprechende Vorbereitungen Seitens des IFORS-Familienministeriums ist dem aber ganz einfach Abhilfe zu schaffen. Vor allem ist aber auf eines zu achten: Getränke, Gerätschaften für Ravernodrom und Nachwuchs-Zone sind mittels nicht motorisierten Transportmitteln auf den Berg zu buchsieren. Ein etwas größerer Aufwand, der am Ende mit einem wahrlich olympischen Flair belohnt wird. Die IVC bewertet das Ravernodrom auf dem Olympiaberg deshalb definitiv mit der Kategorie A.

Der Olympiapark in München. Ein Ravernodrom der Kategorie A.

Ravernodrom

München Olympiapark
Martin-Luther-King-Weg, 80809 München, Deutschland

Erläuterung der Kategorien:

Elite-Ravernodrom: Sämtliche Anforderungen der IFORS sind übererfüllt.
Kategorie A: Alle Anforderungen der IFORS sind zu 100% erfüllt
Kategorie B: Anforderungen der IFORS sind mit Abstrichen erfüllt.
Kategorie C: Anforderungen der IFORS sind nicht erfüllt. Ravernodrom ist jedoch auf Grund topographischer und geographischer Beschaffenheit als solches von der IFORS anerkannt.
Kategorie D: Anforderungen entsprechen nicht mehr den heutigen IFORS-Statuten.

Der Ursprung allen Torgels.

DIE TIERRA SAGRADA in SANTA MARGALIDA

Wenn man hier in Deutschland sitzt und sich im Zuge des Ravern-Atlases beginnt mit dem Ur-Ravernodrom zu beschäftigen, weht plötzlich ein warmer Wind durchs vorweihnachtliche Wohnzimmer. In Gedanken gleiten direkt und postwendend schöne Bilder am geistigen Auge vorbei. Erinnerungen an Aioli und Baguette, Pernot und San Miguel, an Limetten- und Biersorbet, an anrüchige Filmtitel und Gentlemens Waterpolo unterm balearischen Firmament. An Montag, Mittwoch und Freitag und an ein Feuerwerk, dass bis heute niemand zu Gesicht bekommen hat. An echte Freundschaft und an wahren Sportsgeist. Als Lukas „The Ravinator“ Graf im Spätsommer des Jahres 2009 den Ravernsport endlich wieder gefunden hatte wusste er noch nicht, dass er als Pierre de Coubertin des Ravernsportes in die Geschichte eingehen wird. Ein einfacher „Feigenwurf“ aus einer unaussprechlichen Distanz und das so alles erfüllende Geräusch einer scheppernden Ravern. Die Tierra Sagrada: Der Geburtsort des neuen Ravernsportes. Und dieser hat sich seither prächtig entwickelt und doch stand er zwischenzeitlich auf wackligen Beinen. Zehn Jahre Ravernsport. Zehn Jahre in denen die „Jugend der Welt“ ein wenig gealtert und dabei so weise wurde.

Schnelle Fakten:

Ort Carrerassa d´en Pastora, Santa Margalida, En las Islas Baleares, Spanien. IFORS-Kategorie
Boden/-beschaffenheit Beton / Abschüssig und gebogen / Impact Zone Kies.

ELITE

Größe ca. 3000 m²
Besonderheiten Das Land wo Milch und Honig fließen. Hier fehlts dem Athleten einfach an nichts. Das Ur-Ravernodrom.
Punkte / Runde 2,17 (Stand Oktober 2019)
Turniere Ravernale 2009, 2011, 2012, 2013, 2014
Sieger 2009 – Axel Wiegard
2011 – Andres Hubero
2012 – Roland Kittel
2013 – Andres Hubero
2014 – Tobias Engel

Die Frage nach den Ravernal-Distanzen (12m, 17m, 24m und 35m) wird mit diesem Ravernodrom auf anschaulichste Art und Weise geklärt. Die Distanzen wurden nicht einfach am Reißbrett (wie z.B. auf der PRO.Tour) festgelegt. Sie entstanden aus ihrer bedeutsamen topographischen Lage innerhalb des Ur-Ravernodroms und genau das macht die Ravernal-Distanzen in anderen Ravernodromen auf dieser Erde so schwierig. Sie sind einfach auf Santa Margalida angepasst. Im Gegensatz zu den meisten bisher bespielten Ravernodromen auf dieser Welt ist die Tierra Sagrada abschüssig und der visuelle Wurfkorridor gebogen. Die Abschüssigkeit erleichtert die Ravernaldistanzen, da man aus deutlich erhöhter Position auf die Ravern zielt. Bereits auf der Kurzdistanz (12 m) liegt man grob 1 Meter über der Ravern. Auf der Mittel- (17m) rund 1,5 Meter und auf der Langdistanz befindet sich der Athlet bereits knapp 2 Meter überhalb der Impact Zone. Die Ultra-Distanz liegt dann noch einmal knapp 1 Meter höher (knapp 2.75 Meter über der Ravern). Dadurch sind zwar die Distanzen länger als auf der Tour, der Einfallswinkel aber natürlich steiler und die Trefferfläche durch den geänderten Eintrittswinkel der Torgel in die Impact-Zone größer. Die Ravernal-Distanzen sind also nirgends so schön zu werfen als in Santa Margalida, auch wenn der visuelle Wurfkorridor durch die örtlichen Gegebenheiten des gebogenen Main-Courts gebrochen wird. Dem Ravernisten wird hier also neben der höheren Wurfkraft auch noch das Ausblenden der örtlichen Topographie abgefordert, was die Tierra Sagrada zu den wohl schönsten und anspruchsvollsten Ravernodromen der Welt gehören lässt.

Fünf Mal in Folge vergab die IFORS ihre Weltmeisterschaften an die 12.000-Seelen Gemeinde in der Region Pla de Mallorca. Im ersten Jahr des Ravernsports der Neuzeit gründeten sich noch am Tag des Ur-Wurfes zwei internationale Dachverbände (die International Ravern Association und die UERA) die bereits einen Tag später die erste Weltmeisterschaft im Ravernsport abhielten. Die Faszination Ravernsport führte von hier in alle Welt und lässt uns heute auf eine lange Tradition mit spannenden Wettkämpfen zurückblicken. Der Ur-Weltmeister aus dem Jahr 2009 ist Axel Wiegard. Ihm gelangen im Jahr 2009 nach Gleichstand mit Andreas Geim im Stechen zwei Punkte von der Mitteldistanz. Die Punktzahlen im Statistikwerk der IFORS wurden in das heutige System umgerechnet. 2009 gab es für die einzelnen Distanzen noch andere Punktzahlen und außerdem nur einen Durchgang. Ab 2011 folgten die ersten Weltmeisterschaften nach dem noch heute gültigen Reglement und unvergessliche Abende in der Arena auf den Balearen. Auf Mallorca wurde an vier Abenden getorgelt was die Weltmeisterschaften vor Ort zu einer etwas längeren Veranstaltung werden ließ, wie es heute auf dem europäischen Festland zelebriert wird.

Infrastrukturell ist dieses Ravernodrom das ultimative Highlight im Ravern-Atlas. Wer jemals die Möglichkeit haben sollte dort an einem Turnier teilzunehmen, sollte dies in keinem Fall verpassen. Inoffiziell werden die Teilnehmer an Turnieren an diesem Ort mit dem Titel „Margalider“ bedacht („Mr. Mr. Margalider, Mr. Bob Margalider„). Die Nachwuchszonen wurden auf Drängen der IFORS auch in der Tierra Sagrada nachgerüstet. Die Athleten-Lounge aber auch die Villa de Athletas wurden dem entsprechend nachgerüstet. Gastronomisch fehlt es dem Ravernisten dort an nichts. Sowohl die Kulinarik, als auch die Unterkünfte entsprechen der IVC-Bewertung nach einem Elite-Ravernodrom. Zu recht.

Die Tierra Sagrada in Santa Margalida. Ein Elite-Ravernodrom.

Ravernodrom

Santa Margalida
Carrerassa d\'en Pastora, 28, 07450 Santa Margalida, Illes Balears, Spanien

Erläuterung der Kategorien:

Elite-Ravernodrom: Sämtliche Anforderungen der IFORS sind übererfüllt.
Kategorie A: Alle Anforderungen der IFORS sind zu 100% erfüllt
Kategorie B: Anforderungen der IFORS sind mit Abstrichen erfüllt.
Kategorie C: Anforderungen der IFORS sind nicht erfüllt. Ravernodrom ist jedoch auf Grund topographischer und geographischer Beschaffenheit als solches von der IFORS anerkannt.
Kategorie D: Anforderungen entsprechen nicht mehr den heutigen IFORS-Statuten.

Metropolitan Gmiatlichkeit.

Der Münchner Hirschgarten

Der Münchener Hirschgarten war am 07.06.2014 zum bisher einzigen Mal Gastgeber eines Profi-Ravern-Turnieres. Wer durch den ca. 45 Hektar großen durch Kurfürst Karl Theodor im Jahre 1720 beauftragten Hirschgarten schlendert, kommt irgendwann unweigerlich an der großzügig angelegten Stockschützen-Anlage vorbei. Herrlich unter großen Bäumen gelegen bieten sich die Bahnen geradezu für ein professionelles Ravern-Turnier an. Sowohl Sportler als auch Zuschauer finden rund um die Wettkampfstätte ausreichend Platz ohne sich dabei der gefährlichen Impact-Zone auf wenige Meter nähern zu müssen.

Schnelle Fakten:

Ort Königbauerstraße 15, München IFORS-Kategorie
Boden/-beschaffenheit Asphalt / vollkommen flach

B

Größe mehr als 3000 m². Jedoch öffentliche Parkanlage mit starkem Bewuchs.
Besonderheiten 3 idyllisch gelegene Stockschützenbahnen unter den Bäumen gelegen
Punkte / Runde 1,84 (Stand Oktober 2019)
Turniere II. Tour de Monaco 2014
Sieger 2014 – Roland Kittel (9 Pkt. – K4 – M2 – L3 – B0)

Der wohl gravierendste Unterschied zu anderen Ravernodromen ist die Oberflächenbeschaffenheit des Bodens. Der asphaltierte Untergrund lässt nur wenig Spielraum zu und verzeiht keine Ungenauigkeiten in der Wurfbewegung und lässt durch seine geringe Elastizität nur geringe Chancen auf die bei Zuschauern beliebten Ground-Hits. Nicht zuletzt deshalb kommt es in diesem Ravernodrom besonders darauf an seine Wurflänge und den Abwurfwinkel besonders präzise und konzentriert zu wählen und durchzuführen, da ein erfolgreiches Abschneiden sonst nahezu ausgeschlossen ist. Die speziellen Anforderungen spiegeln sich auch im bisher einzigen Profi-Turnier wider. Der einzige Hirschgarten-Gewinner Roland Kittel konnte sich 2014 nur knapp mit 9 Punkten vor Sebastian Teufel (8 Pkt.) und Axel Wiegard (7 Pkt.) durchsetzen.

Die Infrastrukturellen Voraussetzungen entsprechen grundsätzlich dem neuen Anforderungskatalog der IFORS, welcher neben einer gastronomischen Verpflegung auch die Verortung von Kinderspielplätzen voraussetzt. Der wunderschön gelegene Biergarten des „Königlichen Hirschgartens“ liegt nur wenige hundert Meter vom Ravernodrom entfernt, weshalb ein reibungsloser Ablauf eines Turniers mit nachgelagertem Mittagessen dort jederzeit durchführbar ist. Ein Turnier mit einer zwischen den Durchgängen gelegenen Mittagspause erfordert jedoch die logistische Planung für Sportgerät und Getränke, die während der Mittagspause entweder gesammelt mitgenommen oder aber vor Ort fachgerecht verriegelt werden müssen. Eine direkte Sichtbeziehung zwischen Ravernodrom und der Nachwuchszone (Spielplatz) ist allerdings nur befriedigend gewährleistet, da die Spielplätze in circa 100-300 Metern Entfernung von den drei Asphaltbahnen liegen.

Der Hirschgarten in München. Ein Ravernodrom der Kategorie B.

Ravernodrom

München Hirschgarten
Königbauerstraße 15, 80639 München, Deutschland

Erläuterung der Kategorien:

Elite-Ravernodrom: Sämtliche Anforderungen der IFORS sind übererfüllt.
Kategorie A: Alle Anforderungen der IFORS sind zu 100% erfüllt
Kategorie B: Anforderungen der IFORS sind mit Abstrichen erfüllt.
Kategorie C: Anforderungen der IFORS sind nicht erfüllt. Ravernodrom ist jedoch auf Grund topographischer und geographischer Beschaffenheit als solches von der IFORS anerkannt.
Kategorie D: Anforderungen entsprechen nicht mehr den heutigen IFORS-Statuten.

Als die PRO.Tour laufen lernte.

Sinzing – Stadion an der Donaustraße

Sinzing Donaustraße. Aufmerksamen Ravernsport-Beobachtern aber vor allem den Traditionalisten unter den szenekundigen Fans ist das Ravernodrom am Donauufer bekannt als das erste offizielle PRO.Tour-Ravernodrom, wenn man von der Pappelwiese in Prüfening absieht welches 2012 ausserhalb der PRO.Tour bereits Gastgeber der erste Copa Danubia, dem allerersten Ravernsportturnier auf dem europäischen Festland war. Die ca. 1400 m² große Wiese zwischen Donauufer und Kaimauer wird vom Blick auf die circa 1 km lange Autobahnbrücke dominiert. So unschön sich das auf die ersten Sätze hin liest ist dies allerdings nicht. Das Ravernodrom bietet auf Grund seiner Weite vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten, bei der sowohl sportliche als auch gastronomische Belange gut durchführbar erscheinen. Es liegt direkt an einem Spazierweg, so dass Passanten den Ablauf des Turnieres stören können. Der von der IFORS häufig geforderte Publikumsverkehr wird hier allerdings befeuert.

Schnelle Fakten:

Ort Donaustraße, 93161 Sinzing IFORS-Kategorie
Boden/-beschaffenheit Rasen /  Eben

B

Größe ca. 1400 m². Vollkommen frei.
Besonderheiten direkt am Donauufer gelegenes, weitläufiges und freies Ravernodrom.
Punkte / Runde 2,5 (Stand Oktober 2019)
Turniere Sinzing X-Mas Invitational 2012
Sieger 2012 – Andres Hubero (13 Pkt; K3- M2 – L3 – B5)

Die Oberflächenbeschaffenheit der Wettkampfstätte ist weitläufig und gerade. Keine abschüssige Piste, kein störender Bewuchs. Ein Ravernodrom welches sich absolut eignet als Einstieg in den Ravernsport. Auch Ground-Hits sind hier, bedingt durch den elastisch reagierenden Boden bei bestimmter Witterung ohne weiteres möglich. Im Dezember 2012 startete dort die allererste PRO.Tour und der Ligabetrieb auf dem europäischen Festland begann seinen Siegeszug zu starten. Seither gibts es sechs bis acht Torgelrunden in drei bis vier Ravernsport-Turnieren jährlich zu bestaunen. Bei seinem Sieg zum Auftakt der allerersten PRO.Tour knackten neben Andres Hubero bereits 5 Sportler die zweistellige Punktzahl. Darunter konnte auch Matthias Dettenhofer einen Torgel von der Ultra-Distanz in der Ravern versenken. Mit 28 Teilnehmern war dieses Turnier zudem eines der am best besuchtesten Ravernsport-Turniere aller Zeiten.

Die Infrastrukturellen Voraussetzungen des Ravernodroms an der Donaustraße dürften den heutigen Kriterien der IFORS nicht mehr vollständig genügen. Ein Kinderspielplatz befindet sich leider nicht in „laufbarer“ Nähe und eine bewirtschaftete Gastronomie, welche zumindest für Turniere mit integrierter Mittagspause fast unumgänglich ist, ist nicht in der Nähe. Allerdings kann das Ravernodrom durch seine weitläufige Anlage durch die IFORS temporär ertüchtigt werden und bietet die Möglichkeit der Errichtung einer Gastronomie-Lounge, sowie einer kleinen Nachwuchszone. Das Ravernodrom wird durch die IVC (IFORS-Venue-Commission) mit der Kategorie B beurteilt.

Das Stadion an der Donaustraße in Sinzing. Ein Ravernodrom der Kategorie B.

Ravernodrom

Sinzing Donaustraße
Donaustraße 30, 93161 Sinzing, Deutschland

Erläuterung der Kategorien:

Elite-Ravernodrom: Sämtliche Anforderungen der IFORS sind übererfüllt.
Kategorie A: Alle Anforderungen der IFORS sind zu 100% erfüllt
Kategorie B: Anforderungen der IFORS sind mit Abstrichen erfüllt.
Kategorie C: Anforderungen der IFORS sind nicht erfüllt. Ravernodrom ist jedoch auf Grund topographischer und geographischer Beschaffenheit als solches von der IFORS anerkannt.
Kategorie D: Anforderungen entsprechen nicht mehr den heutigen IFORS-Statuten.

Dazwischen liegen Welten.

Das BESCHLÄCHT- RaVERNSPORT WITH A VIEW

Ein atemberaubender Blick über die stattliche Kulisse einer Welterbestadt. Vom Beschlächt in Regensburg aus haben Touristen eine wundervolle Aussicht auf die Steinerne Brücke sowie den Regensburger Dom und die kleinteilige Regensburger Altstadt. Was für die Touristen wie in einem Ken-Follett-Roman wirkt, ist für den Ravernisten selbstverständlich eine der bemerkenswertesten Lokationen auf denen der Ravernsport  jemals zu Gast war. Knapp 1000 m² stehen den Athleten hier zur freien Verfügung. Durch die schmale Insellage inmitten der Donau verschwinden nicht selten Torgel in den Büschen am Ufer oder rollen gar direkt in einen der mächtigsten Ströme Europas und verschwinden dort für alle Zeit. Durch diese exponierte Lage hat das Beschlächt natürlich absolute Öffentlichkeitswirkung mit viel Publikumsverkehr oberhalb der Spielfläche, auf der Steinernen Brücke. In seiner stärksten Saison 2015 ertorgelte Thomas Hook hier mit 12 Punkten einen knappen Sieg vor Franziskus Rupp (11 P.) und Andreas Geim (10 P.) und legte den Grundstein für Tour-Sieg und Weltmeisterschaft.

Schnelle Fakten:

Ort Am Beschlächt, 93059 Regensburg IFORS-Kategorie
Boden/-beschaffenheit Pflastersteine /  leichte Wölbung

D

Größe ca. 1000 m². Vollkommen frei.
Besonderheiten Ravernodrom zwischen den „Nationen“ mit einzigartigem Blick auf das Weltkulturerbe Regensburgs.
Punkte / Runde 2,53 (Stand Oktober 2019)
Turniere Beschlächt Classics
Sieger 2015 – Thomas Hook
(12 P. – K2 – M4 – L3 – B0)

Während bei den Ravernsportlern die Grüne Wiese oder zumindest ein federnder Boden auf Grund der physikalischen Eigenschaften bevorzugt als Top-Ravernodrom bezeichnet wird, ist das Beschlächt mit seiner vollkommen heterogenen Bepflasterung (große und kleine Pflastersteine gemischt mit schlecht ausgebesserten Asphaltstellen) und seiner vollkommen unebenen Oberflächenwölbung eines der unangenehmsten Profi-Ravernodrome weltweit. Nicht zuletzt deshalb wird dieses Ravernodrom zumeist gar nicht mehr in Erwägung gezogen, wenn es um die Vergabe der Turniere im Tourkalender geht. Einzige positive Besonderheit: Durch die unregelmäßige Oberflächenstruktur können Torgel so dermaßen in ihrer Richtung verfälscht werden, dass auch eigentlich schlecht geworfene Steine ihr Ziel durch den Aufprall am Boden noch durch Zufall erreichen können. Dies führte auch 2015 zu dem ein oder anderen spektakulären (Fast-)Treffer.

Die örtlich spektakuläre Verortung der Beschlächt-Arena täuscht leider nicht über die mittlerweile anerkannten IFORS-Kriterien für potentielle Wettkampfstätten hinweg. Kinderspielplätze sind nicht in vertretbarer Distanz zum Ravernodrom erreichbar. Ein Gastronomiekonzept kann der Stadionbetreiber allerdings durch die Nähe des Biergartens „Alte Linde“ nachweisen, so dass das Ravernodrom grundsätzlich der Kategorie C entsprechen würde. Durch die Nähe zum Donaustrudel und der örtlichen Einschränkung allerdings führt die IVC (IFORS-Venue-Commission) das Beschlächt als Ravernodrom der Kategorie D.

Die Beschlächt-Arena in Regensburg. Ein Ravernodrom der Kategorie D.

Ravernodrom

Regensburg Beschlächt
Am Beschlächt, 93059 Regensburg, Deutschland

Erläuterung der Kategorien:

Elite-Ravernodrom: Sämtliche Anforderungen der IFORS sind übererfüllt.
Kategorie A: Alle Anforderungen der IFORS sind zu 100% erfüllt
Kategorie B: Anforderungen der IFORS sind mit Abstrichen erfüllt.
Kategorie C: Anforderungen der IFORS sind nicht erfüllt. Ravernodrom ist jedoch auf Grund topographischer und geographischer Beschaffenheit als solches von der IFORS anerkannt.
Kategorie D: Anforderungen entsprechen nicht mehr den heutigen IFORS-Statuten.