Nutz gewinnt vor Kittel. Christiane Kittel!

Andreas Nutz gewinnt das Turnier im Mariaorter Ravernodrom und bestätigt gemeinsam mit seinen Teamkollegen Alexander Specht und Bastian Gottswinter den Weltmeistertitel der One Wheel Raverneers. Zweiter wurde Kittel! Christiane Kittel, die sich mit einem fabelhaften Schlussspurt auf der Langdistanz und im Bonus erstmals einen zweiten Platz in einem Turnier sichert. 25 Athleten fanden sich zum Tour-Auftakt am Austragungsort ein und sorgten für eine überzeugende Kulisse. Dabei stand der Vormittag im Zeichen zahlreicher Comebacks. Der Ravernsport feierte sich einen Tag lang selbst und ist auf dem besten Weg zurück zu altem Glanz.

Mariaort (Ifors), Zwei Tage vor dem Turnier musste der Inner-Circle um den frisch gewählten IFORS-Präsidenten Sebastian Teufel eine schnelle Entscheidung treffen. Das Ravernodrom am Adlersberg, welches noch zum Abschluss der vergangenen Spielzeit als eines der besten seiner Art gekürt wurde, war auf Grund einer kulturellen Veranstaltung doppelt gebucht. So musste die IFORS umdisponieren. Und das schnell! Die Wahl fiel auf eine Wiese in Mariort neben dem Gasthaus Krieger. Eine Top Lage mit sehr guter Infrastruktur. Allerdings war das Ravernodrom räumlich sehr beengt und nicht selten kam es zu kritischen Situationen in der Nähe der Impact-Zone.

Tags zuvor noch unter Sonnenlicht: Das idyllische aber enge Ravernodrom in Mariaort.

Zum Saisonauftakt fanden sich zwischen 9:45 und 10 Uhr morgens 25 Ravernsportler im Ravernodrom in Mariaort ein. Darunter selbstverständlich die Creme-de-la-Creme der Szene, aber auch alte Bekannte die ihr Comeback im großen Zirkus geben wollten und dies auch eindrucksvoll untermauern sollten. Beinahe hätte man die Rückkehrer im dichten Donau-Nebel nicht zu Gesicht bekommen oder zumindest leicht übersehen. Aber einer top organisierten IFORS sei Dank wurden die Rückkehrer mit einem reibungslosen und stramm durchgetakteten Turnierablauf zurück im Ravernsport begrüßt. Zum einen tauchen in dieser Saison die Rookie Ravern Rowdies um Jan Zempelin und Jakob Asenbauer wieder auf und zeigten sofort, dass sie in ihren sportlichen Pausen ordentlich an Stärke zugelegt haben dürften und auch in diversen Wertungen ein gehöriges Wort mitreden wollen. Zum anderen staunte das Ravernodrom nicht schlecht, als Tobias Ludwig vier Jahre nach seinem letzten Auftritt sich unter den Anwesenden tummelte und sein Comeback auch direkt mit einem Treffer von der Kurzdistanz garnierte.

Das Turnier begann mit einer Menge an Kurzdistanz-Treffern quer durch alle Lager. Sind die Ravernal-Distanzen noch so in den Sportlern verankert, dass die Tour-Distanzen plötzlich deutlich leichter erscheinen? Gleich mehrere Sportler starteten mit zwei Punkten in die neue Saison. Diese nahm aber direkt erstmals an Fahrt auf, als Andreas Nutz, welcher von der Kurz noch ohne Treffer geblieben war zuerst auf der Mitteldistanz mit 4 Punkten den Anschluss an die Spitze fand und auf der Lang-Distanz mit weiteren 6 Punkten das Feld begann zu dominieren. Kein El Rancho, kein Leo Jakob oder Sebastian Teufel führten nach Durchgang 1. Andreas Nutz setzte im Bonus sogar noch deren 2 Punkte nach und sorgte mit einer Fabelrunde von 12 Punkten für einen bemerkenswerten Tour-Auftakt. Da er zum zweiten Durchgang nicht mehr anwesend sein konnte, warf der Sinziger die Würfe 11-20 noch vor der eigentlichen zweiten Hälfte des Turniers. Mit 3 weiteren Punkten ertorgelte sich der amtierende Team-Weltmeister zwar nur noch ein Viertel der bereits eingeheimsten Punkte, setzte aber damit die Benchmark für den potentiellen Turniersieg. Es sei vorweg genommen: Keiner konnte mehr an ihm vorbeiziehen. Dennoch bot der zweite Durchgang noch reichlich explosiven Stoff.

Wieder war es die Kurzdistanz bei der die Lautstärke in der Impact-Zone nicht höher hätte sein können. Drei Hattricks von Thomas Hook (welcher gestern zu alter Stärke zurückfinden sollte), Roland Kittel und Bernhard Hengl läuteten die zweite Hälfte des Turniers am Naabspitz ein. Die Jagd auf den Turniersieg spitzte sich zu. Diesmal allerdings punkteten nicht wie gewohnt die üblichen Verdächtigen. Nein! Die meisten Punkte im zweiten Durchgang ertorgelte sich mit Christiane Kittel ein Schmeiss Girl. Zunächst war die frisch gebackene Mutter einer kleinen Tochter nach dem ersten Durchgang noch im grauen Mittelfeld zu finden. Dann aber folgte ein sagenhafter Run im Zweiten. 2 Punkte von der Kurz, ebenso zwei von der Mittel und danach noch 6 Punkte über die Lang und den Bonuswurf. Der Jubel im Ravernodrom kannte teamübergreifend keine Grenzen mehr und „La Rancha“ wurde in den an diesem Tag so tiefgrauen Himmel gehoben. Geschichten die nur der Ravernsport schreibt.

In der TEAM.Tour setzt sich der amtierende Weltmeister, die One Wheel Raverneers direkt an die Spitze der Tabelle. Gefolgt von Vize-Toursieger und Vize-Weltmeister Munich Marble Ravengers und dem amtierenden Tour-Sieger Rat Pack. OWR bestätigt damit seine Form in bestechender Art und Weise. Mit den Raverneers dürfte auch in dieser Saison zu rechnen sein. Die Schmeiss Girls starteten mit einer soliden Leistung und vier Teampunkten in die Saison und weisen den RC Sinzing 04 – Die Schwanzer deutlich in die Schranken. Dabei liessen die Girls sogar noch die Chance aus, weitere wichtige Punkte in die Wertung einzubringen.

300 Punkte! Respekt Roland Kittel!

Ein weiteres Novum, welches durch den neuen Präsidenten eingeführt wurde sind die während des Turnieres kommunizierten Meilensteine. Dabei wird im Ravernodrom bekannt gegeben wenn ein Athlet eine signifikante Marke innerhalb seiner Karriere erreicht hat. Zunächst gelang Johannes Zettel mit seinem Treffer von der Langdistanz der 150. Punkt seiner Karriere. Kurz darauf legte der an diesem Tag mit einer zurückhaltenden Leistung torgelnde Roland Kittel seinen 300. Punkt nach, was nicht nur ein Meilenstein für ihn selbst, sondern für den gesamten Ravernsport ist. Die Ehrung durch den Präsidenten folgte auf den Fuß.

Fazit des Tour-Auftaktes: Ein wunderbarer Tag in Regensburgs dichter Nebelsuppe mit einem starken Teilnehmerfeld und einem vollkommen ungewohnten Podium. Der Ravernsport ist zurück. Sexy wie selten zuvor! Dabei schürt er die Vorfreude auf die kommenden Turniere und die Hoffnung auf eine spannende PRO.Tour. Ein Hoch auf den Torgel! Ein Hoch auf die Ravern!

Ein hoch auf uns! Frisch! Frei! Ravern!

Ergebnisse

MannschaftTeilnahmeRundenKurz 1Mittel 1Lang 1Bonus 1Kurz 2Mittel 2Lang 2Bonus 2Total
Chemical Sisters00020000002
Munich Marble Ravengers00120022007
One Wheel Raverneers002400120110
Rat Pack00020010306
RC Sinzing 04 – Die Schwanzer00100010002
Rookie Ravern Rowdies00100004005
Schmeiss Girls00100012004
Schubkramento Kings00000000000

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Alexander Specht2400100000001100000001
Andreas Bromberger2211000000000000000000
Andreas Geim2300000000011010000000
Andreas Nutz21500002203320100200000
Andres Hubero2100100000000000000000
Axel Wiegard2710100000000000203000
Bastian Gottswinter2401100000001000000001
Bernhard Hengl2701100000001110200000
Birgit Graf2400120000000010000000
Christiane Kittel21310002000001100020033
Franziskus Rupp2401000000000100200000
Jakob Asenbauer21201000203300010200000
Jan Zempelin2811000000001010220000
Johannes Zettel2801020003001010000000
Katharina Engel2201000000000010000000
Leo Jakob2711000200000010200000
Lukas Graf2501000000000112000000
Petra Hubero2000000000000000000000
Roland Kittel2901002000001110000030
Sebastian Teufel2510002000001100000000
Stefan Zenisek2811000000020010000300
Thomas Hook21201100203001110200000
Tobias Engel2200000000001000000001
Tobias Ludwig2100100000000000000000
Verena Zettel2000000000000000000000
Gesamt501437138488012651191221643366

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