Kategorie: Tour 18/19

Der ewige Roland!

Das Wetter meinte es gut mit den Ravernisti der diesjährigen PRO.Tour. Der Finaltag startete zwar bedeckt, aber trocken. Im Laufe des Tages sollte die Sonne, vor allem aber ein überragender Ravernist ein denkwürdiges Ravernsport-Event auf den heiligen Rasen im Sankt-Dominicus-Park auf dem Adlersberg bei Regensburg zaubern. Wegen den hervorragenden Bedingungen in diesem Ravernodrom, diskutiert die IFORS derzeit sogar die Austragung der finalen Durchgänge bei der Weltmeisterschaft 2019 auf dem Adlersberg.

Ein wunderschönes Ravernodrom. Der Sankt-Dominikus-Park auf dem Adlersberg.

Spannende Ausgangslage verspricht ebenso spannenden Turnierverlauf

18 Ravernisti versammelten sich gegen 10 Uhr morgens im Ravernodrom zum großen Finaltag. Die Ausgangslage gab in den meisten Wertungen Anlass zu fast berstender Spannung. So startete die PRO.Tour mit einem extrem knappen Dreikampf an der Spitze in den Tag. Mit Leo Jakob (36 P.), Roland Kittel (35 P.) und Sebastian Teufel (34 P.) führten drei starke Athleten das Feld vor ein paar wenigen Verfolgern an, die sich zumindest noch Hoffnungen auf das Podest machen konnten.

Die TEAM.Tour schien an diesem Tag nicht mehr ganz so spannend zu sein und so diskutierten viele Beteiligte am Ravernodrom die „Namenswette“ zwischen den beiden Rave(r)ngers aus München und Prüfening. Die Munich Marble Ravengers führten vor dem Spieltag die Wertung mit 6 Punkten Vorsprung vor dem Rat Pack und den One Wheel Raverneers an. Selbstbewusst waren die Münchner angereist und wollten den ersten Titel der Vereinsgeschichte mit in die Landeshauptstadt nehmen.

In den Ligen ging es vor allem noch um die Titel. Die Ausgangslage in der Masters League analog zur PRO.Tour. Aber auch in der 2.Liga drängelten sich noch 5 Sportler um den Aufstieg in die Eliteliga. Den Abstieg aus der Masters League noch verhindern hätte Axel Wiegard probiert. Seine Chancen standen allerdings mit 6 Punkten Rückstand auf Thomas Hook nicht besonders gut.

Kittel schiebt sich erstmals in dieser Saison an die Spitze

Das Turnier startete. Und mit zwei Punkten auf der Kurzdistanz marschierten Sebastian Teufel und Roland Kittel im Gleichschritt in Richtung PRO.Tour-Titel. Leo Jakob konnte seine starke Form bis dahin nicht unter Beweis stellen. Dann brach allerdings das Leistungsniveau des gesamten Feldes ein. Nahezu keine Treffer auf der Mitteldistanz ermöglichten es Roland „El Rancho“ Kittel durch zwei Treffer von der Mitteldistanz sich deutlich an die Spitze zu setzen. Auch für die PRO.Tour bedeutete dies, dass der Rekordchampion keinen Zweifel daran entstehen lassen wollte, über wen der Titel auch in diesem Jahr gehen sollte. Als Leo Jakob und Sebastian Teufel auch von der Langdistanz keine Treffer auf ihrem Konto verbuchen konnten lies es sich Roland Kittel nicht nehmen und zog mit einem Dreier von der Lang und einem Mitteldistanztreffer beim Bonuswurf fast schon uneinholbar weg. Die spannende Ausgangsposition schien Kittel innerhalb von einem Durchgang schon zerstäubt zu haben. In der TEAM.Tour bedeutete dieser erste Durchgang für die Munich Marble Ravengers keinen größeren Schaden. Durch selbst eingebrachte 5 Punkte im ersten Durchgang verloren sie auf das starke Rat Pack nur 1 Punkt und hielten den Abstand von 6 Punkten auf die One Wheel Raverneers. Beim Mittagessen sah also vieles nach dem Titelgewinn der Münchner aus. Im Abstiegskampf der Masters League konnte Axel Wiegard 2 Punkte auf Thomas Hook gut machen. Dennoch sah es für den Münchner Hook immer noch sehr gut und komfortabel aus.

Der Raverna-Minister konnte mit einem typischen Ravernsport-Getränk aufwarten.

Ein starker Auftakt in den zweiten Durchgang

Es startete der zweite Durchgang. Und mit einem Hattrick von der Kurzdistanz lies Roland Kittel die ersten bereits Lobeshymnen auf den Sinzinger starten. 14 Punkte nach der Kurzdistanz des zweiten Durchganges: Andreas Geim von den Schubkramento Kings mutmaßte da bereits, dass die Bestmarke von 19 Punkten in einem Turnier hier ganz gehörig zu wackeln beginnen. Keiner der ambitionierten Verfolger konnte auch nur ansatzweise den designierten alten und neuen PRO.Tour-Sieger in Schach halten und so gab es bereits zur Mitteldistanz nur noch theoretische Chancen für Sebastian Teufel, den Abonnement-Meister Kittel noch vom Thorn zu stoßen. Was dann folgte, drehte das gesamte Interesse der Anwesenden von der PRO.Tour plötzlich auf die TEAM.Tour.

Unfassbare Szenen in der TEAM.Tour

Auftritt Andres Hubero (RP). Das Rat Pack lag zu diesem Zeitpunkt noch immer 5 Punkte hinter den selbstbewusst agierenden Ravengers aus der Landeshauptstadt. Roland Kittel, durch die Euphorie seiner atemberaubenden Einzelleistung beschwingt, rief Hubero zu: „Auf gehts! 5 Punkte noch!“. Hubero schien das so dermaßen anzustacheln, dass er nicht nur den ersten Torgel von der Mitteldistanz in die Ravern schmetterte und den Rückstand auf 3 Punkte verkürzte, sondern direkt im Anschluss noch den zweiten hinterher betonierte. Die Gesichtszüge der Münchner Ravernisti: Nennen wir es angespannt! Das Turnier schritt fort und so kam das Turnier auf die Langdistanz. Und wer erinnert sich nicht an historische Sportereignisse wie das Champions League Finale 1999 zwischen Bayern München und Manchester United, oder die dramatischen Finalserie in den NBA-Finals 2006 zwischen den Dallas Mavericks und den Miami Heat bei denen die tragische Figur Dirk Nowitzki einen sicher geglaubten Meistertitel auf den letzten Metern noch verlor. Ein noch sehr junges Beispiel für diese Art von Drama wäre zum Beispiel das Finale des olympischen Eishockeyturniers, bei dem das überraschend auftrumpfende Deutsche Team eine Hand bereits an einer sensationellen Goldmedaille hatte und 55 Sekunden vor Schluss jäh aus sämtlichen Träumen gerissen wurden.

Andreas Bromberger trat auf der Langdistanz für die Münchner an. In der bisher besten Saison seiner Karriere (4.0 Pkt/Runde) avancierte der Giesinger zum Stamm-Langdistanz-Torgler der Ravengers. Seine Quote von 12.5% auf dieser Distanz sollte in dieser Saison einen gehörigen Anteil daran haben, dass das Team um Thomas Hook, Johannes Zettel, Lukas Graf und Jörn Pfeifer den Titel gewinnen hätte können. Nachdem allerdings diesmal das laut erhellende Scheppern der Ravern ausgeblieben war, war die Bahn frei für Roland „El Rancho“ Kittel und das sagenhafte Rat Pack, welches heute aus den beiden Weltmeistern Hubero und Kittel bestand. Sein erster Torgel von der Langdistanz brachte das Rat Pack 2 Punkte in Führung. Der Dritte machte die Lage für die Sportler von der Isar geradezu aussichtslos.Aus 5 Punkten Vorsprung wurden 5 Punkte Rückstand. Innerhalb von nur 2 Distanzen. Und Roland Kittel zersprengte die bisherige Bestmarke von 19 Punkten innerhalb eines Turniers und erhöhte diese auf 22.

Starker Ravernsport und der ewige Roland!

Konsternierte Münchner und ein erneut feierndes Rat Pack. Die mit so vielen Titeln gespickte Glamour-Truppe hatte es wieder einmal allen gezeigt und gewinnt am Ende sogar deutlich und verdient die TEAM.Tour 2018/2019. Nerven wie Drahtseile und eine ungeheure Treffergenauigkeit zeichnen Hubero und Kittel aus. Und so schnappen sie den Münchnern den fast schon sicher geglaubten Titel weg. Chapeau! So ist der Ravernsport. Wer sich zu früh in Sicherheit wiegt, hat die Rechnung ohne Roland Kittel und Andres Hubero gemacht. Und so wurden die Münchner Torgler wieder einmal Opfer einer einzigartigen Leistung ihrer Gegner. War es 2017 im WM-Halbfinale ein Dreier-Hattrick von Sebastian Teufel, so war es heute eine unglaubliche Mannschaftsleistung des Rat Packs, die unfassbare 16 Punkte in die Team-Wertung einbrachten, während die Ravengers deren 6 einbrachten. Kurios: 6 eingebrachte Teampunkte, sind eigentlich gar kein so schlechtes Ergebnis.

Titel für das Rat Pack. MMR fands nicht ganz so prall.

Roland Kittel gewinnt also erneut die PRO.Tour und mit Andres Hubero gewinnt er auch noch die TEAM.Tour. Gratulation an beide.

Das Drama des Abstiegskampfes in der Masters League um Axel Wiegard und Thomas Hook ging dabei fast vollständig unter. Axel Wiegard hatte sich tatsächlich noch an Thomas Hook herangeschlichen. Der allerdings, konnte mit einem Treffer von der Langdistanz seine Klasse sichern. Somit steigen in diesem Jahr Axel Wiegard, Andres Hubero (kurios) und Jörn Pfeifer aus der Masters League ab. Ersetzt werden die drei durch Andreas Bromberger (MMR), Stefan Zenisek (TR) und Johannes Zettel (MMR), die sich im Fünfkampf mit Franziskus Rupp (TR) und Christiane Kittel (SG) durchsetzen konnten.

Ach und eines noch am Ende: Durch die Namenswette, welche die Raverngers aus Prüfening ausgerufen hatten, kam es am Abend zur Vergabe des neuen Team-Namens durch die Munich Marble Ravengers. Das Team um Basti Teufel, Franziskus Rupp, Stefan Zenisek und Bernhard Hengl wird in der kommenden Saison unter dem Namen „RC Sinzing 04 – Die Schwanzer“ an den Start gehen müssen. Es darf bezweifelt werden, dass die Truppe den Namen über die Saison 2019/2020 hinaus behalten wird.

Die IFORS schaut nun voraus auf die Weltmeisterschaft 2019. 10 Jahre nach dem Ur-Torgelfund. Es darf ein Spektakel erwartet werden. Hierzu wird sich die IFORS aber in den kommenden Wochen noch einmal konkreter melden.

Allen Titelträgern gratuliert die IFORS recht herzlich und freut sich schon jetzt auf eine spannende neue Saison 2019/2020.

Bis dahin.

Frisch! Frei! Ravern!

Ergebnisse

MannschaftTeilnahmeRundenKurz 1Mittel 1Lang 1Bonus 1Kurz 2Mittel 2Lang 2Bonus 2Total
Chemical Sisters02000000000
One Wheel Raverneers02103100005
Munich Marble Ravengers02103100005
Rat Pack020402046016
The Raverngers02200002004
Schmeiss Girls02000010001
Schubkramento Kings02200120016

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Alexander Specht2100000000000100000000
Andreas Bromberger2901000000311010020000
Andreas Geim2310000000000110000000
Andreas Nutz2700100003010000000002
Andres Hubero21100020000001012200030
Axel Wiegard2611000000010110000001
Bastian Gottswinter2401100000000110000000
Christiane Kittel2200100000001000000000
Franziskus Rupp2300000000000000003000
Johannes Zettel2300100000010000000001
Leo Jakob2400000000301000000000
Lukas Graf2601100000010012000000
Petra Hubero2000000000000000000000
Roland Kittel22210120200321112003030
Sebastian Teufel2610100000000010020001
Stefan Zenisek2500000000000000200300
Thomas Hook2400100000000000000030
Verena Zettel2200000000000110000000
Gesamt369844840203975696446395

Die Sternstunde des Dr. Udo Bromme

Ein kleines aber feines Turnier mit 14 Teilnehmern im Mattinger Adventsnebel wird zu einer denkwürdigen Veranstaltung bei der Andreas Bromberger in beiden Durchgängen glänzt und sich zum ersten Mal den Sieg eines Turniers sichert. Vor dem Saisonabschluss nach der Winterpause rücken dabei die Ravernisti eng aneinander, so dass ein extra spannendes Saisonfinale winkt. Wer nun keine Lust auf dieses Ravernsport-Spektakel bekommt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Der Morgen des 01.12. sah recht ungemütlich aus. Es regnete bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und einer tiefliegenden Nebeldecke. Kurz wurde die Annullierung des Turniers von der IFORS in Erwägung gezogen. Nach Rücksprache mit den Athleten wurde das Turnier mit ein wenig Verspätung gegen 10:30 Uhr begonnen. Und es zeichnete sich bereits ab, dass dieses Turnier ein Trefferreiches werden sollte. Zunächst punkteten fast alle Ravernisti von der Kurzdistanz. Leo Jakob von den One Wheel Raverneers bestätigte seine starke Leistung in dieser Saison mit einem Kurzdistanz-Hattrick, der ihm die zwischenzeitliche Führung nach der ersten Torgelrunde einbrachte. Solide und fast unbemerkt erzielte jedoch Andreas Bromberger auf den Folgedistanzen jeweils einen Treffer. Nach dem ersten Durchgang lag der Münchener in Aussichtsreicher Position auf Rang zwei hinter dem mittlerweile so etablierten Jakob. 

Ein hervorragendes Ravernodrom. Sicherlich nicht zum letzten Mal der Schauplatz eines Turnieres.

Das Turnier war geprägt von strittigen Entscheidungen. Die Schiedsrichter hatten es auf dem hervorragenden Ravernodrom nicht immer leicht und strittige Griff-Falz-Kombinationen und Rückwand-Treffer zwangen die Unparteiischen zu teils unpopulären und zu teils überraschenden Entscheidungen. Die wohl spannendste traf das Schiri-Dreigespann beim Bonus-Ultra-Wurf von Franziskus Rupp. Der Prüfeninger lag mit 1 Punkt am Tabellenende als er im Bonus an die Ultra-Distanz trat. Der Torgel segelte 25 Meter durch die Luft und traf nach langer Diskussion den Falz der Ravernrückwand. Rupps zweiter Ultra-Treffer seiner Karriere.

Am Ende des ersten Durchganges musste sich der IFORS-Präsident und 2.Liga-Spitzenreiter Stefan Zenisek verabschieden. Auf Grund von Magenproblemen war eine weitere Runde des Pentlingers nicht mehr möglich.

Im zweiten Durchgang sah es zunächst danach aus, als könnte Roland Kittel dem Teilnehmerfeld eines seiner spektakulären Turniere aufzwingen. Nach seinem Hattrick von der Kurzdistanz torgelte er sich an das Spitzenfeld heran. Andreas Bromberger hatte dabei von der Kurzdistanz zwischenzeitlich nichts getroffen. Und so sah es vor der Mitteldistanz ganz danach aus, als könnte Leo Jakob (OWR) seinen Erfolg vom oberen Wöhrd wiederholen. Der Raverneer zog mit 4 Punkten Vorsprung vor dem restlichen Feld davon. Doch erneut torgelte sich Bromberger heran. Mit einem Doppelschlag von der Mitteldistanz zog er mit Jakob gleich. Die Langdistanz und der bevorstehende Bonuswurf mussten also die Entscheidung herbeiführen. Der bis dahin so starke Jakob verfehlte alle drei Würfe von seiner Paradedistanz. Und jetzt schlug die Stunde des Dr. Udo Brome! Die Langdistanz, mittlerweile so etwas wie Brombergers heimliche Lieblingsdistanz, began er mit zwei Fehlwürfen. Der dritte jedoch fand seinen Weg in die Mulde der Ravern. Bromberger grüßte vor dem abschliessenden Bonuswurf von der Spitze und wartete gebannt auf den letzten Wurf seiner Kontrahenten. Als Roland Kittel seinen letzten Wurf verfehlte stand Bromberger als Sieger des Turniers fest! Der Jubel im Ravernodrom war groß. Die Sympathien entluden sich in einer „Meisterreifen“ Jubeltraube. 

Im Zunft-Stüberl feierten die Ravernsportler ihren neuen Turniersieger

In der PRO.Tour setzt sich ein Dreiergespann an der Spitze ab. Der Titel in der PRO.Tour scheint in diesem Jahr entweder an Leo Jakob, Roland Kittel oder Sebastian Teufel zu gehen. Diese setzten sich bereits 5 Punkte vor einem eng gestaffelten Verfolgerfeld ab. Möchte ein Sportler aus diesem Feld noch an die Tour-Krone fassen, so sollte er schon ein ausserordentliches Turnier benötigen.

In der TEAM.Tour setzten sich die Munich Marble Ravengers von ihren Verfolgern ab. Dennoch dürfen die Münchener sich nicht auf den 6 Punkten Vorpsrung vor den Verfolgern ausruhen. Der Titel scheint zum Greifen nah, doch lehrt uns die Ravernsportgeschichte, dass 6 Punkte Vorsprung am letzten Spieltag nicht zwingend zu Meisterehren taugen. Die Münchener sollten also gewarnt sein und sich dringend an alte Ergebnisse erinnern.

Spannung ist auch in den Ligen garantiert. In der Masters-League kämpfen die drei PRO.Tour-Führenden über den Prestige-Titel des Masters-Sieger. Eine Differenz von 2 Punkten lässt das Masters am letzten Spieltag zu einem Knaller werden. Noch spannender jedoch als der Masters-Titel ist das Aufstiegsrennen in der 2.Liga. Fünf Sportler dürften dabei noch um die begehrten ersten drei Plätze im Rennen sein. Neben dem Matting-Sieger Bromberger (29 P.) sind noch Johannes Zettel (28 P.), Stefan Zenisek (26 P.), Franziskus Rupp (23 P.) und Christiane Kittel (21 P.) in der Verlosung um den Aufstieg in die Elite-Liga des Ravernsports. Ein Hauen und Stechen am letzten Spieltag ist also garantiert. Hart aber fair!

Ergebnisse

MannschaftTeilnahmeRundenKurz 1Mittel 1Lang 1Bonus 1Kurz 2Mittel 2Lang 2Bonus 2Total
Schubkramento Kings02100010024
Munich Marble Ravengers02103020309
The Raverngers02200012005
Rat Pack02003002308
Schmeiss Girls02000010012
Leissle All Stars02020000002
One Wheel Raverneers02003320008

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Alfons Kaiser2900000200300010000030
Andreas Bromberger21410000200310000220030
Andreas Geim2801000000010010003002
Axel Wiegard2801020003000110000000
Bernhard Hengl2611000000001000000300
Christiane Kittel2500000003001000000001
Franziskus Rupp2901000000050012000000
Johannes Zettel2810000000001012000030
Leo Jakob21111100000331010000000
Lukas Graf2411000000000000020000
Roland Kittel21200100003001110023000
Sebastian Teufel2900020030001102000000
Stefan Zenisek1301020000000000000000
Thomas Hook2800100000021100000300
Gesamt27114573604399127476266693

Jakob triumphiert nach Krimi-Showdown

An einem schönen spätsommerlichen Vormittag setzt sich eine normal starke Spitze vor einem schwachen Feld durch. Der One-Wheel-Raverneer Leo Jakob aus Sinzing verbucht in einem spannenden Showdown seinen ersten Turniersieg. Ein Turnier, welches die Vorfreude auf das Jubiläumsjahr 2019 ansteigen lässt.

Regensburg (ifors), die Ravernsportelite kam an diesem spätsommerlichen Vormittag in einem vollkommen neuen Ravernodrom am Oberen Wöhrd in Regensburg zusammen. Der neu gewählte Platz: Ein wunderschönes Ravernodrom im Inselpark hinterhalb des Wöhrdbades. Durch das weitläufige und homogene Gelände und eine schwer zu fokussierende Impact Zone blieben die Leistungen auf diesem schwer zu bespielenden Ravernodrom allerdings bei mehr als der Hälfte der Sportler hinter den Erwartungen zurück. Ein bunt gemischtes Feld von 17 Teilnehmern aus 6 verschiedenen Teams trat an diesem September-Sonntag zum zweiten PRO.Tour-Turnier der Saison 2018/2019 an. Die Voraussetzungen waren klar: Andreas Geim, der Tourführende, ist nicht am Start. Die abnorme Führung konnte also deutlich dezimiert oder sogar hinfällig werden. Der ärgste Verfolger Johannes Zettel (5 Punkte hinter Geim) ging der Bürde des „Geim-Jägers“ von Anfang aus dem Weg. Der Rückstand der anderen Sportler war jedoch vor diesem Turnier durchaus beachtlich. Am Ende schob sich eine normal starke Spitzengruppe aus 5 Sportlern an Geim heran bzw. überholten ihn sogar in der Tour. Der Rest: Ein schwaches Ravernsportfeld, welches durch die Bank noch deutlich Luft nach oben hat.

Wunderschön in Bäume eingebettet: Das Ravernodrom am Oberen Wöhrd in Regensburg

DURCHWACHSENER ERSTER DURCHGANG

Der erste Durchgang auf diesem schönen, aber nicht einfachen Ravernodrom startete bereits alles andere als rekordverdächtig. Die Kurz- und die Mitteldistanz nur mit wenigen Treffern gesegnet gab bereits Anlass zur berechtigten Sorge ob eines ordentlichen Gesamtergebnisses. Thomas Hook schob sich hauchdünn mit 4 Punkten vor die anderen Sportler. Jedoch gab es bis dato keine großen Ausreisser. Gegen Ende des ersten Durchgangs allerdings schob sich Leo Jakob dann mit 6 Punkten von der Langdistanz auf den ersten Rang. Bereits so weit vor dem Rest, dass bereits hier die meisten mit Jakob als Sieger des Turniers rechneten. Nur Stefan Zenisek mit 5 und Thomas Hook mit 4 Punkten schienen nach dem ersten Durchgang noch in realistischer Schlagdistanz zu sein.

SPREU UND WEIZEN

Im zweiten Durchgang jedoch trennte sich die Spreu am Ende noch deutlicher vom Weizen. Stefan Zenisek konnte nach der Kurzdistanz mit einem Hattrick bis auf einen Punkt an Jakob heranrücken während der Rest des Feldes weiterhin schwach vor sich hintorgelte. Nach und nach jedoch prischten sich mit Kittel, Teufel und Pfeifer weitere Verfolger an das Spitzenduo heran. Nicht jedoch durch stark ausschlagende Leistungsspitzen, sondern durch konstante und eingestreute Treffer von jeder Distanz. Die Kontinuität auf allen Distanzen bringt vor allem Sebastian Teufel und Roland Kittel nach einem durchwachsenen ersten Durchgang noch in eine unerwartet gute Position. Leo Jakob, der designierte Sieger, rutschte nach und nach ab und vor dem Bonuswurf übernahm Roland „El Rancho“ Kittel die Führung mit 10 Punkten. Jakob und Teufel rangierten zu diesem Zeitpunkt mit jeweils 9 Punkten direkt dahinter. Pfeifer und Zenisek mit 8 Punkten auf Rang vier noch aussichtsreich. Da war der Rest des Feldes in Gedanken wohl schon beim Mittagessen.

BONUSRUNDE WIRD ZU WAHREM SHOWDOWN

Während die zwölf Gourmets in Gedanken schon beim Mittagessen ihre Bonuswürfe in die schöne Regensburger Herbstwiese zimmerten und auch Jörn Pfeifer sich vorzeitig aus dem Rennen um den Turniersieg verabschiedete, schienen die Spitzentorgler an diesem Sonntag ihre Messer gewetzt und ihre Nerven auf Stahlseildicke trainiert zu haben. Roland Kittel als Führender sollte noch gestürzt werden. und zunächst überholte Stefan Zenisek mit einem Treffer von der Langdistanz den Dauerbrenner und setzte sich vor den Sinzinger. Auch Sebastian Teufel konnte mit einem Treffer von der Mitteldistanz auf 11 Punkte stellen und gesellte sich zu Zenisek auf einen zwischenzeitlich geteilten ersten Rang. Und auch Jakob, der über den zweiten Durchgang hinweg nicht mehr ganz so überzeugte schob sich an Kittel vorbei. Sogar in die am vielversprechendste Position. Rang 1 mit 12 Punkten. Roland Kittel sah sich innerhalb kürzester Zeit von Rang 1 auf 4 abrutschen. Diese Tatsache schien dann jedoch doch mehr an seinen sonst so starken nerven zu zerren. Kittel verfehlte seinen Bonuswurf von der Mitteldistanz, seiner Paradedistanz. Leo Jakob torgelt sich damit durch einen starken ersten Durchgang und einen perfekt eingesetzten Bonuswurf im zweiten zu seinem ersten Turniersieg am Oberen Wöhrd und übernimmt die Führung in der PRO.Tour.

Leo Jakob freut sich über den ersten Turniersieg!

Die PRO.Tour ist nach diesem Turnier, zur Saisonhalbzeit und vor der Winterpause so eng wie noch nie zuvor. Noch konnte sich kein Sportler entscheidend absetzen und so wartet nach der Winterpause ein spannender Start in die Rückrunde und somit auch ein fast perfekter Nervenkitzel zum Einstieg ins zehnte Jubiläumsjahr des Ravernsports. Die IFORS kündigte an, dass in den kommenden Wochen bereits das Datum und der Ort für die Ravernale 2019 verkündet werden soll.

MMR SETZT SICH IN TEAM.TOUR AB

Trotz des schwachen Feldes konnten sich in der TEAM.Tour die Munich Marble Ravengers deutlich vom Feld absetzen. Der ursprüngliche 1-Punkte-Vorsprung vor den Schubkramento Kings wuchs auf 4 Punkte vor den Raverngers an. Innerhalb der Side-Wette um die Namensrechte zwischen den Raverngers und den Ravengers verringerte sich der Vorsprung jedoch von 5 auf 4 Punkte. Hinter den MMR dann ein ähnlich spannendes und enges Feld wie in der Einzelwertung. Hier jedoch darf die Leistung der Schmeiss Girls nicht unerwähnt bleiben. Christiane Kittel mit einem sensationell schönen Dreier von der Lang, Verena Zettel und Kathi Engel trugen gemeinsam als Team dazu bei, dass die Schmeiss Girls weiterhin im Rennen der Teams um den Titel der TEAM.Tour dabei sind. Die Schmeiss Girls sind wettbewerbsfähig und zeigen dies von Turnier zu Turnier immer mehr.

SPANNENDE SITUATIONEN IN DEN LIGEN

Die derzeitige Tabellensituation in der Masters-League prophezeit ein Hauen und Stechen um den zusätzlichen Titel des Masters-Gewinner. Der neue PRO.Tour-Führende Leo Jakob stürmt auch hier als Aufsteiger direkt an die Spitze des prominenten Achter-Feldes und grüßt gemeinsam mit Sebastian Teufel von der Spitze. Gleichzeitig jedoch kämpfen mit Axel Wiegard und Andres Hubero, dessen Teilnahme am zweiten Spieltag leider nicht möglich war, bereits zwei ehemalige Weltmeister stark gegen den Abstieg. Zumindest Andres Hubero ist die Aufholjagd in einer ihm unnachahmlichen Art zuzutrauen. Axel Wiegard wird sich bereits strecken müssen um die 7 Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz noch wett machen zu können.

In der zweiten Liga bietet sich nach dem zweiten Spieltag ein nicht minder interessantes Bild. Stefan Zenisek übernimmt nach seinem zweiten Platz am Oberen Wöhrd die Tabellenführung in der zweiten Liga mit drei Punkten vor Johannes Zettel, der am ersten Spieltag fulminant gestartet war und auch nach dem zweiten Spieltag noch einen relativ komfortablen 5 Punkte Vorsprung auf die Nicht-Aufstiegsplätze aufweist. Dahinter kämpfen weitere vier Ravernisti um den Aufstieg und mit Christiane Kittel könnte am Ende dieser Saison auch die erste Frau in die Masters-League aufsteigen.

So wünscht die IFORS den Sportlern einen guten Start in die Winterpause und wird in den kommenden Wochen mit weiteren Informationen zum Jubiläumsjahr 2019 aufwarten. Eines ist schon jetzt sicher: Spannend wirds auf allen Kanälen, ob in der PRO.Tour, der TEAM.Tour, den Ligen und der Ravernale.

Frisch! Frei! Ravern!

Ergebnisse Einzel:

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Andreas Bromberger2300000000001000020000
Axel Wiegard2210000000010000000000
Christiane Kittel2300000000000000000030
Franziskus Rupp2311000000000100000000
Johannes Zettel2310000000000000200000
Jörn Pfeifer2801100000001002000030
Katharina Engel1200100000010000000000
Leo Jakob21210100033000100000003
Nadia Jakob2000000000000000000000
Roland Kittel21000000200001002200030
Sebastian Teufel21101000200001000200302
Stefan Zenisek21100020030001110000003
Thomas Hook2501102000000100000000
Tobias Engel1100100000000000000000
Verena Zettel2300120000000000000000
Gesamt287744642463025414620398

Ergebnis Team:

Ergebnisse

MannschaftTeilnahmeRundenKurz 1Mittel 1Lang 1Bonus 1Kurz 2Mittel 2Lang 2Bonus 2Total
Schubkramento Kings02100100002
Munich Marble Ravengers02120000306
The Raverngers02103010027
Rat Pack02000004004
One Wheel Raverneers02000010034
Schmeiss Girls02100100305

Internationales Presse-Echo

Der überlegene Sieg von Andreas Geim zum Saison-Auftakt löste weltweit ein riesiges Presse-Echo aus. In sämtlichen wichtigen Zeitungen der Welt wurde das Ergebnis vom 08.07.2018 interessiert aufgenommen und zum Titelseiten-Thema. Ausserdem veröffentlichte die berühmte Jugendsportzeitschrift „Beifall Sport“ ein Jugendposter des schnittigen Sinzingers:

Deutschland:

Hamburger Torgelpost:
GEIMSIEG! Das Sinzinger Enfant Terrible liefert seine Bestleistung zum richtigen Zeitpunkt ab, denn Prüfening lauerte bereits gierig auf den Auswärtssieg, nachdem der Sinzinger Schutzheilige Sankt Rancho Kittel geschlagen war. Geim wird sich noch lang an diesem Sieg zu Hause erinnern.

Kittelbayerische Zeitung:
Meisterlich! Der 43-jährige Pfälzer aus Sinzig Hubert Geim gewinnt in Sinzing und lässt die Welt erstaunen.

Prüfeninger Abendblatt:
Sackl Zement! Wieder schnuppert ein Prüfeninger am Sieg. Und dann kam Geim…!

Sinzinger Gemeindeblatt:
Neue Öffnungszeiten im Rathaus! Mit dem Umzug ins neue Rathaus wollen wir unseren Bürgerinnen und Bürgern verbesserte Öffnungszeiten anbieten. Die Öffnungszeiten werden um 7 Stunden pro Woche erweitert.

Viehhausen Observer:
Jetzt im Starschnitt: Der Bulle des Monats! Geim gewinnt Saisonauftakt. Teil 1: Der linke Daumen.

Dänemark:

De Schøppkarr:
König Geim, kann sein Meisterwerk feiern. Endlich! Das ist der Geim, den die Schubkramento Kings brauchen, um die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Wir suchten ihn schon seit langer Zeit. Er hatte sich verloren und sein Können vergessen. Doch der Triumph in Sinzing dürfte Geim ermöglichen, die Tiefen des Niveaus endgültig hinter sich zu lassen.

Schweden:

Torglenblådet:
Veni, Vidi, Geimi… Ich kam (zu spät), sah (ziemlich verpennt aus) und siegte (fantastisch).

Österreich:

ÖFORS-Anzeiger:
Mia wern narrisch! 

Der Schluchtentorgler:
Ein ewiges Glück – Das Home of the Champions schien schlagbar. Sinzing wird es Geim niemals genug danken können!

Italien:

La GaZetti dello Sport:
Der Rowdie übernimmt endlich Verantwortung! In Sinzings Seenot erwacht Andreas Geim gerade noch rechtzeitig und verteidigt die Sinzinger Galeere gegen die enterbereiten Prüfeninger Piraten. Bleibt er nun am Steuer? Oder legt er sich wieder in seine Kajüte, um von dort aus wie gewohnt gegen seine Nachbarn zu granteln?

Kroatien:

Afdič:
Weiß-Blauer Himmel für Geim…. Dieser Spieler vereint ganz Sinzing hinter sich: Wunderschöne Aufheiterung für diesen Ort, der der verdrießlichen und depressiven Stimmung so zugeneigt ist. Geim hat seinen Auftrag erfüllt.

Spanien:

Marca-Lida:
Vive la Geim! Lang lebe Sinzing! Gegen so einen Geim hilft auch kein Prüfeninger Charakter.

La Liberravion:
Ein Schubkramento King im Himmel! Andreas Geim verweist die Ravernsport-Elite auf die Plätze und sieht sich seinem wohl größten Erfolg gegenüberstehen. Sein Vorsprung in der Tour fast schon episch. So könnte er auf Adelers Fittichen sanft und wohl behalten zum Toursieg schweben.

USA:

Washington Prost:
Geim der Sieger? Das müssen Fake-News sein.

Niederlande:

De Torgelgraf:
Zu spät aufgeschlagen und dann eingeschlagen wie ein Katzenkopf. Ein Morgenmuffel düpiert trotz vorheriger Absage all seine überraschten Kollegen und rettet Sinzings Ehre. Ein Geim-Move!

Frankreich:

L´Eschieb:
Geimi Toulouse! Alez les verts!

Großbritannien:

Daily Torgelgraph:
Wille, Geschicklichkeit und eine sorgfältige Coachingschablone haben einen Geim geschmiedet, dessen schiere Jugendlichkeit den Rest der Welt erschrecken sollte. (…) An einem heißen, stark sonnigen Vormittag in Kleinprüfening gewann Geim zum ersten Mal ein PRO.Tour-Turnier.

 

Eigentlich abwesend: Geim startet furios!

Offizieller Treffpunkt der Athleten im Ravernodrom war 9 Uhr morgens. Für einige Athleten wohl ein klein bisschen zu früh, so dass sich die meisten der 26 Teilnehmer mit circa einer halben Stunde Verspätung auf dem nicht gerade schattenreichen Ravernodrom in Kleinprüfening einfanden. Einer kam sogar deutlich später und vollkommen unerwartet. Da er seine Teilnahme eigentlich für den Saisonauftakt abgesagt hatte, war Andreas Geim für alle überraschend aufgetaucht. Und dann das: In einem furiosen Turnier verweist ein unglaublicher Geim alle anderen auf die Plätze und kratzte dabei sogar an der Allzeit-Bestmarke von 19 Punkten in einem Turnier, die Roland Kittel am 23. April 2017 am selben Ort aufgestellt hatte.

Kleinprüfening (ifors), die Teilnehmerzahlen der Ravernsportturniere schienen leicht rückläufig zu sein. In der vergangenen Saison kamen im Schnitt 20 Ravernisti zu den Tour-Turnieren (25, 17 und 18). Bei schönstem Sommerwetter bat die IFORS zum Auftaktturnier einer ganz besonderen Saison. Vier Turniere in der Tour sind geplant (Juli 18, Oktober/November 18, Februar/März 19 und Mai/Juni 19). Als großer Abschluss wartet im Sommer (August) 2019 die achte Ravernale im zehnjährigen Jubiläumsjahr des Ravernsportes. Sage und schreibe 26 Ravernisti fanden sich zum ersten Raverna-Umtrunk in der neuen Saison ein. Dieser wurde vom Raverna-Minister in einer höchst ungewohnten Art zubereitet, so dass nicht wenige den braunen „Schlätz“ heute zum ersten Mal tatsächlich genossen. Eine Auftakt der aufzeigt wie stark der Ravernsport die Menschen bewegt und dass dieser keineswegs einzuschlafen droht. Es fehlten sogar etablierte Ravernisti wie Matthias Dettenhofer (SKK) und Anna-Lena Pfeifer (SG). Somit zählt das Turnier vom 08.Juli 2018 zu den fünf best besuchtesten Ravernsportturnieren aller Zeiten.

Übervolles Tableau – 26 Teilnehmer beim Saisonauftakt 2018/2019

Bevor jedoch die neue Saison 2018/2019 starten konnte mussten noch Altlasten aus der vergangenen Saison beseitigt werden. Eine Punktgleichheit am Ende der Saison 2017/2018 führte dazu, dass Axel Wiegard und Stefan Zenisek einen heiklen Termin zum Auftakt der neuen Saison vor sich hatten. Ein Stechen von der Zehn-Meter-Linie. Axel Wiegard konnte dieses Stechen souverän mit 3:1 für sich entscheiden und verbleibt auch in der kommenden Saison in der Masters-League, während der amtierende Präsident Stefan Zenisek Lukas Graf in die 2.Liga folgt.

Geim in bestechender form

Der amtierende Meister und Abräumer der vergangenen Saison Roland Kittel eröffnete die Saison auf der Kurzdistanz. Und im dritten Anlauf fiel der erste Treffer der neuen Saison. Ihm folgte Johannes Zettel. Jahrelang haderte dieser mit seiner Treffsicherheit. Häufig schien die Psyche dem Münchener einen Strich durch die Rechnung zu machen. „Ein guter Start in ein Turnier täte mir mal gut“ hat er nicht nur einmal von sich gegeben. Mit seinem Kurz-Distanz-Hattrick schob sich der 38-jährige an die Spitze des Feldes, wo er auch bis zum Eintreffen von Andreas Geim verblieb. Dieser hatte seine Teilnahme eigentlich bereits abgesagt und schaffte es zur Mitte des ersten Durchganges dann doch aus seiner Wohnung auf das Ravernodrom. Sein Nachwerfen startete ebenfalls mit einem Kurz-Distanz-Hattrick (Geims Paradedistanz) und einer Bestätigung seiner Form durch einen Treffer von der Mitteldistanz.

So bot sich gegen Ende des ersten Durchgangs ein vollkommen ungewohntes Bild auf dem Tableau, welches mittlerweile von der Sonne auf eine Temperatur erhitzt wurde, die der Andreas Geims in nichts nachgestanden hätte dürfen. Geim vor Zettel. Beide versenkten sogar noch jeweils einen Torgel von der Lang-Distanz. Für beide ein eher ungewohntes Gefühl. Und so führten die beiden das Klassement schon fast deutlich mit 8 und 7 Punkten vor einem sehr breiten Mittelfeld an. Der amtierende Meister Kittel war zur Hälfte des ersten Durchgangs privat verhindert und musste zu Beginn des Zweiten nachwerfen. Möglicherweise ein Bruch in seiner Performance, der den beiden anderen zu Gute kam.

Im zweiten Durchgang startete dann mit Thomas Hook einer weiterer Ravernist mit einem Kurz-Distanz-Hattrick und schob sich an das Spitzenduo heran. Auch Sebastian Teufel konnte mit zwei Punkten an das Stockerl heranrücken. Andreas Geim lies dies jedoch kalt. Mit weiteren zwei Kurz-Distanz-Treffern setzte dieser sich vom Rest des Feldes weiter ab und so mancher Ravernist konnte es bereits erahnen. Andreas Geim wird sich das nicht mehr nehmen lassen. Und genau so furios legte Andreas Geim noch weitere sieben (!!!) Punkte aus Mittel- (0 2 2) und Langdistanz (0 3 0) nach. Dahinter formierte sich ein dichtes Gedränge an möglichen Stockerlkandidaten. Und doch: Mit einem weiteren Langdistanztreffer zementierte Johannes Zettel die beste Platzierung seiner Karriere. Und so waren vor dem Bonuswurf die beiden ersten Positionen fast schon sicher vergeben. Auf Rang drei: Sebastian Teufel mit 8 Punkten. Dahinter 9 Potentielle Verfolger. Keiner jedoch konnte im Bonus-Durchgang auch nur einen Punkt für sich verbuchen. Sebastian Teufel hatte keinerlei Druck mehr und fährt einen weiteren Stockerplatz in seiner Karriere ein.

Geim griff in diesem Turnier nach der Bestleistung und hätte von der Mitteldistanz mit Roland Kittels Traumergebnis aus 2017 gleichziehen können verpasste dies allerdings knapp. Letzten Endes wird es dem Sinzinger vollkommen egal sein. Oder auch nicht. Denn mit 17 Punkten und 19 Tour-Punkten schiebt er sich aussichtsreich für die restlichen drei Turniere in Position und dürfte bei einer Leistungsbestätigung wohl nur schwer vom Thron zu verdrängen sein. Geims Stunde scheint geschlagen! GEIMSIEG!

TEAM.Tour 18/19 mit besonderem Schmankerl

Ebenso spannend wie die PRO.Tour startete die TEAM.Tour. Sogar noch vor dem eigentlichen Auftakt. Sebastian Teufel (The Raverngers) warf den berühmten Fehde-Hut auf Johannes Zettel (Munich Marble Ravengers) den am Ende Leo Jakob fing. Er galt allerdings dem Münchner Vertreter der Ngers-Bewegung. Der Verlierer des heutigen direkten Vergleiches beider Team-Wertungen soll seinen Namen ändern. Dies wurde von der Münchner Delegation jedoch verneint. Der Gegenvorschlag von Lukas Graf (MMR) wurde jedoch nicht nur von den Raverngers angenommen, sonderm im gesamten Ravernodrom gefeiert. Der Verlierer des direkten Vergleiches der gesamten Saison muss nicht nur seinen Namen ändern, bekommt vom Gewinner für ein Jahr sogar noch einen neuen Namen verpasst. Dies dürfte im kommenden Jahr zu einem Nerven aufreibenden Duell führen zwischen den Regensburger und den Münchner Rave(r)ngers.

Und die Münchner bewiesen ein glückliches Händchen bei der Aufstellung. Der Kurz-Distanz-Hattrick von Johannes Zettel zählte direkt für die Teamwertung der Oberbayern aus der Landeshauptstadt. Dem konnten die Raverngers nur einen Punkt entgegensetzen. Bei dem hier aufkommenden Jubel im Münchner Lager kann erahnt werden, welch spannende Duelle die beiden Teams sich nun um ihren Namen liefern werden.

Die Munich Marble Ravengers schieben sich nach dem ersten Spieltag an die Pole-Position. Jedoch ist das Rennen um die Team-Krone deutlich enger als es in den vergangenen Jahren gestartet. Hinter den Münchnern (8 Punkte) rangieren die Schubkramento Kings (7 Punkte), die noch nicht einmal in voller Stärke angetreten waren (Matthias Dettenhofer fehlte beruflich). Der amtierende Tour-Sieger und Weltmeister „Rat Pack“ und die One Wheel Raverneers folgen dahinter mit jeweils 5 Punkten. Die Raverngers hätten sich ihren Start in die Tour und vor allem den direkten Vergleich mit MMR wohl anders vorgestellt. Sie rangieren am Tabellenende punktgleich mit den Schmeiss Girls (jeweils 3 Punkte) nur einen Punkt vor dem neu gestarteten Team den Chemical Sisters (Birgit Graf und Petra Hochreiter / 2 Punkte).

Ein Saisonauftakt der die Lust auf den Ravernsport wieder gesteigert haben dürfte. Bei tollem Wetter gewinnt ein in Hochform stehender Andreas Geim. Ein Hoch auf den neuen Führenden der PRO.Tour 2018/2019.

FRISCH! FREI! RAVERN!

Team-Ergebnis des Turnieres in Kleinprüfening

Ergebnisse

MannschaftTeilnahmeRundenKurz 1Mittel 1Lang 1Bonus 1Kurz 2Mittel 2Lang 2Bonus 2Total
Chemical Sisters02000200002
Leissle All Stars02020010003
Munich Marble Ravengers02303110008
One Wheel Raverneers02103010005
Rat Pack02200012005
Schmeiss Girls02003000003
Schubkramento Kings02320020007
The Raverngers02100020003

Ergebnis des Turnieres in Kleinprüfening

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Andreas Bromberger2601002000011100000000
Andreas Geim21711102003001100220300
Andreas Nutz2401000000000110000001
Andres Hubero2501100000000012000000
Axel Wiegard2310002000000000000000
Birgit Graf2300000000020010000000
Christiane Kittel2710000003010000200000
Corinna Harrer2100000000000100000000
Daniel Stürzl2401000000000100020000
Daniela Listl2300000200001000000000
Franziskus Rupp2510000000000000220000
Johanna Stöger2100000000001000000000
Johannes Zettel21111100003011000003000
Jörn Pfeifer2300000000300000000000
Katharina Engel2200000000000100000001
Leo Jakob2700100030001000020000
Lukas Graf2300000000000010200000
Nadia Jakob2200100000000010000000
Petra Hubero2000000000000000000000
Roland Kittel2700100200020002000000
Sebastian Leissle2400020000001010000000
Sebastian Teufel2810020000001100000030
Stefan Zenisek2601000000000110000300
Thomas Hook2700100000301110000000
Tobias Engel2501100000000100020000
Verena Zettel2000000000000000000000
Gesamt521246884643967910848103632