Kategorie: MMR

Eine gute Turnierratte springt nur so hoch sie muss!

Gut, dass im Ravernsport keine Leistungsbezogenen Gehälter gezahlt werden. Denn nach dieser Weltmeisterschaft würden die Profi-Ravernisti am Hungertuch nagen. Ein im Gesamten schwaches Teilnehmerfeld kommt bei der Ravernale 2017 nicht ansatzweise an die Leistungen vergangener Jahre heran. Nur einer konnte überzeugen: Roland Kittel. Der sprang, so wie das sprichwörtliche gute Turnierpferd, nur so hoch wie er musste und sicherte sich seinen zweiten Weltmeistertitel. Er darf sich nun, ebenso wie Andres Hubero, Doppelweltmeister nennen. Die IFORS betreibt derweil Ursachenforschung auf mehreren Gebieten. Bei schönem und heissen Spätsommerwetter feiert Oberndorf mit seiner Hanselberghütte Premiere als Gastgeber einer IFORS-WM und reiht sich neben Santa Margalida (SPA) und Forstau (AUT) in die Riege der Austragungsorte ein.

Zu den Ergebnissen der Ravernale 2017

Oberndorf (ifors). Hätte man auf diesen Weltmeister gesetzt, man hätte nicht viel gewonnen. Die Quoten für einen Sieg des derzeit in Hochform torgelnden Roland Kittel waren schon vor der Ravernale eher niedrig. Und so torgelte sich Roland „El Rancho“ Kittel bereits nach der Kurzdistanz im ersten Durchgang mit zwei Treffern auf einen geteilten ersten Rang. In einem bisher noch nie da gewesenen Modus, bei dem die ersten beiden Durchgänge auf zwei höchst anspruchsvollen Ravernodromen parallel ausgetragen wurden um den engen und ambitionierten Zeitplan der IFORS durchzudrücken, wurde dabei in zwei Vorrunden-Gruppen geworfen.

Die erste Frau mit „Tagessieg“

Nur kurz kam Kittel dabei im ersten Durchgang überhaupt in Bedrängnis, bevor er einsam an der Spitze seine Kreise zog. Verena Zettel torgelte sich mit zwei Treffern von der Mitteldistanz auf den geteilten ersten Rang nach dem ersten Durchgang und erreichte damit historisches. Als erste Frau überhaupt wird Sie nun in der Liste der Tagessiege bei einer WM geführt (*bei der Ravernale gilt ein Durchgangssieg als Tagessieg, da die Regeln der Ravernale nur einen Durchgang pro Tag vorsehen) und schreibt somit ein weiteres Kapitel der Frauen-Erfolge im Ravernsport.

Erste Ravernale ohne Punktlose Athleten

Der zweite Durchgang, bei dem die beiden Gruppen dann die Seiten tauschten um Chancengleichheit zu wahren, zeigte aber dann schon auch wo die Reise hingeht. Roland kittel vergoldete seine 4 Punkte aus Durchgang eins und legte deren 5 nach und grüßte mit 9 Punkten nach zwei Durchgängen vom Platz an der Sonne. Nur wer folgte ihm und hielt das Rennen um den Titel spannend? Mit mageren 5 Punkten waren dies Lukas Graf, Verena und Johannes Zettel. Roland Kittel schien dem Feld zu enteilen. Die (eigentlich rhetorische) Frage die sich nun stellte: Demütigt er seine Mitbewerber oder lässt er Gnade walten? Trotz des Schneckenrennens an der Spitze war aber bereits nach der Kurzdistanz in Durchgang 2 klar: Es wird die erste Ravernale ohne einen Punktlosen Sportler werden. Lena Pfeifer traf zunächst ihren dritten Versuch von der Kurz und verdoppelte ihre Punktzahl am Ende mit dem Bonuswurf.

Ratlose Gesichter im Ravernodrom

In den Nachmittagsdurchgängen fügte sich Kittel dann aber nahtlos in den grauen Rest des Teilnehmerfeldes ein. Zunächst brachte der unumstrittene Favorit im dritten Durchgang nur einen Mitteldistanztreffer in seine Wertung ein. Doch hat irgendjemand aus dem Verfolgerkreis die Schwächephase des designierten Weltmeisters angenommen? Nein. Lediglich Athleten, die in den ersten beiden Durchgängen schon unter dem eigentlich hohen Niveau des Profi-Ravernsports warfen, übten in diesem Durchgang Ergebniskosmetik. Schön langsam wurde den Beobachtern klar: So schwach war das Gesamtniveau einer Ravernale noch nicht. Und daher begannen auch die ersten Diskussionen nach dem „Warum“? Das Gelände im neuen WM-Ravernodrom von Oberndorf war sicherlich nicht leicht zu bespielen. Das Terrain fiel von links nach rechts ab und hinter der Ravern folgte ein ellenlanges Nichts. Auch die Frage, ob die vier aufeinanderfolgenden Durchgänge die Konzentration an der Linie erschwerten kam dabei zur Sprache. Mehrere Punkte bei denen sich viele Sportler nicht ganz sicher waren ob dies zum schlechten Trefferbild des Gesamtfeldes beitrug. Ratlosigkeit aller Orten.

Ein letztes Fünkchen Spannung

Im vierten Durchgang blieb eine Tatsache zunächst vollkommen unentdeckt: Mit seinem Treffer von der Kurzdistanz durchbrach El Rancho als erster Sportler die magische 200-Punkte Marke und schien bereits uneinholbar der neue Weltmeister zu sein. Leo Jakob schob sich jedoch mit einem Doppeldreier auf einen Rang (vier Punkte) hinter Kittel und hätte noch einen Lang-Hattrick nachlegen können. Sein dritter Wurf der für ihn typischen kurzfrequenten Torgelsalve verfehlte das Ziel jedoch knapp. Kurz darauf schaffte Sebastian Teufel mit seinem ersten 3-Punkte-Wurf während dieser Ravernale ebenfalls die eigentlich unspektakuläre 10 Punkte-Marke. Und so war, zumindest theoretisch, der Titel für Roland Kittel noch ein klein wenig in Gefahr. Natürlich gingen die beiden Verfolger im Bonuswurf auf die Ultradistanz um Kittel noch kurz vor dem Ziel abfangen zu können. Zunächst traf Basti Teufel nicht. Danach aber kurze Starre im Ravernodrom: Der Bonus-Ultra von Leo Jakob war so dermaßen knapp, dass es am Ende fast eine der berühmten Ravernsportsensationen gegeben hätte. So allerdings war vor Kittels letztem Wurf klar: der Tour-Führende ist nun auch Doppelweltmeister. Und das vollkommen zurecht und nach den letzten Tour-Turnieren auch folgerichtig. Ob er dabei nun nur nicht höher sprang als er musste, oder einfach selbst nicht in seine eigentlich bestechende Form fand, das wusste nach dem Turnier keiner so recht. Kittel konnte seinen letzten Wurf vollkommen unbedrängt und in absoluter Lockerheit vollziehen. Im Wissen, dass er in wenigen Augenblicken den wertvollen Titel des Ravernsport-Weltmeisters tragen darf. Die Silber-Medaille teilen sich bei dieser Weltmeisterschaft Leo Jakob (OWR) und Sebastian Teufel (TR), der sich nach dem Wettkampf erschrocken über die Gesamtleistung zeigte: „Dass ich mit 10 Punkten noch Vize-Weltmeister werden kann, hätte ich mir nie gedacht!“.

Gefeiert wurde der Weltmeister und das abgeschlossene Turnier natürlich so oder so. In der Brauereigaststätte Berghammer in Oberndorf wurde ein gebührendes Champions-Dinner abgehalten und später kam es auf der Hanselberghütte zu einer denkwürdigen Sangria-Abschlussfeier.

Weltmeister Roland Kittel mit Silbermedaillengewinner Sebastian Teufel

Der erste Stern für das Rat-Pack

Am kommenden Tag stand noch die Team-WM auf dem Programm. Vier Teams waren hierbei angetreten. Der amtierende Weltmeister, die Schubkramento Kings jedoch nicht. Und so war bereits vorher klar: es wird einen neuen Weltmeister geben. In der Vorrunde, welche als Doppelrunde ausgetragen wurde setzte sich das Rat Pack mit 10 Punkten auf die Pole Position. Gefolgt von MMR und den Raverngers mit jeweils 5 Punkten und den Schmeiss Girls mit 3 Punkten.

In einem denkwürdigen Halbfinale setzte sich das Rat Pack nur knapp mit 4:3 (1:1) gegen die Schmeiss Girls durch. Nur knapp verpassten Christiane Kittel und Verena Zettel die Sensation des Finaleinzuges und wurden dabei lautstark von den Rängen unterstüzt. Im zweiten Halbfinale kam es dann zum ersten Aufeinandertreffen der Namens-Rivalen. So trafen die Munich Marble Ravengers auf die Raverngers. Und dort bekamen die „Buam vo da Isar-Au“ ordentlich den Hintern versohlt. Bereits nach Halbzeit eins lagen die Mannen um Weltmeister Thomas Hook mit 0:11 zurück und unterlagen am Ende verdient mit 3:13 (0:11).

Ein absolutes Knallerfinale dann zwischen dem Rat Pack und den Raverngers. Roland Kittel, Andres Hubero, Sebastian Teufel und Franziskus Rupp hauten sich die Torgel nur so um die Ohren. Treffer, Gegentreffer. Führung, Rückstand. Am Ende setzte sich das Rat Pack in einem dramatischen Fight mit 12:11 (7:5) durch und fuhr somit nur vier Monate nach seiner Gründung den ersten Titel ein.

Die sechs Götter des Olymps auf Ursachensuche

Die IFORS diskutierte nach dem Ausgang des Turnieres noch länger auf Oberndorfs Höhen in der Hanselberghütte über die Ursachen für das schlechte Abschneiden der Athleten, aber auch die Teilnehmerzahl die deutlich hinter den eigentlichen Erwartungen einer WM in Deutschland zurückblieb. Im Gipfeltreffen der sechs Götter des Olymps, bei der sie um 0:13 Uhr den Regen erfanden und zwischendurch das ein oder andere Universum erschufen, konnte letztlich aber kein wirklicher Grund für das schlechteste Abschneiden eines Profifeldes seit der Ravernale 2009 gefunden werden. Selbst Sangria war bei der Problemfindung nicht hilfreich. War es das etwas gewöhnungsbedürftige Ravernodrom? Das hängende Gelände? Die unendliche Weite nach der Ravern? Oder war es am Ende der Fakt, dass man an einem Tag alle vier Durchgänge, abweichend vom IFORS-Reglement durchführte?

Eines ist schon heute klar: Die Ravernale 2017 geht als die, leistungsbezogen, schlechteste und kürzeste Ravernale in die Geschichte ein. Mit seinen 14 Punkten wäre Roland Kittel nur ein einziges mal Weltmeister geworden. Nämlich 2009. Zudem fiel der Teilnehmerzuspruch für eine Heim-WM deutlich geringer aus, als es sich die IFORS erwartet hatte. Und so dürfte damit zu rechnen sein, dass Deutschland (zumindest in den kommenden Jahren) keine Weltmeisterschaft mehr zugesprochen kommt, oder doch?

Die Ravengerisierung des Ravernsports

Was soll man zu diesem Ravernsport Wochenende sagen? Eine Aufarbeitung fällt nicht leicht. Nicht weil die Ereignisse so bahnbrechend gewesen wären, und die Hintergründe so komplex. Eher im Gegenteil, an Trivialität war dieses Spektakel nicht zu überbieten.

Aber zunächst zum einfachen und sehr erfreulichen Teil. Die neue Saison ist wunderbar gestartet mit einem tollen Turnier im Wunderschönen Kleinprüfening. Herzlichen Dank an die Organisatoren aus Sinzing.  Viele, viele Ravernisti sind gekommen und haben alles gegeben. Beim Turniersieger Roli waren das 19 Punkte (in Worten: neunzehhhhhn). (Das sind drei Punkte mehr, als Deutschland Bundesländer hat!) Danach kamen der erwartend starke Hook und der weniger erwartend starke Geim. Für eine Ausnahmeleistung sorgte aber Christiane, die sich mit 9 Punkten und mit Doppelherz in die Spitzengruppe torgelte. (Das sind zwei Treffer mehr, als die deutsche Nationalmannschaft im Halbfinale gegen Brasilien erzielte.) Sie macht sich damit zu einer der Aufstiegskandidaten. Grandios.

Weniger Grandios war das GAPTogether am Vorabend. Um nicht falsch verstanden zu werden, es war schön, unterhaltsam und ein lustiger Abend, aber gleichzeitig präsentierte sich der Ravernsport von seiner peinlichsten und unkreativsten Seite. Was war passiert?

Ausgangspunkt waren wundervolle Transferverhandlungen von DanU mit den SEHT. Das Objekt der Begierde Thomas Hook (Weltmeister). Nach den wundervollsten, kurzweiligsten und nervlich total entspannenden vier (in Worten: VIER) Monaten Verhandlungsphase, war es nahezu im Vorbeigehen und völlig einvernehmlich geschafft. Thomas Hook wechselt zu DanU. Im Gepäck ein neuer Name. „Die Munich Marble Ravengers“. Die Transfersumme: Eine Meisterfeier, Eine Team-Hymne, und die Mediale Begleitung der Feier, als Erinnerung für das erfolgreichste und geschichtsträchtigste Team aller Zeiten (SEHT). Die Übergabe der Transfersumme sollte am GAPTogether erfolgen. Dies fand freundlicherweise bei Geimi statt, der uns von Anfang an mit Blicken und Worten für völlig verrückt erklärte.

(Anmerkung am Rande: Die Schubkramento Kings scheinen den Braten früh gerochen zu haben.)

Hier kam es wohl zu einem der peinlichsten Auftritte in der Ravernsportgeschichte. Die Idioten von Danubia United ließen sich dazu hinreißen, die eigens komponierte Hymne singend vorzutragen. Es handelt sich schließlich um die erfolgreichste und geschichtsträchtigste Mannschaft. Sie sangen mit Überzeugung und aus voller Kehle. Ich werde die Gesichter der zuhörer beim Beginn der dritten Strophe nie vergessen… Was DanU zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, das erfolgreichste und geschichtsträchtigste Team, welches gerade besungen wurde, mit Worten, welche die 12 Taten des Herkules erblassen ließen, wird es bald nicht mehr geben.

(Anmerkung am Rande: Die Schubkramento Kings stopfen sich gegenseitig angekaute Gummibärchen in die Ohren)

Im Anschluss passiert es. Die erfolgreichste und geschichtsträchtigste Mannschaft aller Zeiten löst sich auf. Es entsteht dadurch die erste Vereinshymne ohne Verein. Aber das ist nicht das einzige. Ein neues Team setzt sich zusammen und heißt, wie kann es anders sein, The Raverngers. Wir erkennen demnach eine, auf enorm hohen Niveau gezeigte Kreativität, oder das gleiche, was passiert, wenn ich zwei Kinder frage was sie gerne essen würden und sie antworten mir beide: „Eis“.

( Anmerkung am Rande: Die Schubkramento Kings schlagen ihre Köpfe mittlerweile so fest gegen die Wände, dass Einsturzgefahr droht)

Von dieser lächerlichen Team-Wechsel und Team- Bildungs-Charade bleiben übrig: Roland Kittel (Weltmeister), Tobias Engel (Weltmeister), Andreas Huber (Doppelweltmeister). Ich weiß schlicht und ergreifend nicht, wie ich diese Dummheit der beiden Rave(r)ngers in Worte fassen soll. Da hat sich jemand wirklich die Rosinen raus gepickt. Ein Geniestreich!

(Anmerkung am Rande: Detti und Geimi versuchen Axel davon abzuhalten sich vom Balkon zu stürzen.)

Aber wie es eben beim Ravernsport so üblich ist, kommt die Exzellenz aus dem Zufall. Und es entsteht das Rat-Pack (drei Spieler, vier Weltmeister). Ich bitte den Ravernsport-Gott, dass er dieses Zufalls-Team mit allen nur erdenklichen Titeln schmücken werde, dass sie gelegentlich von dem ebenfalls neuen Team der „One Wheel Raverneers“ –  und ebenfalls ein Überbleibsel dieser Verhandlungsposse –  herausgefordert werden und ich bitte den Ravern-Gott, dass die Verletzungen, die sich die Kings während dieser Ereignisse zugefügt haben, rasch verheilen werden.

(Anmerkung am Rande: Die Schubkramento Kings legen ihre letzte Beichte ab.)

Der Ravernsport hat jetzt jedenfalls vier neue Teams und ich freue mich, dass ich heute schon mal dem Rat-Pack zum ersten Turnier-Sieg gratulieren darf.

FRISCH! FREI! RAVERN!

P.S.:

Was lernen wir daraus? Wenn uns ein Team zu stark wird, schreiben wir ihm einfach eine Hymne.

Endger

Ergebnisse

MannschaftTeilnahmeRundenKurz 1Mittel 1Lang 1Bonus 1Kurz 2Mittel 2Lang 2Bonus 2Total
Chemical Sisters02000200002
Leissle All Stars02020010003
Munich Marble Ravengers02303110008
One Wheel Raverneers02103010005
Rat Pack02200012005
Schmeiss Girls02003000003
Schubkramento Kings02320020007
The Raverngers02100020003

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Andreas Bromberger2601002000011100000000
Andreas Geim21711102003001100220300
Andreas Nutz2401000000000110000001
Andres Hubero2501100000000012000000
Axel Wiegard2310002000000000000000
Birgit Graf2300000000020010000000
Christiane Kittel2710000003010000200000
Corinna Harrer2100000000000100000000
Daniel Stürzl2401000000000100020000
Daniela Listl2300000200001000000000
Franziskus Rupp2510000000000000220000
Johanna Stöger2100000000001000000000
Johannes Zettel21111100003011000003000
Jörn Pfeifer2300000000300000000000
Katharina Engel2200000000000100000001
Leo Jakob2700100030001000020000
Lukas Graf2300000000000010200000
Nadia Jakob2200100000000010000000
Petra Hubero2000000000000000000000
Roland Kittel2700100200020002000000
Sebastian Leissle2400020000001010000000
Sebastian Teufel2810020000001100000030
Stefan Zenisek2601000000000110000300
Thomas Hook2700100000301110000000
Tobias Engel2501100000000100020000
Verena Zettel2000000000000000000000
Gesamt521246884643967910848103632

Projekt: Dritter Stern!

Regensburg (ifors), er ist mit Sicherheit einer der konstantesten Athleten im Ravernsportzirkus und ein starker Widersacher von Weltmeister El Rancho. Dettinho! Der 32-jährige Regensburger steht in den Startlöchern und will auch im August seine guten Leistungen bestätigen. Jedoch plagen den Tour-Vierten derzeit Probleme mit seinem Rücken. Ein eingeklemmter Nerv macht dem fast schon obligatorisch zum Favoritenkreis gehörenden derzeit das Training unmöglich. Wie er sich trotzdem auf das Turnier vorbereitet und wie er die Chancen bei der Weltmeisterschaft in Santa Margalida sieht hat Ravernale.com mit dem Vize-Weltmeister von 2011 besprochen. Die IFORS-Couch zu Gast auf Prüfenings Höhen! Im Ravernodrom der erst vor kurzem ausgetragenen Copa Danubia stand Matthias Dettenhofer Rede und Antwort zum Projekt Titel-Hattrick mit dem RCMM.

Ravernale.com: Wie sind Sie persönlich mit dem Abschneiden in der abgelaufenen PRO.Tour-Saison zufrieden Herr Dettenhofer?
Matthias Dettenhofer:
Ich bin mit dem abschneiden in der Pro tour durchaus zufrieden. Platz 4 insgesamt, obwohl ich wegen anderer verpflichtungen 😉 in München nicht teilnehmen konnte. Da würde manch anderer Ravernalist nicht hinkommen, wenn er 10 Wettkämpfe bestreitet und nicht nur zwei, so wie ich.

Ravernale.com: Sehen Sie einen ausgemachten Favoriten für die kommende Ravernale? Wird „El Rancho“ seinen Titel verteidigen können?
Matthias Dettenhofer:
Ich denke Sancho oder Pancho oder El Rancho, wie auch immer er sich gerade nennt, wird den Titel keinesfalls erneut erringen können. Ich denke zweimal in Folge wird ihm Fortuna nicht die Stange halten und daher wird er auch das Podium klar verfehlen. Favoriten? Hmm, ich würde es dem Lukas Graf zutrauen und wie immer dem Coach Huber. aber evetl. wirds auch ganz ein anderer… Irgendeiner werd scho gwinna.

Ravernale.com: Und wie siehts ihrer Meinung nach bei den Teams aus?
Matthias Dettenhofer:
NUR DER RCMM!!!!!!!!! Die anderen Teams sollen uns nur tot reden. Die Kunst ist es sich auf den Saisonhöhepunkt vorzubereiten. Wen interessiert denn schon wer die Pro-Team-Tour gewonnen hat??? Die anderen Teams wie YMCA und SEHT können da gar nicht richtig mitreden. In Santa Margalida werden Helden und Mythen geboren!

Ravernale.com: Was macht ihr Rücken? Können Sie sich überhaupt richtig auf das Turnier vorbereiten?
Matthias Dettenhofer:
Ich werde ein Paar Trainigstage einstreuen, wenn mein kaputter Rücken es wieder zulässt. Sonst werde ich mich nicht besonders vorbereiten. Anreisetag ist bei mir der 10.August.

Ravernale.com: Haben Sie sich persönlich ein Ziel gesetzt?
Matthias Dettenhofer:
Mein Ziel bei der diesjährigen Ravernale ist ganz klar, sich nicht auf die Schnauze zu legen und somit dem Team zum DRITTEN Stern zu verhelfen. Einzel ist nicht wichtig, es zählt einzig und nur der Dritte Stern!!!!!!

Ravernale.com: Wir fragen derzeit die Ravernalisten gerne nach dem Reiz der Ravernale. Welchen Reiz hat das Turnier für Sie?
Matthias Dettenhofer:
Sonne, Urlaub, Sonne und Urlaub und mit meinen Teamkameraden abzuhängen. Schade ist nur, dass man sich die Unterkunft mit den übrigen „Sportlern“ teilen muss. Aber man versucht das Beste daraus zu machen.

Ravernale.com: Vielen Dank dass Sie sich die Zeit genommen haben und viel Erfolg in Sta. Margalida!