Kategorie: Spielberichte

Nutz gewinnt vor Kittel. Christiane Kittel!

Andreas Nutz gewinnt das Turnier im Mariaorter Ravernodrom und bestätigt gemeinsam mit seinen Teamkollegen Alexander Specht und Bastian Gottswinter den Weltmeistertitel der One Wheel Raverneers. Zweiter wurde Kittel! Christiane Kittel, die sich mit einem fabelhaften Schlussspurt auf der Langdistanz und im Bonus erstmals einen zweiten Platz in einem Turnier sichert. 25 Athleten fanden sich zum Tour-Auftakt am Austragungsort ein und sorgten für eine überzeugende Kulisse. Dabei stand der Vormittag im Zeichen zahlreicher Comebacks. Der Ravernsport feierte sich einen Tag lang selbst und ist auf dem besten Weg zurück zu altem Glanz.

Mariaort (Ifors), Zwei Tage vor dem Turnier musste der Inner-Circle um den frisch gewählten IFORS-Präsidenten Sebastian Teufel eine schnelle Entscheidung treffen. Das Ravernodrom am Adlersberg, welches noch zum Abschluss der vergangenen Spielzeit als eines der besten seiner Art gekürt wurde, war auf Grund einer kulturellen Veranstaltung doppelt gebucht. So musste die IFORS umdisponieren. Und das schnell! Die Wahl fiel auf eine Wiese in Mariort neben dem Gasthaus Krieger. Eine Top Lage mit sehr guter Infrastruktur. Allerdings war das Ravernodrom räumlich sehr beengt und nicht selten kam es zu kritischen Situationen in der Nähe der Impact-Zone.

Tags zuvor noch unter Sonnenlicht: Das idyllische aber enge Ravernodrom in Mariaort.

Zum Saisonauftakt fanden sich zwischen 9:45 und 10 Uhr morgens 25 Ravernsportler im Ravernodrom in Mariaort ein. Darunter selbstverständlich die Creme-de-la-Creme der Szene, aber auch alte Bekannte die ihr Comeback im großen Zirkus geben wollten und dies auch eindrucksvoll untermauern sollten. Beinahe hätte man die Rückkehrer im dichten Donau-Nebel nicht zu Gesicht bekommen oder zumindest leicht übersehen. Aber einer top organisierten IFORS sei Dank wurden die Rückkehrer mit einem reibungslosen und stramm durchgetakteten Turnierablauf zurück im Ravernsport begrüßt. Zum einen tauchen in dieser Saison die Rookie Ravern Rowdies um Jan Zempelin und Jakob Asenbauer wieder auf und zeigten sofort, dass sie in ihren sportlichen Pausen ordentlich an Stärke zugelegt haben dürften und auch in diversen Wertungen ein gehöriges Wort mitreden wollen. Zum anderen staunte das Ravernodrom nicht schlecht, als Tobias Ludwig vier Jahre nach seinem letzten Auftritt sich unter den Anwesenden tummelte und sein Comeback auch direkt mit einem Treffer von der Kurzdistanz garnierte.

Das Turnier begann mit einer Menge an Kurzdistanz-Treffern quer durch alle Lager. Sind die Ravernal-Distanzen noch so in den Sportlern verankert, dass die Tour-Distanzen plötzlich deutlich leichter erscheinen? Gleich mehrere Sportler starteten mit zwei Punkten in die neue Saison. Diese nahm aber direkt erstmals an Fahrt auf, als Andreas Nutz, welcher von der Kurz noch ohne Treffer geblieben war zuerst auf der Mitteldistanz mit 4 Punkten den Anschluss an die Spitze fand und auf der Lang-Distanz mit weiteren 6 Punkten das Feld begann zu dominieren. Kein El Rancho, kein Leo Jakob oder Sebastian Teufel führten nach Durchgang 1. Andreas Nutz setzte im Bonus sogar noch deren 2 Punkte nach und sorgte mit einer Fabelrunde von 12 Punkten für einen bemerkenswerten Tour-Auftakt. Da er zum zweiten Durchgang nicht mehr anwesend sein konnte, warf der Sinziger die Würfe 11-20 noch vor der eigentlichen zweiten Hälfte des Turniers. Mit 3 weiteren Punkten ertorgelte sich der amtierende Team-Weltmeister zwar nur noch ein Viertel der bereits eingeheimsten Punkte, setzte aber damit die Benchmark für den potentiellen Turniersieg. Es sei vorweg genommen: Keiner konnte mehr an ihm vorbeiziehen. Dennoch bot der zweite Durchgang noch reichlich explosiven Stoff.

Wieder war es die Kurzdistanz bei der die Lautstärke in der Impact-Zone nicht höher hätte sein können. Drei Hattricks von Thomas Hook (welcher gestern zu alter Stärke zurückfinden sollte), Roland Kittel und Bernhard Hengl läuteten die zweite Hälfte des Turniers am Naabspitz ein. Die Jagd auf den Turniersieg spitzte sich zu. Diesmal allerdings punkteten nicht wie gewohnt die üblichen Verdächtigen. Nein! Die meisten Punkte im zweiten Durchgang ertorgelte sich mit Christiane Kittel ein Schmeiss Girl. Zunächst war die frisch gebackene Mutter einer kleinen Tochter nach dem ersten Durchgang noch im grauen Mittelfeld zu finden. Dann aber folgte ein sagenhafter Run im Zweiten. 2 Punkte von der Kurz, ebenso zwei von der Mittel und danach noch 6 Punkte über die Lang und den Bonuswurf. Der Jubel im Ravernodrom kannte teamübergreifend keine Grenzen mehr und „La Rancha“ wurde in den an diesem Tag so tiefgrauen Himmel gehoben. Geschichten die nur der Ravernsport schreibt.

In der TEAM.Tour setzt sich der amtierende Weltmeister, die One Wheel Raverneers direkt an die Spitze der Tabelle. Gefolgt von Vize-Toursieger und Vize-Weltmeister Munich Marble Ravengers und dem amtierenden Tour-Sieger Rat Pack. OWR bestätigt damit seine Form in bestechender Art und Weise. Mit den Raverneers dürfte auch in dieser Saison zu rechnen sein. Die Schmeiss Girls starteten mit einer soliden Leistung und vier Teampunkten in die Saison und weisen den RC Sinzing 04 – Die Schwanzer deutlich in die Schranken. Dabei liessen die Girls sogar noch die Chance aus, weitere wichtige Punkte in die Wertung einzubringen.

300 Punkte! Respekt Roland Kittel!

Ein weiteres Novum, welches durch den neuen Präsidenten eingeführt wurde sind die während des Turnieres kommunizierten Meilensteine. Dabei wird im Ravernodrom bekannt gegeben wenn ein Athlet eine signifikante Marke innerhalb seiner Karriere erreicht hat. Zunächst gelang Johannes Zettel mit seinem Treffer von der Langdistanz der 150. Punkt seiner Karriere. Kurz darauf legte der an diesem Tag mit einer zurückhaltenden Leistung torgelnde Roland Kittel seinen 300. Punkt nach, was nicht nur ein Meilenstein für ihn selbst, sondern für den gesamten Ravernsport ist. Die Ehrung durch den Präsidenten folgte auf den Fuß.

Fazit des Tour-Auftaktes: Ein wunderbarer Tag in Regensburgs dichter Nebelsuppe mit einem starken Teilnehmerfeld und einem vollkommen ungewohnten Podium. Der Ravernsport ist zurück. Sexy wie selten zuvor! Dabei schürt er die Vorfreude auf die kommenden Turniere und die Hoffnung auf eine spannende PRO.Tour. Ein Hoch auf den Torgel! Ein Hoch auf die Ravern!

Ein hoch auf uns! Frisch! Frei! Ravern!

Ergebnisse

MannschaftTeilnahmeRundenKurz 1Mittel 1Lang 1Bonus 1Kurz 2Mittel 2Lang 2Bonus 2Total
Chemical Sisters00020000002
Munich Marble Ravengers00120022007
One Wheel Raverneers002400120110
Rat Pack00020010306
RC Sinzing 04 – Die Schwanzer00100010002
Rookie Ravern Rowdies00100004005
Schmeiss Girls00100012004
Schubkramento Kings00000000000

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Alexander Specht2400100000001100000001
Andreas Bromberger2211000000000000000000
Andreas Geim2300000000011010000000
Andreas Nutz21500002203320100200000
Andres Hubero2100100000000000000000
Axel Wiegard2710100000000000203000
Bastian Gottswinter2401100000001000000001
Bernhard Hengl2701100000001110200000
Birgit Graf2400120000000010000000
Christiane Kittel21310002000001100020033
Franziskus Rupp2401000000000100200000
Jakob Asenbauer21201000203300010200000
Jan Zempelin2811000000001010220000
Johannes Zettel2801020003001010000000
Katharina Engel2201000000000010000000
Leo Jakob2711000200000010200000
Lukas Graf2501000000000112000000
Petra Hubero2000000000000000000000
Roland Kittel2901002000001110000030
Sebastian Teufel2510002000001100000000
Stefan Zenisek2811000000020010000300
Thomas Hook21201100203001110200000
Tobias Engel2200000000001000000001
Tobias Ludwig2100100000000000000000
Verena Zettel2000000000000000000000
Gesamt501437138488012651191221643366

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Roland Kittel: Rekordweltmeister!

Roland Kittel dominiert den Ravernsport nach Belieben. Bei der 8. Ravernsport-Weltmeisterschaft, der Ravernale, siegt Kittel mit zwei starken Durchgängen und wird Weltmeister. Bei der Team-Weltmeisterschaft gewinnt mit den One Wheel Raverneers zum fünften Mal in Folge eine neue Mannschaft nach Nerven zerreißenden KO-Spielen den Titel im Finale gegen die Munich Marble Ravengers. Bei der abschließenden Meisterfeier in der Ravernsport-Alm in Sinzing wählt die IFORS mit Sebastian Teufel (bisheriger Vorsitzender der IFORS-PA) ihren neuen Präsidenten. Eine grandiose Weltmeisterschaft geht zu Ende und stellt zugleich den Startpunkt für die Reise in neue Dekade dar.

Regensburg (ifors), als in den Wochen vor der Ravernale spekuliert wurde, wer genau an der diesjährigen Weltmeisterschaft teilnehmen würde und wie glücklich der Termin letztendlich gewählt wurde, gab es nicht wenige Beobachter der Ravernsport-Szene, die Zweifel an der Jubiläumsravernale hegten. Wie sich letzten Endes am ersten Tag der Ravernale herausstellen sollte, waren es für eine Ravernale mit 15 Athleten völlig normale Teilnehmerzahlen die keinerlei Schwund beim Interesse der Athleten erkennen liesen. Im Gegenteil: Zwei Teams mehr (wenn auch dezimiert) als vor zwei Jahren in Oberndorf hatten für die Team-Weltmeisterschaft gemeldet und ermöglichten somit einen normalen Gruppenmodus, den die IFORS ohne große Diskussionen durch gewunken hatte. Präsident Stefan Zenisek eröffnete die Ravernale mit warmen Worten die einen Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre darstellten. Viele der Protagonisten von damals standen auch diesmal wieder im Ravernodrom. Leider war es verschiedenen Personen (u.a. Ur-Weltmeister Axel Wiegard und Ex-Weltmeister Andres Hubero) aus terminlichen Gründen nicht möglich dieses Mal an den Wettkämpfen teilzunehmen. Dennoch konnte die Ravernale mit der Team-WM-Vorrunde am Donnerstag, dem 15.08. (einem Ravernsport-Feiertag) starten. Das Feuerwerk in Can Picafort, war auch heuer nicht ins Rahmenprogramm der Titelkämpfe mit aufgenommen worden.

Der WM-Auftakt im Prüfeninger Schlossgarten.
TEAM-WM startet ohne große überraschungen

Die Team-WM startete am Donnerstag jedoch ohne größere Überraschungen. Zwei Teams des Starterfeldes mussten ihre Farben „Solo“ vertreten und zogen dabei den im IFORS-Regelwerk beschriebenen Team-Joker, bei dem es den einzelnen Sportlern erlaubt wird ihr Team bei einer Ravernale auch alleine zu vertreten. 2015 war bereits Birgit Graf (ehemals Oberleitner) so bis ins Halbfinale der Team-WM vorgestoßen. 2019 nun vertraten Christiane Kittel die Schmeiss Girls, Andreas Geim die Schubkramento Kings.

Erwartungsgemäß war die Vorrunde daher für die Solo-Teams eine etwas aussichtslose Mission, die beide Teams jedoch beachtlich meisterten. Die Schmeiss Girls mussten jedoch mit 5 ertorgelten Punkten am Ende den souveränen One Wheel Raverneers, die in der Vorrunde mit Naia Jakob den Kader aus dem erweiterten Team-Kreis auffüllten (23 Team-Punkte in der Vorrunde!!) und den etwas wackeligen und fast vollständig anwesenden Munich Marble Ravengers (magere 6 Punkte!) den Vortritt lassen.

In der Gruppe B kam es zu einem Sportlerdebüt, welches Jahrelang auf sich warten lies. Axel Süß, der in der Vergangenheit bereits als das „Phantom“ von Danubia United galt (er hatte einen Vertrag bei den Oberpfälzern unterzeichnet, kam jedoch nie zu Einsatzzeiten), vertrat im Team der Rat Packs die abwesenden Tobias Engel und Andres Hubero. Gemeinsam mit dem Über-Ravernisten Roland Kittel spazierte er durch die Vorrunde. In einem entscheidenden Vorrundenspiel musste sich Solo-King Andreas Geim dem RC Sinzing 04 „Die Schwanzer“ geschlagen geben.

Kittel torgelt sich schnell und erwartet an die Spitze

Tags darauf, Freitag 16.08., startete die Einzel-WM mit ihren 15 Teilnehmern. Nach 2017 und 2015 die Ravernale mit den meisten Teilnehmern. Mit Spannung wurde dabei der Start von Leo Jakob erwartet, der in der Vorrunde der Team-WM gemeinsam mit seiner Ehefrau Nadia bereits 23 famose Punkte ertorgelt hatte. Kann er Roland Kittel gemeinsam mit Dauer-Vize Sebastian Teufel das Gas einstellen?

Roland Kittel lies zu Beginn im Prüfeninger Schlossgarten, der nach seinen PRO.Tour-Appearances nun auch heiliger WM-Boden wurde, keine Zweifel aufkommen über wen der Titel hier zu gehen hat. Nach zwei Durchgängen hatte der Sinzinger Abonnement-Meister bereits 16 Punkte ertorgelt und somit sein eigenes WM-Ergebnis von vor zwei Jahren (14 Punkte) übertorgelt und die Weltmeistermarke Huberos aus dem Jahr 2011 eingestellt. Alles deutete darauf hin, dass Kittel seine „Gegner“ auseinander nehmen würde. Hinter Kittel formierte sich nach diesen ersten beiden Durchgängen ein durchschnittlich schwaches Teilnehmerfeld. Die ärgsten „Verfolger“ waren Andreas Geim (8 Punkte), Sebastian Teufel (7 Punkte) und Christiane Kittel (5 Punkte). Der so hoch gehandelte Leo Jakob rangierte mit vier Einzelpunkten im grauen Mittelfeld des Teilnehmerfeldes. Vom Tabellenende bis auf Platz 4 trennten die Athleten nur 4 Punkte. Sozusagen ein dichter Rest!

Nervenkriege in der TEAM-WM

Zwischen dem ersten und zweiten Durchgang der Einzel-WM waren noch die Halbfinals der diesjährigen Team-Weltmeisterschaft angesiedelt. Dabei trafen noch vor der Mittagspause die One Wheel Raverneers auf den RC Sinzing 04 „Die Schwanzer“. OWR an diesem Vormittag aber nicht mehr mit der „Not-Besetzung“ sondern mit der kompletten Mannschaftsstärke am Start. Neben Leo Jakob waren nun auch Teambegründer Andreas Nutz, Alexander Specht und Bastian Gottswinter im Ravernodrom im Schlossgarten vertreten. Ein Halbfinale in welchem, bei einem OWR-Spiel fast erwartet, viele Punkte durchs Ravernodrom schepperten. Ein enges Kopf an Kopf Rennen, welches von Vokuhilas und Schnauzbärten nur so geprägt war. Am Ende machte Leo Jakob beim Stand von 8:9 für die Schwanzer seinen Treffer von der Lang-Distanz und schob die OWR damit noch auf der Zielgerade ins Finale der Team-WM.

Im anderen Halbfinale trafen die am Vortag so famos gestarteten Rat Packs um Roland Kittel und Axel Süß auf die wackelig und nervösen Munich Marble Ravengers aus der bayerischen Landeshauptstadt. Das Rat Pack als amtierender Weltmeister selbstverständlich haushoher Favorit, während MMR eine deutlich solidere und nervenstärkere Leistung als noch am Vortag zeigte. Als es nach dem ersten Durchgang bereits 4:1 für die Mannen von der Isar stand, waren viele auf die Reaktion Kittels gespannt. Seine Nervenstärke ist mittlerweile gefürchtet in der gesamten Ravernsport-Welt. Und so kam es wie es kommen musste. Im letzten Wurf vor den Bonuswürfen glich Kittel das Spiel zum 4:4 aus. Bei der nachfolgenden Team-Diskussion der MMR war die Nervosität mit den bloßen Händen greifbar als sich Johannes Zettel den Torgel schnappte und auf die Kurz-Distanz ging. Mit seinem Treffer von der Kurz-Distanz setzte er das Rat Pack unter Druck. Kittel bekannt für seine Stärke von der Mitteldistanz und dafür sein Team nicht ins Stechen führen zu wollen vertorgelte mit dem letzten Wurf die Chance auf den Team-Weltmeister-Titel.

Das Finale der Team-WM bildeten also die One Wheel Raverneers und die Munich Marble Ravengers.

Thomas Hook (MMR) steht im Finale der Team-Weltmeisterschaft
Kittel schwächelt in Durchgang Drei

Vielleicht war es für Roland Kittel schon zu deutlich. Am Finaltag an der Kleinprüfeninger-Fähre nördlich der Donau ertorgelte der designierte Weltmeister nur vier Punkte und ermöglichte plötzlich doch noch einmal Spekulationen. Leo Jakob, am Vortag mit 4 Punkten zu schwach um Kittel ernsthaft zu gefährden, holte sich den Sieg in Durchgang Nummero drei durch 8 solide ertorgelte Punkte. Wegen seinem schwachen ersten Tag auf der Ravernale lagen zu diesem Zeitpunkt jedoch immer noch 8 Punkte zwischen ihm und Kittel. Besser hatte es da am Vortag Sebastian Teufel gemacht. In einem schwachen dritten Durchgang, bei dem ihm nur 2 Punkte gelungen waren setzte er im Bonuswurf alles auf eine Karte und verringerte souverän mit einem Ultra-Distanz-Treffer Rückstand auf Kittel nochmals auf 6 Punkte. Geht da noch was? Ansonsten herrschte im Ravernodrom trotz überragender Stimmung und optimalen Wetterbedingungen sportliche Tristesse.

Basti Teufel mit einem Ultra-Distanz-Treffer in Durchgang drei.
HERZSCHLAG-FINALE in der TEAM-WM

Gehen die Halbfinals in dieser Team-WM bereits als Nervenkrimis in die Geschichte der Weltmeisterschaften ein, so war das Team-WM-Finale 2019 an Spannung kaum mehr zu überbieten. Da waren sich alle Beteiligten aber auch die Zuschauer einig. Obwohl es noch kurz vor Ende des ersten Durchgangs danach aussah, als würde OWR sich bei einer souveränen 4:0-Führung den Titel sichern, kamen die Munich Marble Ravengers noch einmal ins Turnier zurück. Andreas Bromberger alias „Dr. Udo“ bestätigte die neue Nervenstärke der Isar-Jungs. Er schnappte sich seine Bahndamm-Torgel und verweilte lange an der Abwurfmarkierung. Durch die Ruhe im Ravernodrom konnte man den Herzschlag des Finales deutlich spüren. Bromberger konzentrierte sich, setzte noch einmal ab, konzentrierte sich erneut und betete den Torgel geradezu deutlich in die Ravern. Sein befreiender Jubelschrei hallte durch das Donautal. Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnte Johannes Zettel den Rückstand von MMR auf 3:4 verkürzen und mit seinem letzten Wurf im Bonusdurchgang gerade noch so ausgleichen. Man sah dem Giesinger die Belastung durchaus an. Das spannende Team-Finale ging also in die Verlängerung. Im Kurz-Distanz-Stechen war nun alles möglich. Der bei dieser Team-WM nervlich erprobte Zettel vergab seinen Torgel ebenso wie Andreas Nutz (OWR). Andreas Bromberger verfehlte seinen Torgel bevor Alexander Specht (OWR) mit einer Millimeterentscheidung durch einen „Fling“ OWR auf die Siegerstraße führte. Thomas Hook konnte zwar noch einmal ausgleichen. Leo Jakob versenkte seinen Torgel aber ebenso souverän wie der ehemalige Einzel- und Team-Weltmeister von 2015. Die Niedergeschlagenheit der MMR über den lange ersehnten Titel war deutlich spürbar. Der Jubelgesang der One Wheel Raverneers dagegen, erfüllte das Ravernodrom! Nach der gezeigten Mannschaftsleistung bei dieser Team-WM ein verdienter Team-Weltmeister!

Der neue Team-Weltmeister One Wheel Raverneers (es fehlt Bastian Gottswinter)
Kittel hadert mit seiner Leistung und wird Weltmeister

Kittel waren in der Einzelwertung zwei Sportler bis auf 6 bzw. 8 Punkte auf den Leib gerückt. Trotz einer weiterhin schwachen Leistung des amtierenden und bereits von vielen Szenekundigen Sportlern auch neuen Weltmeisters, konnten Leo Jakob (OWR), Andreas Geim (SKK) und Sebastian Teufel (S04) den Vorsprung nicht mehr massiv verringern. Nur ein Sportler war in der Lage Kittel bis zum Bonuswurf in Schach zu halten. Leo Jakob hatte mit der Ultra-Distanz noch die theoretische Chance das Turnier noch einmal auszugleichen und Kittel ins Stechen zu zwingen. Wenn einem neben Sebastian Teufel, der am heutigen Tag bereits seinen zweiten Ultra-Treffer in seiner Ravernsportkarriere (ein weiterer gelang ihm auf der PRO.Tour aus 25 Metern) in der Ravern erklingen lies, ein Treffer aus 34 Metern zuzutrauen ist dann Leo Jakob. Jakobs bevorzugter Permanent-Torgel zerbrach jedoch kurz vor dem finalen Bonuswurf. Er selbst beschreibt es später als symbolisch. „Zerbrochene WM-Träume“. Jakob verfehlt den Ultra mit einem anderen Torgel und schuf somit Klarheit.

Zerbrochene WM-Träume. Jakobs Permanent-Torgel vor dem entscheidenden Ultra-Wurf.

Roland „El Rancho“ Kittel wird erneut Team-Weltmeister und verteidigt als erster Ravernist überhaupt seinen WM-Titel. Trotz schwacher Leistungen in Durchgang drei und vier, mit welchen der verdiente Weltmeister selbst haderte, gelang dem Sinzinger mit 21 WM-Punkten das Zweitbeste Ravernale-Ergebnis seit Beginn des Ravernsportes. Nicht auszudenken, hätte er den Flow vom Vortag mit nach Kleinprüfening genommen. Kittel ist ein verdienter Weltmeister und durch seinen dritten WM-Titel nun auch alleiniger Rekordweltmeister!

Die Frage wird sein, wann andere Sportler in ihrer Leistung nachziehen. Sicher ist: Die 21 Punkte von Roland Kittel sind keine Überleistung. Aber Kittel ist und bleibt derzeit der konstanteste aller Ravernisten und von daher dürfte ein Titelgewinn in den kommenden Jahren einzig über die Konstanz zu Stande kommen.

STARKE JUBILÄUMSRAVERNALE! Auf die Zukunft!

Fazit: Tolle WM-Tage liegen hinter uns. Die Jubiläumsravernale, welche zum ersten Mal auf Regensburger Boden stattgefunden hatte erfüllte die Erwartungen. Tolle, bereits aus der Tour bekannte Ravernodrome sorgten für eine feierliche und spannende Stimmung. Alles, aber auch wirklich alles belegte wieder einmal die Bedeutung des Ravernsportes für die enge Freundschaft der Athleten untereinander. Bei solch stimmungsvollen und freundschaftlichen Events braucht sich der Ravernsport nur geringe Sorgen um sein Fortbestehen und die Zukunft in einer neuen Dekade machen.

Auf der Meisterfeier auf der Sinzinger IFORS-Alm erhielt Roland Kittel dem Ritus des Weltverbandes nach heiß ersehntes „Rum und Erde“ und ist nun endgültig im Olymp der ersten zehn Jahre „IFORS-Ravernsport“ angekommen.

Am selben Abend wählten die Anwesenden Athleten Turnusgemäß auch noch einen neuen Präsidenten. Die absolut freudige Nachricht: Mit Sebastian Teufel wurde genau die richtige Person zum Präsidenten (First Lady Andreas Geim) gewählt um den Ravernsport in eine mit Sicherheit noch umwerfendere Dekade zu führen. Auf eine glorreiche Zukunft unseres Ravernsportes und die nächsten 10 Jahre!

FRISCH! FREI! RAVERN!

 

Der ewige Roland!

Das Wetter meinte es gut mit den Ravernisti der diesjährigen PRO.Tour. Der Finaltag startete zwar bedeckt, aber trocken. Im Laufe des Tages sollte die Sonne, vor allem aber ein überragender Ravernist ein denkwürdiges Ravernsport-Event auf den heiligen Rasen im Sankt-Dominicus-Park auf dem Adlersberg bei Regensburg zaubern. Wegen den hervorragenden Bedingungen in diesem Ravernodrom, diskutiert die IFORS derzeit sogar die Austragung der finalen Durchgänge bei der Weltmeisterschaft 2019 auf dem Adlersberg.

Ein wunderschönes Ravernodrom. Der Sankt-Dominikus-Park auf dem Adlersberg.

Spannende Ausgangslage verspricht ebenso spannenden Turnierverlauf

18 Ravernisti versammelten sich gegen 10 Uhr morgens im Ravernodrom zum großen Finaltag. Die Ausgangslage gab in den meisten Wertungen Anlass zu fast berstender Spannung. So startete die PRO.Tour mit einem extrem knappen Dreikampf an der Spitze in den Tag. Mit Leo Jakob (36 P.), Roland Kittel (35 P.) und Sebastian Teufel (34 P.) führten drei starke Athleten das Feld vor ein paar wenigen Verfolgern an, die sich zumindest noch Hoffnungen auf das Podest machen konnten.

Die TEAM.Tour schien an diesem Tag nicht mehr ganz so spannend zu sein und so diskutierten viele Beteiligte am Ravernodrom die „Namenswette“ zwischen den beiden Rave(r)ngers aus München und Prüfening. Die Munich Marble Ravengers führten vor dem Spieltag die Wertung mit 6 Punkten Vorsprung vor dem Rat Pack und den One Wheel Raverneers an. Selbstbewusst waren die Münchner angereist und wollten den ersten Titel der Vereinsgeschichte mit in die Landeshauptstadt nehmen.

In den Ligen ging es vor allem noch um die Titel. Die Ausgangslage in der Masters League analog zur PRO.Tour. Aber auch in der 2.Liga drängelten sich noch 5 Sportler um den Aufstieg in die Eliteliga. Den Abstieg aus der Masters League noch verhindern hätte Axel Wiegard probiert. Seine Chancen standen allerdings mit 6 Punkten Rückstand auf Thomas Hook nicht besonders gut.

Kittel schiebt sich erstmals in dieser Saison an die Spitze

Das Turnier startete. Und mit zwei Punkten auf der Kurzdistanz marschierten Sebastian Teufel und Roland Kittel im Gleichschritt in Richtung PRO.Tour-Titel. Leo Jakob konnte seine starke Form bis dahin nicht unter Beweis stellen. Dann brach allerdings das Leistungsniveau des gesamten Feldes ein. Nahezu keine Treffer auf der Mitteldistanz ermöglichten es Roland „El Rancho“ Kittel durch zwei Treffer von der Mitteldistanz sich deutlich an die Spitze zu setzen. Auch für die PRO.Tour bedeutete dies, dass der Rekordchampion keinen Zweifel daran entstehen lassen wollte, über wen der Titel auch in diesem Jahr gehen sollte. Als Leo Jakob und Sebastian Teufel auch von der Langdistanz keine Treffer auf ihrem Konto verbuchen konnten lies es sich Roland Kittel nicht nehmen und zog mit einem Dreier von der Lang und einem Mitteldistanztreffer beim Bonuswurf fast schon uneinholbar weg. Die spannende Ausgangsposition schien Kittel innerhalb von einem Durchgang schon zerstäubt zu haben. In der TEAM.Tour bedeutete dieser erste Durchgang für die Munich Marble Ravengers keinen größeren Schaden. Durch selbst eingebrachte 5 Punkte im ersten Durchgang verloren sie auf das starke Rat Pack nur 1 Punkt und hielten den Abstand von 6 Punkten auf die One Wheel Raverneers. Beim Mittagessen sah also vieles nach dem Titelgewinn der Münchner aus. Im Abstiegskampf der Masters League konnte Axel Wiegard 2 Punkte auf Thomas Hook gut machen. Dennoch sah es für den Münchner Hook immer noch sehr gut und komfortabel aus.

Der Raverna-Minister konnte mit einem typischen Ravernsport-Getränk aufwarten.

Ein starker Auftakt in den zweiten Durchgang

Es startete der zweite Durchgang. Und mit einem Hattrick von der Kurzdistanz lies Roland Kittel die ersten bereits Lobeshymnen auf den Sinzinger starten. 14 Punkte nach der Kurzdistanz des zweiten Durchganges: Andreas Geim von den Schubkramento Kings mutmaßte da bereits, dass die Bestmarke von 19 Punkten in einem Turnier hier ganz gehörig zu wackeln beginnen. Keiner der ambitionierten Verfolger konnte auch nur ansatzweise den designierten alten und neuen PRO.Tour-Sieger in Schach halten und so gab es bereits zur Mitteldistanz nur noch theoretische Chancen für Sebastian Teufel, den Abonnement-Meister Kittel noch vom Thorn zu stoßen. Was dann folgte, drehte das gesamte Interesse der Anwesenden von der PRO.Tour plötzlich auf die TEAM.Tour.

Unfassbare Szenen in der TEAM.Tour

Auftritt Andres Hubero (RP). Das Rat Pack lag zu diesem Zeitpunkt noch immer 5 Punkte hinter den selbstbewusst agierenden Ravengers aus der Landeshauptstadt. Roland Kittel, durch die Euphorie seiner atemberaubenden Einzelleistung beschwingt, rief Hubero zu: „Auf gehts! 5 Punkte noch!“. Hubero schien das so dermaßen anzustacheln, dass er nicht nur den ersten Torgel von der Mitteldistanz in die Ravern schmetterte und den Rückstand auf 3 Punkte verkürzte, sondern direkt im Anschluss noch den zweiten hinterher betonierte. Die Gesichtszüge der Münchner Ravernisti: Nennen wir es angespannt! Das Turnier schritt fort und so kam das Turnier auf die Langdistanz. Und wer erinnert sich nicht an historische Sportereignisse wie das Champions League Finale 1999 zwischen Bayern München und Manchester United, oder die dramatischen Finalserie in den NBA-Finals 2006 zwischen den Dallas Mavericks und den Miami Heat bei denen die tragische Figur Dirk Nowitzki einen sicher geglaubten Meistertitel auf den letzten Metern noch verlor. Ein noch sehr junges Beispiel für diese Art von Drama wäre zum Beispiel das Finale des olympischen Eishockeyturniers, bei dem das überraschend auftrumpfende Deutsche Team eine Hand bereits an einer sensationellen Goldmedaille hatte und 55 Sekunden vor Schluss jäh aus sämtlichen Träumen gerissen wurden.

Andreas Bromberger trat auf der Langdistanz für die Münchner an. In der bisher besten Saison seiner Karriere (4.0 Pkt/Runde) avancierte der Giesinger zum Stamm-Langdistanz-Torgler der Ravengers. Seine Quote von 12.5% auf dieser Distanz sollte in dieser Saison einen gehörigen Anteil daran haben, dass das Team um Thomas Hook, Johannes Zettel, Lukas Graf und Jörn Pfeifer den Titel gewinnen hätte können. Nachdem allerdings diesmal das laut erhellende Scheppern der Ravern ausgeblieben war, war die Bahn frei für Roland „El Rancho“ Kittel und das sagenhafte Rat Pack, welches heute aus den beiden Weltmeistern Hubero und Kittel bestand. Sein erster Torgel von der Langdistanz brachte das Rat Pack 2 Punkte in Führung. Der Dritte machte die Lage für die Sportler von der Isar geradezu aussichtslos.Aus 5 Punkten Vorsprung wurden 5 Punkte Rückstand. Innerhalb von nur 2 Distanzen. Und Roland Kittel zersprengte die bisherige Bestmarke von 19 Punkten innerhalb eines Turniers und erhöhte diese auf 22.

Starker Ravernsport und der ewige Roland!

Konsternierte Münchner und ein erneut feierndes Rat Pack. Die mit so vielen Titeln gespickte Glamour-Truppe hatte es wieder einmal allen gezeigt und gewinnt am Ende sogar deutlich und verdient die TEAM.Tour 2018/2019. Nerven wie Drahtseile und eine ungeheure Treffergenauigkeit zeichnen Hubero und Kittel aus. Und so schnappen sie den Münchnern den fast schon sicher geglaubten Titel weg. Chapeau! So ist der Ravernsport. Wer sich zu früh in Sicherheit wiegt, hat die Rechnung ohne Roland Kittel und Andres Hubero gemacht. Und so wurden die Münchner Torgler wieder einmal Opfer einer einzigartigen Leistung ihrer Gegner. War es 2017 im WM-Halbfinale ein Dreier-Hattrick von Sebastian Teufel, so war es heute eine unglaubliche Mannschaftsleistung des Rat Packs, die unfassbare 16 Punkte in die Team-Wertung einbrachten, während die Ravengers deren 6 einbrachten. Kurios: 6 eingebrachte Teampunkte, sind eigentlich gar kein so schlechtes Ergebnis.

Titel für das Rat Pack. MMR fands nicht ganz so prall.

Roland Kittel gewinnt also erneut die PRO.Tour und mit Andres Hubero gewinnt er auch noch die TEAM.Tour. Gratulation an beide.

Das Drama des Abstiegskampfes in der Masters League um Axel Wiegard und Thomas Hook ging dabei fast vollständig unter. Axel Wiegard hatte sich tatsächlich noch an Thomas Hook herangeschlichen. Der allerdings, konnte mit einem Treffer von der Langdistanz seine Klasse sichern. Somit steigen in diesem Jahr Axel Wiegard, Andres Hubero (kurios) und Jörn Pfeifer aus der Masters League ab. Ersetzt werden die drei durch Andreas Bromberger (MMR), Stefan Zenisek (TR) und Johannes Zettel (MMR), die sich im Fünfkampf mit Franziskus Rupp (TR) und Christiane Kittel (SG) durchsetzen konnten.

Ach und eines noch am Ende: Durch die Namenswette, welche die Raverngers aus Prüfening ausgerufen hatten, kam es am Abend zur Vergabe des neuen Team-Namens durch die Munich Marble Ravengers. Das Team um Basti Teufel, Franziskus Rupp, Stefan Zenisek und Bernhard Hengl wird in der kommenden Saison unter dem Namen „RC Sinzing 04 – Die Schwanzer“ an den Start gehen müssen. Es darf bezweifelt werden, dass die Truppe den Namen über die Saison 2019/2020 hinaus behalten wird.

Die IFORS schaut nun voraus auf die Weltmeisterschaft 2019. 10 Jahre nach dem Ur-Torgelfund. Es darf ein Spektakel erwartet werden. Hierzu wird sich die IFORS aber in den kommenden Wochen noch einmal konkreter melden.

Allen Titelträgern gratuliert die IFORS recht herzlich und freut sich schon jetzt auf eine spannende neue Saison 2019/2020.

Bis dahin.

Frisch! Frei! Ravern!

Ergebnisse

MannschaftTeilnahmeRundenKurz 1Mittel 1Lang 1Bonus 1Kurz 2Mittel 2Lang 2Bonus 2Total
Chemical Sisters02000000000
One Wheel Raverneers02103100005
Munich Marble Ravengers02103100005
Rat Pack020402046016
The Raverngers02200002004
Schmeiss Girls02000010001
Schubkramento Kings02200120016

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Alexander Specht2100000000000100000000
Andreas Bromberger2901000000311010020000
Andreas Geim2310000000000110000000
Andreas Nutz2700100003010000000002
Andres Hubero21100020000001012200030
Axel Wiegard2611000000010110000001
Bastian Gottswinter2401100000000110000000
Christiane Kittel2200100000001000000000
Franziskus Rupp2300000000000000003000
Johannes Zettel2300100000010000000001
Leo Jakob2400000000301000000000
Lukas Graf2601100000010012000000
Petra Hubero2000000000000000000000
Roland Kittel22210120200321112003030
Sebastian Teufel2610100000000010020001
Stefan Zenisek2500000000000000200300
Thomas Hook2400100000000000000030
Verena Zettel2200000000000110000000
Gesamt369844840203975696446395

Die Sternstunde des Dr. Udo Bromme

Ein kleines aber feines Turnier mit 14 Teilnehmern im Mattinger Adventsnebel wird zu einer denkwürdigen Veranstaltung bei der Andreas Bromberger in beiden Durchgängen glänzt und sich zum ersten Mal den Sieg eines Turniers sichert. Vor dem Saisonabschluss nach der Winterpause rücken dabei die Ravernisti eng aneinander, so dass ein extra spannendes Saisonfinale winkt. Wer nun keine Lust auf dieses Ravernsport-Spektakel bekommt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Der Morgen des 01.12. sah recht ungemütlich aus. Es regnete bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und einer tiefliegenden Nebeldecke. Kurz wurde die Annullierung des Turniers von der IFORS in Erwägung gezogen. Nach Rücksprache mit den Athleten wurde das Turnier mit ein wenig Verspätung gegen 10:30 Uhr begonnen. Und es zeichnete sich bereits ab, dass dieses Turnier ein Trefferreiches werden sollte. Zunächst punkteten fast alle Ravernisti von der Kurzdistanz. Leo Jakob von den One Wheel Raverneers bestätigte seine starke Leistung in dieser Saison mit einem Kurzdistanz-Hattrick, der ihm die zwischenzeitliche Führung nach der ersten Torgelrunde einbrachte. Solide und fast unbemerkt erzielte jedoch Andreas Bromberger auf den Folgedistanzen jeweils einen Treffer. Nach dem ersten Durchgang lag der Münchener in Aussichtsreicher Position auf Rang zwei hinter dem mittlerweile so etablierten Jakob. 

Ein hervorragendes Ravernodrom. Sicherlich nicht zum letzten Mal der Schauplatz eines Turnieres.

Das Turnier war geprägt von strittigen Entscheidungen. Die Schiedsrichter hatten es auf dem hervorragenden Ravernodrom nicht immer leicht und strittige Griff-Falz-Kombinationen und Rückwand-Treffer zwangen die Unparteiischen zu teils unpopulären und zu teils überraschenden Entscheidungen. Die wohl spannendste traf das Schiri-Dreigespann beim Bonus-Ultra-Wurf von Franziskus Rupp. Der Prüfeninger lag mit 1 Punkt am Tabellenende als er im Bonus an die Ultra-Distanz trat. Der Torgel segelte 25 Meter durch die Luft und traf nach langer Diskussion den Falz der Ravernrückwand. Rupps zweiter Ultra-Treffer seiner Karriere.

Am Ende des ersten Durchganges musste sich der IFORS-Präsident und 2.Liga-Spitzenreiter Stefan Zenisek verabschieden. Auf Grund von Magenproblemen war eine weitere Runde des Pentlingers nicht mehr möglich.

Im zweiten Durchgang sah es zunächst danach aus, als könnte Roland Kittel dem Teilnehmerfeld eines seiner spektakulären Turniere aufzwingen. Nach seinem Hattrick von der Kurzdistanz torgelte er sich an das Spitzenfeld heran. Andreas Bromberger hatte dabei von der Kurzdistanz zwischenzeitlich nichts getroffen. Und so sah es vor der Mitteldistanz ganz danach aus, als könnte Leo Jakob (OWR) seinen Erfolg vom oberen Wöhrd wiederholen. Der Raverneer zog mit 4 Punkten Vorsprung vor dem restlichen Feld davon. Doch erneut torgelte sich Bromberger heran. Mit einem Doppelschlag von der Mitteldistanz zog er mit Jakob gleich. Die Langdistanz und der bevorstehende Bonuswurf mussten also die Entscheidung herbeiführen. Der bis dahin so starke Jakob verfehlte alle drei Würfe von seiner Paradedistanz. Und jetzt schlug die Stunde des Dr. Udo Brome! Die Langdistanz, mittlerweile so etwas wie Brombergers heimliche Lieblingsdistanz, began er mit zwei Fehlwürfen. Der dritte jedoch fand seinen Weg in die Mulde der Ravern. Bromberger grüßte vor dem abschliessenden Bonuswurf von der Spitze und wartete gebannt auf den letzten Wurf seiner Kontrahenten. Als Roland Kittel seinen letzten Wurf verfehlte stand Bromberger als Sieger des Turniers fest! Der Jubel im Ravernodrom war groß. Die Sympathien entluden sich in einer „Meisterreifen“ Jubeltraube. 

Im Zunft-Stüberl feierten die Ravernsportler ihren neuen Turniersieger

In der PRO.Tour setzt sich ein Dreiergespann an der Spitze ab. Der Titel in der PRO.Tour scheint in diesem Jahr entweder an Leo Jakob, Roland Kittel oder Sebastian Teufel zu gehen. Diese setzten sich bereits 5 Punkte vor einem eng gestaffelten Verfolgerfeld ab. Möchte ein Sportler aus diesem Feld noch an die Tour-Krone fassen, so sollte er schon ein ausserordentliches Turnier benötigen.

In der TEAM.Tour setzten sich die Munich Marble Ravengers von ihren Verfolgern ab. Dennoch dürfen die Münchener sich nicht auf den 6 Punkten Vorpsrung vor den Verfolgern ausruhen. Der Titel scheint zum Greifen nah, doch lehrt uns die Ravernsportgeschichte, dass 6 Punkte Vorsprung am letzten Spieltag nicht zwingend zu Meisterehren taugen. Die Münchener sollten also gewarnt sein und sich dringend an alte Ergebnisse erinnern.

Spannung ist auch in den Ligen garantiert. In der Masters-League kämpfen die drei PRO.Tour-Führenden über den Prestige-Titel des Masters-Sieger. Eine Differenz von 2 Punkten lässt das Masters am letzten Spieltag zu einem Knaller werden. Noch spannender jedoch als der Masters-Titel ist das Aufstiegsrennen in der 2.Liga. Fünf Sportler dürften dabei noch um die begehrten ersten drei Plätze im Rennen sein. Neben dem Matting-Sieger Bromberger (29 P.) sind noch Johannes Zettel (28 P.), Stefan Zenisek (26 P.), Franziskus Rupp (23 P.) und Christiane Kittel (21 P.) in der Verlosung um den Aufstieg in die Elite-Liga des Ravernsports. Ein Hauen und Stechen am letzten Spieltag ist also garantiert. Hart aber fair!

Ergebnisse

MannschaftTeilnahmeRundenKurz 1Mittel 1Lang 1Bonus 1Kurz 2Mittel 2Lang 2Bonus 2Total
Schubkramento Kings02100010024
Munich Marble Ravengers02103020309
The Raverngers02200012005
Rat Pack02003002308
Schmeiss Girls02000010012
Leissle All Stars02020000002
One Wheel Raverneers02003320008

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Alfons Kaiser2900000200300010000030
Andreas Bromberger21410000200310000220030
Andreas Geim2801000000010010003002
Axel Wiegard2801020003000110000000
Bernhard Hengl2611000000001000000300
Christiane Kittel2500000003001000000001
Franziskus Rupp2901000000050012000000
Johannes Zettel2810000000001012000030
Leo Jakob21111100000331010000000
Lukas Graf2411000000000000020000
Roland Kittel21200100003001110023000
Sebastian Teufel2900020030001102000000
Stefan Zenisek1301020000000000000000
Thomas Hook2800100000021100000300
Gesamt27114573604399127476266693

Jakob triumphiert nach Krimi-Showdown

An einem schönen spätsommerlichen Vormittag setzt sich eine normal starke Spitze vor einem schwachen Feld durch. Der One-Wheel-Raverneer Leo Jakob aus Sinzing verbucht in einem spannenden Showdown seinen ersten Turniersieg. Ein Turnier, welches die Vorfreude auf das Jubiläumsjahr 2019 ansteigen lässt.

Regensburg (ifors), die Ravernsportelite kam an diesem spätsommerlichen Vormittag in einem vollkommen neuen Ravernodrom am Oberen Wöhrd in Regensburg zusammen. Der neu gewählte Platz: Ein wunderschönes Ravernodrom im Inselpark hinterhalb des Wöhrdbades. Durch das weitläufige und homogene Gelände und eine schwer zu fokussierende Impact Zone blieben die Leistungen auf diesem schwer zu bespielenden Ravernodrom allerdings bei mehr als der Hälfte der Sportler hinter den Erwartungen zurück. Ein bunt gemischtes Feld von 17 Teilnehmern aus 6 verschiedenen Teams trat an diesem September-Sonntag zum zweiten PRO.Tour-Turnier der Saison 2018/2019 an. Die Voraussetzungen waren klar: Andreas Geim, der Tourführende, ist nicht am Start. Die abnorme Führung konnte also deutlich dezimiert oder sogar hinfällig werden. Der ärgste Verfolger Johannes Zettel (5 Punkte hinter Geim) ging der Bürde des „Geim-Jägers“ von Anfang aus dem Weg. Der Rückstand der anderen Sportler war jedoch vor diesem Turnier durchaus beachtlich. Am Ende schob sich eine normal starke Spitzengruppe aus 5 Sportlern an Geim heran bzw. überholten ihn sogar in der Tour. Der Rest: Ein schwaches Ravernsportfeld, welches durch die Bank noch deutlich Luft nach oben hat.

Wunderschön in Bäume eingebettet: Das Ravernodrom am Oberen Wöhrd in Regensburg

DURCHWACHSENER ERSTER DURCHGANG

Der erste Durchgang auf diesem schönen, aber nicht einfachen Ravernodrom startete bereits alles andere als rekordverdächtig. Die Kurz- und die Mitteldistanz nur mit wenigen Treffern gesegnet gab bereits Anlass zur berechtigten Sorge ob eines ordentlichen Gesamtergebnisses. Thomas Hook schob sich hauchdünn mit 4 Punkten vor die anderen Sportler. Jedoch gab es bis dato keine großen Ausreisser. Gegen Ende des ersten Durchgangs allerdings schob sich Leo Jakob dann mit 6 Punkten von der Langdistanz auf den ersten Rang. Bereits so weit vor dem Rest, dass bereits hier die meisten mit Jakob als Sieger des Turniers rechneten. Nur Stefan Zenisek mit 5 und Thomas Hook mit 4 Punkten schienen nach dem ersten Durchgang noch in realistischer Schlagdistanz zu sein.

SPREU UND WEIZEN

Im zweiten Durchgang jedoch trennte sich die Spreu am Ende noch deutlicher vom Weizen. Stefan Zenisek konnte nach der Kurzdistanz mit einem Hattrick bis auf einen Punkt an Jakob heranrücken während der Rest des Feldes weiterhin schwach vor sich hintorgelte. Nach und nach jedoch prischten sich mit Kittel, Teufel und Pfeifer weitere Verfolger an das Spitzenduo heran. Nicht jedoch durch stark ausschlagende Leistungsspitzen, sondern durch konstante und eingestreute Treffer von jeder Distanz. Die Kontinuität auf allen Distanzen bringt vor allem Sebastian Teufel und Roland Kittel nach einem durchwachsenen ersten Durchgang noch in eine unerwartet gute Position. Leo Jakob, der designierte Sieger, rutschte nach und nach ab und vor dem Bonuswurf übernahm Roland „El Rancho“ Kittel die Führung mit 10 Punkten. Jakob und Teufel rangierten zu diesem Zeitpunkt mit jeweils 9 Punkten direkt dahinter. Pfeifer und Zenisek mit 8 Punkten auf Rang vier noch aussichtsreich. Da war der Rest des Feldes in Gedanken wohl schon beim Mittagessen.

BONUSRUNDE WIRD ZU WAHREM SHOWDOWN

Während die zwölf Gourmets in Gedanken schon beim Mittagessen ihre Bonuswürfe in die schöne Regensburger Herbstwiese zimmerten und auch Jörn Pfeifer sich vorzeitig aus dem Rennen um den Turniersieg verabschiedete, schienen die Spitzentorgler an diesem Sonntag ihre Messer gewetzt und ihre Nerven auf Stahlseildicke trainiert zu haben. Roland Kittel als Führender sollte noch gestürzt werden. und zunächst überholte Stefan Zenisek mit einem Treffer von der Langdistanz den Dauerbrenner und setzte sich vor den Sinzinger. Auch Sebastian Teufel konnte mit einem Treffer von der Mitteldistanz auf 11 Punkte stellen und gesellte sich zu Zenisek auf einen zwischenzeitlich geteilten ersten Rang. Und auch Jakob, der über den zweiten Durchgang hinweg nicht mehr ganz so überzeugte schob sich an Kittel vorbei. Sogar in die am vielversprechendste Position. Rang 1 mit 12 Punkten. Roland Kittel sah sich innerhalb kürzester Zeit von Rang 1 auf 4 abrutschen. Diese Tatsache schien dann jedoch doch mehr an seinen sonst so starken nerven zu zerren. Kittel verfehlte seinen Bonuswurf von der Mitteldistanz, seiner Paradedistanz. Leo Jakob torgelt sich damit durch einen starken ersten Durchgang und einen perfekt eingesetzten Bonuswurf im zweiten zu seinem ersten Turniersieg am Oberen Wöhrd und übernimmt die Führung in der PRO.Tour.

Leo Jakob freut sich über den ersten Turniersieg!

Die PRO.Tour ist nach diesem Turnier, zur Saisonhalbzeit und vor der Winterpause so eng wie noch nie zuvor. Noch konnte sich kein Sportler entscheidend absetzen und so wartet nach der Winterpause ein spannender Start in die Rückrunde und somit auch ein fast perfekter Nervenkitzel zum Einstieg ins zehnte Jubiläumsjahr des Ravernsports. Die IFORS kündigte an, dass in den kommenden Wochen bereits das Datum und der Ort für die Ravernale 2019 verkündet werden soll.

MMR SETZT SICH IN TEAM.TOUR AB

Trotz des schwachen Feldes konnten sich in der TEAM.Tour die Munich Marble Ravengers deutlich vom Feld absetzen. Der ursprüngliche 1-Punkte-Vorsprung vor den Schubkramento Kings wuchs auf 4 Punkte vor den Raverngers an. Innerhalb der Side-Wette um die Namensrechte zwischen den Raverngers und den Ravengers verringerte sich der Vorsprung jedoch von 5 auf 4 Punkte. Hinter den MMR dann ein ähnlich spannendes und enges Feld wie in der Einzelwertung. Hier jedoch darf die Leistung der Schmeiss Girls nicht unerwähnt bleiben. Christiane Kittel mit einem sensationell schönen Dreier von der Lang, Verena Zettel und Kathi Engel trugen gemeinsam als Team dazu bei, dass die Schmeiss Girls weiterhin im Rennen der Teams um den Titel der TEAM.Tour dabei sind. Die Schmeiss Girls sind wettbewerbsfähig und zeigen dies von Turnier zu Turnier immer mehr.

SPANNENDE SITUATIONEN IN DEN LIGEN

Die derzeitige Tabellensituation in der Masters-League prophezeit ein Hauen und Stechen um den zusätzlichen Titel des Masters-Gewinner. Der neue PRO.Tour-Führende Leo Jakob stürmt auch hier als Aufsteiger direkt an die Spitze des prominenten Achter-Feldes und grüßt gemeinsam mit Sebastian Teufel von der Spitze. Gleichzeitig jedoch kämpfen mit Axel Wiegard und Andres Hubero, dessen Teilnahme am zweiten Spieltag leider nicht möglich war, bereits zwei ehemalige Weltmeister stark gegen den Abstieg. Zumindest Andres Hubero ist die Aufholjagd in einer ihm unnachahmlichen Art zuzutrauen. Axel Wiegard wird sich bereits strecken müssen um die 7 Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz noch wett machen zu können.

In der zweiten Liga bietet sich nach dem zweiten Spieltag ein nicht minder interessantes Bild. Stefan Zenisek übernimmt nach seinem zweiten Platz am Oberen Wöhrd die Tabellenführung in der zweiten Liga mit drei Punkten vor Johannes Zettel, der am ersten Spieltag fulminant gestartet war und auch nach dem zweiten Spieltag noch einen relativ komfortablen 5 Punkte Vorsprung auf die Nicht-Aufstiegsplätze aufweist. Dahinter kämpfen weitere vier Ravernisti um den Aufstieg und mit Christiane Kittel könnte am Ende dieser Saison auch die erste Frau in die Masters-League aufsteigen.

So wünscht die IFORS den Sportlern einen guten Start in die Winterpause und wird in den kommenden Wochen mit weiteren Informationen zum Jubiläumsjahr 2019 aufwarten. Eines ist schon jetzt sicher: Spannend wirds auf allen Kanälen, ob in der PRO.Tour, der TEAM.Tour, den Ligen und der Ravernale.

Frisch! Frei! Ravern!

Ergebnisse Einzel:

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Andreas Bromberger2300000000001000020000
Axel Wiegard2210000000010000000000
Christiane Kittel2300000000000000000030
Franziskus Rupp2311000000000100000000
Johannes Zettel2310000000000000200000
Jörn Pfeifer2801100000001002000030
Katharina Engel1200100000010000000000
Leo Jakob21210100033000100000003
Nadia Jakob2000000000000000000000
Roland Kittel21000000200001002200030
Sebastian Teufel21101000200001000200302
Stefan Zenisek21100020030001110000003
Thomas Hook2501102000000100000000
Tobias Engel1100100000000000000000
Verena Zettel2300120000000000000000
Gesamt287744642463025414620398

Ergebnis Team:

Ergebnisse

MannschaftTeilnahmeRundenKurz 1Mittel 1Lang 1Bonus 1Kurz 2Mittel 2Lang 2Bonus 2Total
Schubkramento Kings02100100002
Munich Marble Ravengers02120000306
The Raverngers02103010027
Rat Pack02000004004
One Wheel Raverneers02000010034
Schmeiss Girls02100100305