Kategorie: Spielberichte

Eigentlich abwesend: Geim startet furios!

Offizieller Treffpunkt der Athleten im Ravernodrom war 9 Uhr morgens. Für einige Athleten wohl ein klein bisschen zu früh, so dass sich die meisten der 26 Teilnehmer mit circa einer halben Stunde Verspätung auf dem nicht gerade schattenreichen Ravernodrom in Kleinprüfening einfanden. Einer kam sogar deutlich später und vollkommen unerwartet. Da er seine Teilnahme eigentlich für den Saisonauftakt abgesagt hatte, war Andreas Geim für alle überraschend aufgetaucht. Und dann das: In einem furiosen Turnier verweist ein unglaublicher Geim alle anderen auf die Plätze und kratzte dabei sogar an der Allzeit-Bestmarke von 19 Punkten in einem Turnier, die Roland Kittel am 23. April 2017 am selben Ort aufgestellt hatte.

Kleinprüfening (ifors), die Teilnehmerzahlen der Ravernsportturniere schienen leicht rückläufig zu sein. In der vergangenen Saison kamen im Schnitt 20 Ravernisti zu den Tour-Turnieren (25, 17 und 18). Bei schönstem Sommerwetter bat die IFORS zum Auftaktturnier einer ganz besonderen Saison. Vier Turniere in der Tour sind geplant (Juli 18, Oktober/November 18, Februar/März 19 und Mai/Juni 19). Als großer Abschluss wartet im Sommer (August) 2019 die achte Ravernale im zehnjährigen Jubiläumsjahr des Ravernsportes. Sage und schreibe 26 Ravernisti fanden sich zum ersten Raverna-Umtrunk in der neuen Saison ein. Dieser wurde vom Raverna-Minister in einer höchst ungewohnten Art zubereitet, so dass nicht wenige den braunen „Schlätz“ heute zum ersten Mal tatsächlich genossen. Eine Auftakt der aufzeigt wie stark der Ravernsport die Menschen bewegt und dass dieser keineswegs einzuschlafen droht. Es fehlten sogar etablierte Ravernisti wie Matthias Dettenhofer (SKK) und Anna-Lena Pfeifer (SG). Somit zählt das Turnier vom 08.Juli 2018 zu den fünf best besuchtesten Ravernsportturnieren aller Zeiten.

Übervolles Tableau – 26 Teilnehmer beim Saisonauftakt 2018/2019

Bevor jedoch die neue Saison 2018/2019 starten konnte mussten noch Altlasten aus der vergangenen Saison beseitigt werden. Eine Punktgleichheit am Ende der Saison 2017/2018 führte dazu, dass Axel Wiegard und Stefan Zenisek einen heiklen Termin zum Auftakt der neuen Saison vor sich hatten. Ein Stechen von der Zehn-Meter-Linie. Axel Wiegard konnte dieses Stechen souverän mit 3:1 für sich entscheiden und verbleibt auch in der kommenden Saison in der Masters-League, während der amtierende Präsident Stefan Zenisek Lukas Graf in die 2.Liga folgt.

Geim in bestechender form

Der amtierende Meister und Abräumer der vergangenen Saison Roland Kittel eröffnete die Saison auf der Kurzdistanz. Und im dritten Anlauf fiel der erste Treffer der neuen Saison. Ihm folgte Johannes Zettel. Jahrelang haderte dieser mit seiner Treffsicherheit. Häufig schien die Psyche dem Münchener einen Strich durch die Rechnung zu machen. „Ein guter Start in ein Turnier täte mir mal gut“ hat er nicht nur einmal von sich gegeben. Mit seinem Kurz-Distanz-Hattrick schob sich der 38-jährige an die Spitze des Feldes, wo er auch bis zum Eintreffen von Andreas Geim verblieb. Dieser hatte seine Teilnahme eigentlich bereits abgesagt und schaffte es zur Mitte des ersten Durchganges dann doch aus seiner Wohnung auf das Ravernodrom. Sein Nachwerfen startete ebenfalls mit einem Kurz-Distanz-Hattrick (Geims Paradedistanz) und einer Bestätigung seiner Form durch einen Treffer von der Mitteldistanz.

So bot sich gegen Ende des ersten Durchgangs ein vollkommen ungewohntes Bild auf dem Tableau, welches mittlerweile von der Sonne auf eine Temperatur erhitzt wurde, die der Andreas Geims in nichts nachgestanden hätte dürfen. Geim vor Zettel. Beide versenkten sogar noch jeweils einen Torgel von der Lang-Distanz. Für beide ein eher ungewohntes Gefühl. Und so führten die beiden das Klassement schon fast deutlich mit 8 und 7 Punkten vor einem sehr breiten Mittelfeld an. Der amtierende Meister Kittel war zur Hälfte des ersten Durchgangs privat verhindert und musste zu Beginn des Zweiten nachwerfen. Möglicherweise ein Bruch in seiner Performance, der den beiden anderen zu Gute kam.

Im zweiten Durchgang startete dann mit Thomas Hook einer weiterer Ravernist mit einem Kurz-Distanz-Hattrick und schob sich an das Spitzenduo heran. Auch Sebastian Teufel konnte mit zwei Punkten an das Stockerl heranrücken. Andreas Geim lies dies jedoch kalt. Mit weiteren zwei Kurz-Distanz-Treffern setzte dieser sich vom Rest des Feldes weiter ab und so mancher Ravernist konnte es bereits erahnen. Andreas Geim wird sich das nicht mehr nehmen lassen. Und genau so furios legte Andreas Geim noch weitere sieben (!!!) Punkte aus Mittel- (0 2 2) und Langdistanz (0 3 0) nach. Dahinter formierte sich ein dichtes Gedränge an möglichen Stockerlkandidaten. Und doch: Mit einem weiteren Langdistanztreffer zementierte Johannes Zettel die beste Platzierung seiner Karriere. Und so waren vor dem Bonuswurf die beiden ersten Positionen fast schon sicher vergeben. Auf Rang drei: Sebastian Teufel mit 8 Punkten. Dahinter 9 Potentielle Verfolger. Keiner jedoch konnte im Bonus-Durchgang auch nur einen Punkt für sich verbuchen. Sebastian Teufel hatte keinerlei Druck mehr und fährt einen weiteren Stockerplatz in seiner Karriere ein.

Geim griff in diesem Turnier nach der Bestleistung und hätte von der Mitteldistanz mit Roland Kittels Traumergebnis aus 2017 gleichziehen können verpasste dies allerdings knapp. Letzten Endes wird es dem Sinzinger vollkommen egal sein. Oder auch nicht. Denn mit 17 Punkten und 19 Tour-Punkten schiebt er sich aussichtsreich für die restlichen drei Turniere in Position und dürfte bei einer Leistungsbestätigung wohl nur schwer vom Thron zu verdrängen sein. Geims Stunde scheint geschlagen! GEIMSIEG!

TEAM.Tour 18/19 mit besonderem Schmankerl

Ebenso spannend wie die PRO.Tour startete die TEAM.Tour. Sogar noch vor dem eigentlichen Auftakt. Sebastian Teufel (The Raverngers) warf den berühmten Fehde-Hut auf Johannes Zettel (Munich Marble Ravengers) den am Ende Leo Jakob fing. Er galt allerdings dem Münchner Vertreter der Ngers-Bewegung. Der Verlierer des heutigen direkten Vergleiches beider Team-Wertungen soll seinen Namen ändern. Dies wurde von der Münchner Delegation jedoch verneint. Der Gegenvorschlag von Lukas Graf (MMR) wurde jedoch nicht nur von den Raverngers angenommen, sonderm im gesamten Ravernodrom gefeiert. Der Verlierer des direkten Vergleiches der gesamten Saison muss nicht nur seinen Namen ändern, bekommt vom Gewinner für ein Jahr sogar noch einen neuen Namen verpasst. Dies dürfte im kommenden Jahr zu einem Nerven aufreibenden Duell führen zwischen den Regensburger und den Münchner Rave(r)ngers.

Und die Münchner bewiesen ein glückliches Händchen bei der Aufstellung. Der Kurz-Distanz-Hattrick von Johannes Zettel zählte direkt für die Teamwertung der Oberbayern aus der Landeshauptstadt. Dem konnten die Raverngers nur einen Punkt entgegensetzen. Bei dem hier aufkommenden Jubel im Münchner Lager kann erahnt werden, welch spannende Duelle die beiden Teams sich nun um ihren Namen liefern werden.

Die Munich Marble Ravengers schieben sich nach dem ersten Spieltag an die Pole-Position. Jedoch ist das Rennen um die Team-Krone deutlich enger als es in den vergangenen Jahren gestartet. Hinter den Münchnern (8 Punkte) rangieren die Schubkramento Kings (7 Punkte), die noch nicht einmal in voller Stärke angetreten waren (Matthias Dettenhofer fehlte beruflich). Der amtierende Tour-Sieger und Weltmeister „Rat Pack“ und die One Wheel Raverneers folgen dahinter mit jeweils 5 Punkten. Die Raverngers hätten sich ihren Start in die Tour und vor allem den direkten Vergleich mit MMR wohl anders vorgestellt. Sie rangieren am Tabellenende punktgleich mit den Schmeiss Girls (jeweils 3 Punkte) nur einen Punkt vor dem neu gestarteten Team den Chemical Sisters (Birgit Graf und Petra Hochreiter / 2 Punkte).

Ein Saisonauftakt der die Lust auf den Ravernsport wieder gesteigert haben dürfte. Bei tollem Wetter gewinnt ein in Hochform stehender Andreas Geim. Ein Hoch auf den neuen Führenden der PRO.Tour 2018/2019.

FRISCH! FREI! RAVERN!

Team-Ergebnis des Turnieres in Kleinprüfening

Ergebnisse

MannschaftTeilnahmeRundenKurz 1Mittel 1Lang 1Bonus 1Kurz 2Mittel 2Lang 2Bonus 2Total
Chemical Sisters02000200002
Leissle All Stars02020010003
Munich Marble Ravengers02303110008
One Wheel Raverneers02103010005
Rat Pack02200012005
Schmeiss Girls02003000003
Schubkramento Kings02320020007
The Raverngers02100020003

Ergebnis des Turnieres in Kleinprüfening

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Andreas Bromberger2601002000011100000000
Andreas Geim21711102003001100220300
Andreas Nutz2401000000000110000001
Andres Hubero2501100000000012000000
Axel Wiegard2310002000000000000000
Birgit Graf2300000000020010000000
Christiane Kittel2710000003010000200000
Corinna Harrer2100000000000100000000
Daniel Stürzl2401000000000100020000
Daniela Listl2300000200001000000000
Franziskus Rupp2510000000000000220000
Johanna Stöger2100000000001000000000
Johannes Zettel21111100003011000003000
Jörn Pfeifer2300000000300000000000
Katharina Engel2200000000000100000001
Leo Jakob2700100030001000020000
Lukas Graf2300000000000010200000
Nadia Jakob2200100000000010000000
Petra Hubero2000000000000000000000
Roland Kittel2700100200020002000000
Sebastian Leissle2400020000001010000000
Sebastian Teufel2810020000001100000030
Stefan Zenisek2601000000000110000300
Thomas Hook2700100000301110000000
Tobias Engel2501100000000100020000
Verena Zettel2000000000000000000000
Gesamt521246884643967910848103632

Der Ravernsport ist eigentlich ganz einfach…

Schön langsam kann man es mit Gary Lineker halten: Der Ravernsport ist ein einfaches Spiel. 20 Sportler werfen 20 Torgel auf die Ravern und am Ende gewinnt Roland „El Rancho“ Kittel. Und es sei vorweg genommen, auch beim Saison-Finale in Sinzing konnte Roland Kittel erneut triumphieren obwohl er nach dem ersten Durchgang bereits sieben Punkte hinter Andres Hubero lag. Dadurch sicherte sich der Überflieger der Saison neben der Weltmeisterschaft und der Team-Weltmeisterschaft darüber hinaus auch noch den Masters-Titel, die TEAM.Tour und nicht zuletzt natürlich auch die PRO.Tour 2017/2018. Sozusagen der Grand Slam von nicht weniger als fünf (!!!) Titeln in nur einer Saison. Die anderen Ravernisti können da nur staunen. Aber alles der Reihe nach.

Wunderschönes Ravernodrom auf dem Sinzinger Sportplatz

Die Ravernisti trafen sich um 10 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit im neuen Ravernodrom am Sportplatz in Sinzing. Insgesamt war das Feld mit 18 Sportlern gut besetzt und so wurde im Namen der Familienbeauftragten der IFORS im Kreis zur Begrüßung gesungen. Um es genau zu sagen, sang der Ravernger Basti Teufel. Der Rest lauschte und war beeindruckt.

Andres Hubero startete Furios in das Turnier. Sein erster Durchgang war geprägt von kuriosen und spektakulären Treffern. Und so torgelte sich der Doppel-Weltmeister mit 12 Punkten im ersten Durchgang deutlich und herausragend an die Spitze eines insgesamt guten Feldes. Ur-Weltmeister Axel Wiegard war dabei sein ärgster Verfolger mit starken 7 Punkten. Sowohl Hubero als auch Wiegard konnten dabei doppelt von der Langdistanz eintorgeln und schienen damit dem Rest des Feldes zu enteilen. Rang drei teilten sich nach dem ersten Durchgang mit 5 Punkten Jörn Pfeifer und eben vorhin besagter Überflieger: Roland Kittel.

Bei frühsommerlichen Temperaturen um die 28 Grad und fast wolkenlosem Himmel gab es inmitten der Mittagssonne ein Novum im Ravernsport. Der zweite Durchgang folgte direkt auf den ersten und die Mittagspause wurde auf das Ende des Turnieres und der Saison 2017/2018 verlegt. Und so ging man nach den Bonuswürfen des ersten Durchganges, in denen sich Basti Teufel mit einem Team-3er von der Langdistanz noch an das Hauptfeld heranschob.

Im zweiten Durchgang sollte es auf der Kurzdistanz nur so scheppern. Zwischendurch gab es eine Treffersalve von 12 aus 15 Würfen. So dass sich mancher Ravernist bereits um seine gute Ausgangsposition zu sorgen schien. Und Roland Kittel? Der traf dabei „nur“ einen Punkt von kurz und robbte sich nur langsam an Wiegard und Hubero heran. Doch dann kam der fast schon obligatorische Ausbruch des Sinzinger Vulkans. Kittel sorgte mit 7 Punkten aus Mittel- und Langdistanz dafür, dass Hubero wegen eines fast unvorstellbaren 0er-Durchganges noch auf Rang 2 zurückfiel. Auf die Tour hätte es am Ende keinen Einfluss gehabt ob Kittel dieses Turnier verlöre. Nein. Aber es passte ins Bild, dass Kittel neben seinen 5 Titeln am Ende der Saison auch noch seinen sechsten Turniersieg einfuhr.

Aber nicht nur um den Turniersieg oder um die Titel wurde an jenem Sonntag Nachmittag getorgelt. Viele Entscheidungen sollten getroffen werden, so auch der Auf- und Abstieg rund um die 2017/2018 neu geschaffene Masters-League. Bereits als Absteiger standen vor dem letzten Turnier Lukas Graf und Mustafa Abbas fest, da sie nicht am Turnier teilnehmen konnten. Das führt zum anderen dazu, dass Graf das Trio derer verlässt, die seit Bestehen des Ravernsportes sämtliche Runden getorgelt hatten, die es zu torgeln gab. 62 an der Zahl. Wer jedoch sollte der dritte Absteiger sein. Lange Zeit sah es so aus, als würde sich Neu-Präsident Stefan Zenisek in die zweite Liga bequemen müssen, da Axel Wiegard mit seinen 8 vorgetorgelten Punkten bereits ein 5-Punkte dickes Polster auf Zenisek aufgebaut hatte. Zenisek traf von der Mittel und versagte von der Langdistanz. Der Bonuswurf im zweiten Durchgang war seine letzte Möglichkeit Wiegard in Stechen um den Abstieg zu zwingen, welches zu Beginn der neuen Saison ausgetragen werden würde. Zenisek entschied sich für die Langdistanz, konzentrierte sich lange Zeit und holte zum ganz großen Wurf aus. 3 Punkte im letzten Wurf der Saison die Wiegard plötzlich wieder in den Abstiegsstrudel ziehen. Stefan Zenisek hat nun zu Beginn der kommenden Saison die Möglichkeit den Klassenerhalt über das Stechen zu erreichen.

Der Aufstieg aus der zweiten Liga war nicht minder spannend. So erhoffte sich Weltmeister-Gattin Christiane Kittel noch den sensationellen Aufstieg in die Masters-League. Und zunächst sah es nicht danach aus, als könnte diese Überraschung gelingen. Hubero und Pfeifer festigten ihre Plätze in der Aufstiegszone. Dahinter ein Hauen und Stechen. Christiane Kittel, Leo Jakob und Tobias Engel lieferten sich einen heißen Tanz um den dritten und letzten Platz in der Masters-League 2018/2019. Leo Jakob legte vor und enteilte den beiden anderen ein wenig. Christiane Kittel traf von Mittel und torgelte sich in der Langdistanz bis auf einen Punkt an Jakob heran. Am Ende setzte sich Leo Jakob durch. Für Kittel und Engel reichte es am Ende um einen Punkt nicht für den Aufstieg in die Beletage des Ravernsportzirkuses.

Das vor der Saison fast scho zufällig entstandene Team um die drei Weltmeister Engel, Kittel und Hubero stand schon fast als TEAM.Tour-Sieger fest. Fünf Punkte Vorsprung vor dem Turnier und bockstarke Einzeltorgeler. Dahinter ging es um die Vize-Meisterschaft. Mit in der Verlosung: Die Raverngers, Die One Wheel Raverneers und die Munich Marble Ravengers. Am Ende setzten sich die Herren aus der Landeshauptstadt München auf den zweiten Rang mit sage und schreibe 12 Team-Punkten. Dabei ertorgelte sich einer die Herzen seiner Teamkollegen, der für lange Zeit auf einem absteigenden Ast schien. Johannes Zettel konnte mit einem Mitteldistanz-Hattrick 6 Punkte zum Punktekonto der MMR beisteuern, die dazu beitrugen, dass MMR letzten Endes als Vizemeister die erste Saison beendet. Einen unfassbaren Sprung mit 8 Teampunkten sicherten sich die Schmeiss Girls. Mit Teamtreffern von Zettel, Kittel und Pfeifer überholten die Girls den letztjährigen Vizemeister: Die Schubkramento Kings. 13 Teampunkte bedeuten dabei die beste Saison für die Schmeiss Girls. Bereits 2013/2014 konnte diese Marke zwar erreicht werden, damals allerdings waren es 9 anstatt 6 Runden die innerhalb einer Spielzeit zu absolvieren waren.

Und nun? Kommen wir zurück zum Überflieger dieser Saison. Roland „El Rancho“ Kittel. Er selbst konnte es nach dem Turnier kaum fassen: „Ich kann das selbst noch gar nicht so recht glauben. Alle 5 Titel. Wenn man mal schaut. Es reichen meistens 12 Punkte für einen Turniersieg.“ – Mit dieser einfachen Erkenntnis könnten in der kommenden Saison vielleicht auch wieder andere Ravernisti nach den Sternen greifen und der Dominanz des Sinzingers ein Ende setzen. Ein Ansporn dürfte es für so einige Sportler sein. Kittel profitierte in dieser Saison selbstverständlich auch von einem sagenhaften ersten Turnier im März 2017. Ebenfalls in Sinzing. Und genau hier schliesst sich der Kreis um die Saison 2017/2018. Wenn der Ravernsport in der Weltmeistergemeinde Sinzing zu Gast ist, dann gibt es für die Gäste von der anderen Donauseite nur eines: Zusehen wie der Ravernsport nämlich wirklich funktioniert. Der ist nämlich ganz schön einfach: 20 Sportler werfen 20 Torgel auf die Ravern und am Ende gewinnt Roland „El Rancho“ Kittel.

Gratulation zu einer herausragenden und historischen Saison!

Team-Ergebnis des Turnieres in Sinzing

Ergebnisse

MannschaftTeilnahmeKurz 1Mittel 1Lang 1Bonus 1Kurz 2Mittel 2Lang 2Bonus 2Total
Rat Pack00430140012
One Wheel Raverneers0200012005
The Raverngers0100330007
Munich Marble Ravengers00201260112
Schubkramento Kings0100020003
Schmeiss Girls0120002308

Ergebnis des Turnieres in Sinzing

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Andreas Geim2801000030001100020000
Andreas Nutz2300000000001002000000
Andres Hubero21201120230300000000000
Anna-Lena Pfeifer1200020000000000000000
Axel Wiegard2801000030300000000001
Christiane Kittel2610000000000000203000
Franziskus Rupp2101000000000000000000
Johannes Zettel2800000200000002220000
Jörn Pfeifer2810100200011100000001
Katharina Engel2100100000000000000000
Leo Jakob2501000000001010020000
Roland Kittel21300020003001002200300
Sebastian Teufel2900100000031112000000
Stefan Zenisek2700000000001010020003
Thomas Hook2600100200000010200000
Tobias Engel2700000030000010000030
Tom Sonnleitner21101120000001102000300
Verena Zettel2301000000000000200000
Gesamt3511827680812364845101083635

Der Nordstern leuchtet wieder!

Regensburg (ifors), da ist sie wieder. Die PRO.Tour 2017/2018. Nach einer fast nie zu enden wollenden Pause nach der Ravernale und einem „Lock-Out“ der Ravernisti im Herbst wurde das zweite Turnier der PRO.Tour, welches eigentlich bereits am 29.Oktober des vergangenen Jahres stattfinden sollte, aber wegen Sturmtief Herwart abgesagt worden war, nachgeholt. So verzerrt sich die PRO.Tour 2017 wieder einmal zur PRO.Tour 2017/2018. Seis drum. Wieder einmal versammelten sich 17 Ravernisti und etliche Zuschauer im Ravernodrom.

Die Ausgangslage schien dabei sowieso schon klar: Die Frage wir nur sein, wie weit Roland „El Rancho“ Kittel die Konkurrenz diesmal auf die Plätze verweisen würde. Und zunächst sah dies auf der Kurzdistanz des ersten Durchganges auch so aus. Roland Kittel versenkte zweimal seinen Torgel in der Ravern und schob sich früh gemeinsam mit Thomas Hook und Jörn Pfeifer auf die Pole Position für dieses kalte, aber trockene Januarturnier. Stefan Zenisek konnte mit zwei Treffern von der Mitteldistanz und zuvor einem auf der Kurz (5 Punkte) aber an Pfeifer und Kittel (beide 4) vorbeiziehen. Keiner der drei allerdings war in der Lage vor dem Mittagessen noch etwas zählbares aufs Tableau zu bringen.  So dass kurz vor der Mittagspause noch Andres Hubero (5 Punkte), Thomas Hook (5 Punkte) und Tobias Engel (4 Punkte) in den Kampf um den Titel vom Prüfeninger Schloss einstiegen. Alle drei konnten sich mit jeweils einem Langdistanztreffer in Position schieben.

Nach der Mittagspause verkündete Noch-IFORS-Präsident Lukas Graf das Ergebnis der zuletzt angestandenen Wahl seines Nachfolgers bekannt. Stefan Zenisek, einer der sagenumwobenen Raverngers (welche warens doch gleich wieder, ein Kenner erkennts an der Schreibweise), wurde dabei mit einer überwältigenden Mehrheit zum dritten IFORS-Präsidenten in der Geschichte des internationalen Ravernsportverbandes gewählt. Er wird den Ravernsport in seine Jubiläumssaison führen. Im kommenden Jahr (2019) begeht der internationale Ravernsport bereits den zehnten Jahrestag der Findung des Sports. Auf ein Festjahr darf man hier sicherlich gespannt sein.

Der zweite Durchgang wurde bei etwas windigeren Verhältnissen angetorgelt. Auf der Kurzdistanz konnten dabei vor allem Jörn Pfeifer und Andreas Nutz mit einem Hattrick überzeugen. Pfeifer, der sich dadurch mit 7 Punkten wieder an die Spitze des Feldes schob, dürfte sich an das Nacht-Torgeln bei den Drei-Tageszeiten in Bad Kötzting im März 2014 erinnert haben. Damals führte er nach dem zweiten Durchgang das Feld an und vergab im dritten Durchgang alle seiner Versuche, so dass ihm der Turniersieg dort verwehrt blieb. Wie stark würden seine Nerven aber heute bleiben?

Mit Leo Jakob, der am Vormittag eine ungewohnt schwache Vorstellung (1 Punkt aus Durchgang 1) darbot, schob sich im Nachmittagstorgeln ein alter Bekannter ans Spitzenfeld heran. Und das mit einer hervorragenden Leistung. Mit 8 Punkten ertorgelte sich der One-Wheel-Raverneer über Kurz-, Mittel- und Langdistanz 8 Treffer und landete am Ende bei 9 Punkten. Angesichts des ersten Durchgangs kann man sich vorstellen, zu was dieser Mann im Laufe seiner Karriere noch im Stande sein wird.

Und bevor es zum Abschliessendem Bonus-Durchgang kam waren potentiell noch acht (!!!) Athleten des 17 Sportler umfassenden Feldes in der Lage das Turnier über den Bonuswurf für sich zu entscheiden (Pfeifer, Jakob jeweil 9 P., Hubero 8 P., Zenisek, Engel, Hook, Geim, Kittel jeweils 7 P.).  Die Aussichtsreichsten Positionen hielten dabei allerdings Jörn Pfeifer und Leo Jakob mit 9 Punkten inne. Doch keiner hatte diese Rechnung wirklich aufgestellt. Als Stefan Zenisek, der neue Präsident, mit seinem Bonuswurf von der Langdistanz plötzlich und unerwartet an Jakob und Pfeifer vorbeizog. Diese beiden hatten nun also entweder die Möglichkeit Zenisek mit einem Kurzdistanztreffer ins Stechen zu zwingen, oder mit einem Hit von der Mittel die Schlossgarten-Classics für sich zu entscheiden.

Leo Jakob versuchte es von der Mitteldistanz und scheiterte beim Versuch seinen ersten Turniersieg einzufahren. Jörn Pfeifer hielt seine Nerven unter Kontrolle und zog mit einem souveränen Kurzdistanz-Treffer ins Stechen mit dem Neu-Präsidenten ein.

Innerhalb dieses Stechens legte Pfeifer mit einem Kurzdistanztreffer vor. Zenisek hätte die Chance gehabt diesen auszugleichen und Jörn Pfeifer selbst eine schwere Aufgabe vorzulegen. Jedoch versuchte der neue Weltverbandsvorsteher mit einem Wurf von der Mittel das Turnier schnell zu beenden. Der Torgel verfehlte die Ravern und Pfeifer, der Niedersachse mit wohnhaft in München entschied sein erstes Turnier souverän und unaufgeregt für sich. Der Nordstern, der 2014 in der Nacht von Bad-Kötzting und nach dem Turniersieg im Olympiapark in München noch so hell am Himmel stand leuchtet wieder und überstrahlt an diesem Tag alle anderen Ravernisti und fährt dabei seinen zweiten Sieg bei einem PRO.Tour-Turnier ein.

In der TEAM.Tour konnte sich das Rat-Pack zwar absetzen, jedoch nicht so entscheidend wie das noch nach dem Vormittagsdurchgang ausgesehen hatte. Am Ende distanzierte der Weltmeister-Klub um Tobias Engel, Andres Hubero und Roland Kittel die One Wheel Raverneers um zwei, die Munich Marble Ravengers und die Schubkramento Kings um 3 und die Raverngers gar um 4 Punkte. Ein Titelgewinn des fabulösen Weltmeistertrios und Team-Weltmeisters auch in der PRO.Tour scheint hier auch nicht mehr allzu fern.

Das abschliessende Turnier in der PRO.Tour 2017/2018 dürfte für März/April auf dem Programm stehen. Ein gelungenes Turnier im Schlossgarten endet mit dem ersten Sieg des leuchtenden Nordsterns Jörn Pfeifer. Gratulation hierzu.

Ergebnisse

MannschaftTeilnahmeKurz 1Mittel 1Lang 1Bonus 1Kurz 2Mittel 2Lang 2Bonus 2Total
The Raverngers0000002002
Munich Marble Ravengers0000020013
One Wheel Raverneers0000010304
Rat Pack0023010006
Schubkramento Kings0100110003
Schmeiss Girls0000000000

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Andreas Geim2700100000010010220000
Andreas Nutz2300000000001110000000
Andres Hubero2800002030001000200000
Axel Wiegard2301000000010000000001
Christiane Kittel2300100000000000200000
Johannes Zettel2100000000000010000000
Jörn Pfeifer21011020000001112000001
Katharina Engel2100000000000000000001
Leo Jakob2901000000000012200300
Lukas Graf2100000000000100000000
Roland Kittel2610102000000110000000
Sebastian Teufel2300100000000110000000
Stefan Zenisek21001022000000000200003
Thomas Hook2711000030000110000000
Tobias Engel2710000003010000200000
Tom Sonnleitner2300000000001000200000
Verena Zettel2200000000000110000000
Gesamt3484454460630347941420306

Vier Platten für ein Halleluia

Kelheim (ifors), auch dieses Jahr gastierten die Ravernisti wieder traditionell beim Fischerfest in Kelheim. Vier Teams traten im neuen Spielmodus bei Kaiserwetter gegeneinander an. Die Vorjahressieger vom Stadtrat gingen mit beiter Brust an den Start, was am brandneuen Teamnamen „Wetmeisterbesieger“ deutlich zu erkennen war. Mit den „Pussy Rocks“ ging zum ersten Mal auch eine reine Damenmannschaft,bestehend aus den Festzeltbedienungen, an den Start. Auch die angereisten Ravernisti schickten dieses Mal wieder drei Torgler an den Start. Komplettiert wurde die Turnieraufstellung durch den neu gegründeten TWV (Torgelwurfverein) Holedau, rund um den letztjährigen Ultratorgelverwandler Olli.

von Stefan Zenisek

Erstes Abtasten

In der Vorunde trat pro Team von jeder Distanz ein Schütze an. Die daraus resultierenden Platzierungen nach Kurz, Mittel, Lang und Bonuswurf trafen darauf in einem direkten Duell aufeinander . So traten im ersten Duell die „Pussy Rocks“ gegen die „Ravern Allstars“ an.

Nachdem im ersten Durchgang nur die beiden Spieler Teufel (2 Kurztreffer) und das Überraschungstalent Erika (1 Mitteltreffer) verwandelten, schlug im zweiten Durchgang die Stunde der „Profis“. Nachdem Teufel in unnachahmlicher Manier zwei Kurztreffer versenkte, legte Zenisek in einem lichten Moment gleich drei Treffer von der Mitteldistanz nach und Kittel brachte mit einem Langtorgler die Vorentscheidung. Den Bonuswurf der Ravern Allstars setzte Zenisek, in seinem kurzen Höhenflug, von der Ultradistanz leider nur an den Griff. Böse Zungen behaupten, dass man für einen Ultratreffer in Kelheim mindestens zehn Mass Bier stemmen können muss.

Die Luft ging zunehmend raus…

Im zweiten Vorrundenduell ging der TWV Holedau gegen die Weltmeisterbesieger an den Start. Nach einem ungewohnt schwachen ersten Durchgang legten beide Teams dann eine Schippe drauf und ertorgelten sich einige Treffer mit dem besseren Ausgang für den TWV Holedau. Bei beiden Teams gab es bereits in dieser frühen Phase des Turniers den ersten platten Reifen (TWV Holedau: Olli; Weltmeisterbesieger: Andi).

Aus den beiden Vorrundenduellen wurde nun ein kleines und ein großes Finale gebildet. Im kleinen Finale torgelten die „Pussy Rocks“ gegen den „TWV Holedau“ um die Vorherrschaft im Bierzelt. Gespielt wurde nur noch ein entscheidender Durchgang. Nachdem beide Teams mit zwei Treffern von der Kurzdistanz gestartet waren, setzte sich Olli mit einem Doppeltorgler von der Mitteldistanz entscheidend ab und konnte diesen Vorsprung bis zum Schluss beibehalten. In dieser Phase des Wettkampfs ging es heiß her und Olli fing sich den zweiten platten Reifen ein. Aufgrund weiterer mehr oder weniger schwerwiegenden Regelverletzungen wurde es für Olli ein Tanz auf dem brennenden Reifenstapel. Denn es wurden vom durchaus in Antraglsaune geratenen Kollegen Geim (Coach des Stadtrates) noch zwei weitere Platten beantragt. Doch das Glück war mit dem Masskrugweltmeister und die beiden Anträge wurden jeweils deutlich mit 8:8 Stimmen 🙂 abgeschmettert.

Kelheimer Fischerfest 2017 – Bilderstrecke

 

Teufel liefert von der Kurzdistanz

Im Finale eröffnete sich nun für das IFORS-Team die Möglichkeit sich für die Niederlage des letztjährigen Turniers zu revanchieren. Nachdem Teufel gleich fulminant mit drei Kurztreffern startete, legten die Stadträte mit zwei Treffern nach und hielten sich in der Partie. Zenisek hatte zu diesem Zeitpunkt sein Pulver bereits verschossen und (ich nehme es mal vorweg) konnte im Finale keinen Treffer von Mittel nachweisen. Nachdem auch Kittel und die Weltmeisterbesieger von Mittel und Lang scheiterten, ging es mit dem Stand von 3:2 in den zweiten, alles entscheidenden, Durchgang. Teufel eröffnete erneut mit drei soueveränen Treffern von kurz. Nachdem die Politiker jeweils einen von Mittel und Lang nachlegten konterte Kittel ebenfalls mit einem Langtreffer. Nun spielten die Ravernisti ihre ganze Erfahrung aus und zwangen die Weltmeisterbesieger mit einem Kurztreffer vom bärenstarken Sebastian Teufel (7 von 7 –> 100% Trefferquote im Finale; insgesamt 82%) auf die Mittel- bzw. Langdistanz. Doch der Raverngott war dieses Jahr auf IFORS Seite und so kam es, dass es beim Endstand von 10:8 für die IFORSianer blieb. Ganz nebenbei handeltesich der, sonst eher trocken verwandelnde, Altmeister Kittel im Finale durch einige Unkonzentriertheiten gleich zwei platte Reifen ein. Laut Erinnerungen des Autors wurden beide Anträge von einem gewissen Andreas G. gestellt, was wiedereinmal zeigt, dass die Sinzinger im Ravernsport weder Freund noch Feind kennen…

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es wieder mal eine Ehre war in Kelheim zu torgeln. Das überragende Wetter wird für nächstes Jahr wieder gebucht und wir freuen uns auf eine weitere „Niederbayern-Challenge“. Besonders hervorzuheben ist natürlich die Neugründung eines offiziellen Ravernteams (Servus Olli) und das torglerische Geschick der Raverndamen, die sich in ihrem ersten Turnier wacker schlugen. Unser Dank gilt natürlich auch den Organisatoren des Fischerfestes, die uns jedes Jahr wieder hervorragend versorgen. In diesem Sinne, bis zum nächsten Jahr mit einem ganz sakrischen „FRISCH, FREI, RAVERN“.

Wichtigste Vorkommnisse:

– Olli bekommt fast 2 mal den dritten Platten Reifen (Abstimmung zweimal 8 – 8)

– Zenisek trifft 3 mal von der Mitteldistanz

– Kittel kurz vorm 3. Platten REifen im Finale

– Stadtrat Geim sehr PLatter Reifen Antrag-freudig

– Teufel im Finale 100% trefferquote von der kurz und verwandelt alle 7 Versuche

– insgesamt 14 von 17 getroffen –> 82%

– Erika sehr stark

Die Ravengerisierung des Ravernsports

Was soll man zu diesem Ravernsport Wochenende sagen? Eine Aufarbeitung fällt nicht leicht. Nicht weil die Ereignisse so bahnbrechend gewesen wären, und die Hintergründe so komplex. Eher im Gegenteil, an Trivialität war dieses Spektakel nicht zu überbieten.

Aber zunächst zum einfachen und sehr erfreulichen Teil. Die neue Saison ist wunderbar gestartet mit einem tollen Turnier im Wunderschönen Kleinprüfening. Herzlichen Dank an die Organisatoren aus Sinzing.  Viele, viele Ravernisti sind gekommen und haben alles gegeben. Beim Turniersieger Roli waren das 19 Punkte (in Worten: neunzehhhhhn). (Das sind drei Punkte mehr, als Deutschland Bundesländer hat!) Danach kamen der erwartend starke Hook und der weniger erwartend starke Geim. Für eine Ausnahmeleistung sorgte aber Christiane, die sich mit 9 Punkten und mit Doppelherz in die Spitzengruppe torgelte. (Das sind zwei Treffer mehr, als die deutsche Nationalmannschaft im Halbfinale gegen Brasilien erzielte.) Sie macht sich damit zu einer der Aufstiegskandidaten. Grandios.

Weniger Grandios war das GAPTogether am Vorabend. Um nicht falsch verstanden zu werden, es war schön, unterhaltsam und ein lustiger Abend, aber gleichzeitig präsentierte sich der Ravernsport von seiner peinlichsten und unkreativsten Seite. Was war passiert?

Ausgangspunkt waren wundervolle Transferverhandlungen von DanU mit den SEHT. Das Objekt der Begierde Thomas Hook (Weltmeister). Nach den wundervollsten, kurzweiligsten und nervlich total entspannenden vier (in Worten: VIER) Monaten Verhandlungsphase, war es nahezu im Vorbeigehen und völlig einvernehmlich geschafft. Thomas Hook wechselt zu DanU. Im Gepäck ein neuer Name. „Die Munich Marble Ravengers“. Die Transfersumme: Eine Meisterfeier, Eine Team-Hymne, und die Mediale Begleitung der Feier, als Erinnerung für das erfolgreichste und geschichtsträchtigste Team aller Zeiten (SEHT). Die Übergabe der Transfersumme sollte am GAPTogether erfolgen. Dies fand freundlicherweise bei Geimi statt, der uns von Anfang an mit Blicken und Worten für völlig verrückt erklärte.

(Anmerkung am Rande: Die Schubkramento Kings scheinen den Braten früh gerochen zu haben.)

Hier kam es wohl zu einem der peinlichsten Auftritte in der Ravernsportgeschichte. Die Idioten von Danubia United ließen sich dazu hinreißen, die eigens komponierte Hymne singend vorzutragen. Es handelt sich schließlich um die erfolgreichste und geschichtsträchtigste Mannschaft. Sie sangen mit Überzeugung und aus voller Kehle. Ich werde die Gesichter der zuhörer beim Beginn der dritten Strophe nie vergessen… Was DanU zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, das erfolgreichste und geschichtsträchtigste Team, welches gerade besungen wurde, mit Worten, welche die 12 Taten des Herkules erblassen ließen, wird es bald nicht mehr geben.

(Anmerkung am Rande: Die Schubkramento Kings stopfen sich gegenseitig angekaute Gummibärchen in die Ohren)

Im Anschluss passiert es. Die erfolgreichste und geschichtsträchtigste Mannschaft aller Zeiten löst sich auf. Es entsteht dadurch die erste Vereinshymne ohne Verein. Aber das ist nicht das einzige. Ein neues Team setzt sich zusammen und heißt, wie kann es anders sein, The Raverngers. Wir erkennen demnach eine, auf enorm hohen Niveau gezeigte Kreativität, oder das gleiche, was passiert, wenn ich zwei Kinder frage was sie gerne essen würden und sie antworten mir beide: „Eis“.

( Anmerkung am Rande: Die Schubkramento Kings schlagen ihre Köpfe mittlerweile so fest gegen die Wände, dass Einsturzgefahr droht)

Von dieser lächerlichen Team-Wechsel und Team- Bildungs-Charade bleiben übrig: Roland Kittel (Weltmeister), Tobias Engel (Weltmeister), Andreas Huber (Doppelweltmeister). Ich weiß schlicht und ergreifend nicht, wie ich diese Dummheit der beiden Rave(r)ngers in Worte fassen soll. Da hat sich jemand wirklich die Rosinen raus gepickt. Ein Geniestreich!

(Anmerkung am Rande: Detti und Geimi versuchen Axel davon abzuhalten sich vom Balkon zu stürzen.)

Aber wie es eben beim Ravernsport so üblich ist, kommt die Exzellenz aus dem Zufall. Und es entsteht das Rat-Pack (drei Spieler, vier Weltmeister). Ich bitte den Ravernsport-Gott, dass er dieses Zufalls-Team mit allen nur erdenklichen Titeln schmücken werde, dass sie gelegentlich von dem ebenfalls neuen Team der „One Wheel Raverneers“ –  und ebenfalls ein Überbleibsel dieser Verhandlungsposse –  herausgefordert werden und ich bitte den Ravern-Gott, dass die Verletzungen, die sich die Kings während dieser Ereignisse zugefügt haben, rasch verheilen werden.

(Anmerkung am Rande: Die Schubkramento Kings legen ihre letzte Beichte ab.)

Der Ravernsport hat jetzt jedenfalls vier neue Teams und ich freue mich, dass ich heute schon mal dem Rat-Pack zum ersten Turnier-Sieg gratulieren darf.

FRISCH! FREI! RAVERN!

P.S.:

Was lernen wir daraus? Wenn uns ein Team zu stark wird, schreiben wir ihm einfach eine Hymne.

Endger

Ergebnisse

MannschaftTeilnahmeRundenKurz 1Mittel 1Lang 1Bonus 1Kurz 2Mittel 2Lang 2Bonus 2Total
Chemical Sisters02000200002
Leissle All Stars02020010003
Munich Marble Ravengers02303110008
One Wheel Raverneers02103010005
Rat Pack02200012005
Schmeiss Girls02003000003
Schubkramento Kings02320020007
The Raverngers02100020003

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Andreas Bromberger2601002000011100000000
Andreas Geim21711102003001100220300
Andreas Nutz2401000000000110000001
Andres Hubero2501100000000012000000
Axel Wiegard2310002000000000000000
Birgit Graf2300000000020010000000
Christiane Kittel2710000003010000200000
Corinna Harrer2100000000000100000000
Daniel Stürzl2401000000000100020000
Daniela Listl2300000200001000000000
Franziskus Rupp2510000000000000220000
Johanna Stöger2100000000001000000000
Johannes Zettel21111100003011000003000
Jörn Pfeifer2300000000300000000000
Katharina Engel2200000000000100000001
Leo Jakob2700100030001000020000
Lukas Graf2300000000000010200000
Nadia Jakob2200100000000010000000
Petra Hubero2000000000000000000000
Roland Kittel2700100200020002000000
Sebastian Leissle2400020000001010000000
Sebastian Teufel2810020000001100000030
Stefan Zenisek2601000000000110000300
Thomas Hook2700100000301110000000
Tobias Engel2501100000000100020000
Verena Zettel2000000000000000000000
Gesamt521246884643967910848103632