Kategorie: Organisatorisches

Deportivo Hubi Hu ist Meister! Kittel holt Einzel-Tour!

Regensburg/Prüfening (ifors), Sonntag der 27.Juli 2014 wird als ein denkwürdiger Tag in den internationalen Ravernsportanalen eingehen. Ein solches Finish in der PRO.Tour wird es wohl kaum ein zweites Mal geben. In einem Finale, in dem die Nerven aller Beteiligten bis aufs letzte strapaziert wurden, setzte sich am Ende völlig überraschend die Mannen von Deportivo Hubi Hu vor allen anderen Titelaspiranten durch und konnten um genau 16:48 Uhr ihren ganz persönlichen Triumph feiern. In der Einzel-Tour musste Roland Kittel, nach einer unterirdischen Leistung, völlig unerwartet noch gehörig schwitzen.

Die Ausgangslage war klar. Es gibt zwei scharfe Rivalen an der Tabellenspitze und zwei Verfolger der TEAM.Tour. Ganz vorne die Schmeiss Ei High Towers mit 23 Punkten. Knapp dahinter mit 22 Punkten die Truppe von Danubia United. Etwas dahinter wiederum mit 18 und 17 Punkten die Ravern Radieserl und die Schubkramento Kings. Die internationalen Ravernsportexperten handelten bereits jeweils einen aus dem Spitzenduo als kommenden Titelträger. Zwar war bereits in den letzten Turnieren deutlich geworden, dass die Schubkramento Kings im Aufwind zu sein scheinen, dennoch schien der Rückstand auf die Spitze bereits zu groß. Das Team von Deportivo Hubi Hu hatte zu diesem Zeitpunkt rein gar niemand auf dem Zettel. Lagen die Hubis mit nur 12 Punkten ja abgeschlagen auf Rang 5.

 

Rekordverdächtige Kulisse

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich am Sonntag gegen 11:00 Uhr die Athleten am sensationellen Ravernodrom in der Fürst-Anselm-Allee zum Saisonfinale ein. Mit 33 Sportlern war das Turnier mutmaßlich das größte jemals ausgetragene Ravernturnier. Dies war für alle Beteiligten der große Aha-Effekt bevor überhaupt der erste Torgel durch die Allee auf die Ravern geflogen kam. Mit sechs Neulingen im Feld und einem neuen Team (Stoandlschmeisser) begann das Finale zunächst zögerlich. Ein erstes Ausrufezeichen setzte als achter Torgler Sebastian Leissle, der mit seinen beiden Treffern erstmals in dieser Saison für Punkte auf seinem Konto sorgen konnte.

Eine eher schwache Trefferquote aller Sportler lies das Finale zunächst seinen erwarteten Verlauf nehmen. Als Matthias Dettenhofer auf der Kurzdistanz für Danubia United einen ganz wichtigen Punkt sammeln konnte war der Zweikampf an der Spitze in vollem Gange. Mit einem Doppeltreffer von der Kurzdistanz brachte Andreas Geim die Schubkramento Kings zunächst auf Rang 3 (19 Punkte) der TEAM.Tour-Wertung. Immer noch sahen sich die Experten in ihrer Vorhersage bestätigt. Als der amtierende Weltmeister Andres Hubero mit einem intergalaktischen Teamwurf-Durchgang von der Langdistanz 6 Punkte zu dem 2 Punkte-Teamwurf von Franziskus Rupp hinzufügen konnte, schoben sich Deportivo Hubi Hu mit einem Schlag an den Kings vorbei und waren mit 20 Punkten nun stärkster Verfolger der Top-Favoriten.

 

Aus zwei mach vier!

Die Ravern Radieserl verabschiedeten sich langsam aber sicher aus der TEAM.Tour und überliessen nun anderen das Feld. Zur Halbzeit war jedoch aus dem Zweikampf ein sich andeutender Vierkampf geworden. Während der Mittagspause im Prüfeninger Schlossgarten, wurde gefachsimpelt und die verschiedenen Szenarien durchgespielt. Was folgen sollte hatte niemand auf dem Schirm.

Durch einen Team-Circle, bei dem alle aufgestellten Spieler ihre Teamwürfe verwandelten, konnten die Schubkramento Kings im zweiten Durchgang sowohl den Vorjahresmeister Schmeiss-Ei-High-Towers, wie die führenden Danubia United einholen. Zur vollkommenen Verwirrung der Zuschauer im Ravernodrom gelang dieses Kunststück allerdings auch Deportivo Hubi Hu. Denn durch Treffer von Tobias Engel auf der Kurz- und Andres Hubero auf der Langdistanz schoben sie sich plötzlich und völlig aus dem Nichts auf einen dreigeteilten 1.Rang vor den Bonuswürfen. Die Schmeiss-Ei-High-Towers lagen zu diesem Zeitpunkt bereits mit 2 Punkten hinter dem Spitzentrio.

 

Bonuswürfe bringen die Überraschung

Bei den Bonuswürfen wurde wild taktiert und so kam es, dass Danubia United in Person von Jörn Schimmel vorlegen musste. Als dieser verfehlte war klar: Ein Treffer der anderen drei im Vierkampf würde den erhofften Titel kosten. Und diese Treffer kamen! Zunächst brachte Andreas Geim die Schubkramento Kings mit einem Punkt in Front. Die Anspannung wurde im Ravernodrom immer größer. Als Thomas Hook den Teamwurf für die High-Towers verwarf stand nur noch Andres Hubero dem Glück der Kings im Wege. Mit seinen Nerven aus Stahl versenkte der letzte Sportler, der im regulären Durchgang antrat, einen Treffer von der Kurzdistanz und zwang das Team von Andreas Geim, Axel Wiegard und Stefan Zenisek ins Stechen.

 

Erstmaliges 10-Meter-Torgeln

Zum ersten Mal in der Geschichte des Ravernsports entschied ein Kurzdistanztorgeln den Meistertitel. Die beiden Top-Favoriten Schmeiss-Ei-High-Towers und Danubia United waren zum zuschauen verdammt, als Axel Wiegard sich den ersten Torgel schnappte und an die Linie trat. Ein hoher Wurf, der jedoch kurz vor der Ravern einschlug und links an der Ravern vorbeirollte war aber nicht genug. Die Chance die Hubi-Hu´s in Führung zu bringen nutzte Tobias Engel jedoch noch nicht. Und so kam es dass Andreas Geim mit seiner unnachahmlichen Kurz-Distanz-Sicherheit erneut die Kings in Führung brachte. Und wieder: Andres Hubero! Der extrem geschätzte Torgler und zurecht Favorit auf den Titel „Welttorgler des Jahres 2014“ setzte dem Treiben in Prüfening die Krone auf: Ausgleich! Und somit endete das Stechen im erneuten K.O.-Stechen.

Den ersten Torgel nahm sich erneut Andreas Geim. Doch ein sensationell knapper Wurf, der an die vordere Unterseite der Ravern schlug war nicht genug. Erneut ist es Andres Hubero, der den Deckel für die Hubi-Hu´s nun drauf machen konnte. Wer hätte das vor dem Turnier gedacht, dass ein Team, welches 4 Teams vor sich und 11 Punkte Rückstand auf die Spitze hat noch in den Titelkampf mit eingreifen könnte. Niemand! Und da war es soweit. Andres Hubero schlenzt den Torgel in Richtung Ravern. Ein kurzes Luftanhalten im Stadion, dann das Scheppern der Wurfschale! Der Titel war tatsächlich in Händen von Deportivo Hubi Hu! Tobias Engel und Franziskus Rupp stürmten direkt auf Andres Hubero los und umarmten den Sinzinger, der in Südostbayern lebt. Anerkennender Applaus erhob sich im Ravernodrom. Kollektives Staunen!

El Rancho feiert seinen verdienten Tour-Sieg im stillen!

Während Hubi-Hu seinen Titel feierte, freute sich einer ganz leise. Roland „El Rancho“ Kittel, der eine sensationelle Saison hingelegt hatte und in diesem Finale mit nur 1 Punkt da stand, hatte die Tour gewonnen. Knapp! Nur die hohe Punktzahl von Andrej Grusdew (STS) und Lukas Lengsfeld (DHH) liessen es zu, dass die Punkteverteilung zu Gunsten des Weltmeisters von 2012 ausfiel. Dennoch! Mit Sebastian Teufel hätte es heute beinahe auch noch in der PRO.Tour eine faustdicke Überraschung gegeben. Dem Gewinner wird’s egal sein! Und trotz der schwachen Leistung kann El Rancho auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken und wird dies mit Sicherheit tun.

 

Road to Ravernale

In zwei Wochen geht es für ein paar Athleten im Ravernsport bereits weiter. Die Sommerpause ist kurz und der Weg nach Santa Margalida noch weit! Trotzdem werden knapp 15 Torgler den Weg zur 5.Weltmeisterschaft im Ur-Ravernodrom antreten. Bis dahin dürften manche noch das Ergebnis von Sonntag verarbeiten.

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Andreas Bromberger2300000000001000020000
Andreas Geim2601100000000102000001
Andreas Nutz2400020000000110000000
Andrej Grusdew21000000000000002000305
Andres Hubero21810020033000110020302
Axel Wiegard2410100000000000020000
Bianca Leissle2100100000000000000000
Birgit Graf2000000000000000000000
Brigitte Kraft2110000000000000000000
Christiane Kittel2201000000001000000000
Daniel Stürzl2000000000000000000000
Daniela Listl2101000000000000000000
Franziskus Rupp2200000200000000000000
Johanna Stöger2100100000000000000000
Johannes Zettel2601000000021000000002
Jörn Pfeifer2610100000000100000300
Katharina Engel2100000000001000000000
Lukas Graf2600100000020100200000
Lukas Lengsfeld2800000000300002003000
Lukas Pfeifer2000000000000000000000
Maria Wild2000000000000000000000
Marina Müller2000000000000000000000
Matthias Dettenhofer2410020000010000000000
Roland Kittel2100000000001000000000
Sebastian Leissle2211000000000000000000
Sebastian Teufel2610100000000112000000
Sebastian Wild2400100000000100200000
Stefan Zenisek2400000000001000003000
Susanne Köppel2000000000000000000000
Thomas Hook2511000003000000000000
Tobias Engel2401000000000010200000
Verena Zettel2100000000000010000000
Wolfgang Messerer2100000000000000000001
Gesamt66112878602363567586669011

Auf zum Grande Finale!

Regensburg (ifors), die Vorbereitungen für das große Finale am Sonntag in Prüfening laufen auf Hochtouren. Während sich in den einschlägigen Ravernsport-Foren Sinzinger und Prüfeninger zum Kampf auffordern und mit Gewaltausdrücken versuchen den Kampf schon im voraus zu entscheiden, weilen die eigentlichen Athleten konzentriert auf ihren Trainingsravernodromen. Eines ist aber schon im voraus klar: Das Prüfeninger Turnier, das letzte der diesjährigen PRO.Tour-Saison, steckt voller Brisanz und Spannung. Schon jetzt! Im folgenden werden die Gründe für die zum zerbersten angespannte Stimmung offengelegt:

FAKT 1: Der Titelkampf in der TEAM.Tour 2013/2014

Die Entscheidung in der TEAM.Tour ist offener denn je. Zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr, war die Mannschaftswertung schon durch. In diesem Jahr machen sich noch vier Teams Hoffnungen auf den Titel.

Die besten Voraussetzung hat der amtierende Meister und Tabellenführer Schmeiss-Ei-High-Towers. Mit 23 Punkten haben sie in München erstmals in dieser Saison die Tabellenführung übernommen. Sebastian Teufel verpasste dort noch knapp den Sieg im Münchener Hirschgarten, zeigte aber ein ums andere Mal, dass er im Stande ist diesen Roland Kittel zu schlagen. Seine Punkte trugen auch stark dazu bei, dass der Rückstand auf Danubia United in eine Führung umgewandelt wurde. Wenn bei ihm am Sonntag alles klappt und Thomas Hook und Bernhard Hengl mit ihren Punkte ihre gewohnt starken Punktzahlen dazugeben, wird des schwer sein die High-Towers zu verdrängen.

Ein Vier-Punkte-Vorsprung reichte Danubia United dabei nicht die Spitze in München zu verteidigen. Eine schwache Vorstellung des ehemaligen Spitzenreiters lies den Vorsprung wie das Gletschereis im Juni zusammenschmelzen. Mit 22 Punkten liegt das Team vor dem Turnier am Sonntag in Lauerstellung auf Rang 2 und möchte seinerseits noch einmal das Ruder herum reissen. Hierfür bedarf es aber einer gelungenen Aufstellung, ruhigen Nerven und einem gesunden Matthias Dettenhofer, der sich vor zwei Wochen eine Verletzung im Rücken zuzog. Roland Kittel wird zudem sein bestes geben um nicht nur die Einzelwertung seinem Weltmeistertitel von 2012 hinzuzufügen.

Mit den Ravern Radieserln gehts dann schon etwas weiter weg von der Spitze. Dennoch hat das Münchener Team mit 5 Punkten Rückstand auf den Meister (18 Pkt.) noch durchaus Chancen, sollten Aufstellungsfehler oder das Momentum nicht auf der Seite der beiden führenden Teams sein. Marina Müller, Wolfgang Messerer und Birgit Oberleitner gaben sich am Mittwoch auf der Münchener Torgelrunde betont gelassen. Darin könnte die Stärke der Oberbayern liegen.

In einer starken Form könnten sogar noch die Schubkramento Kings ins Geschehen eingreifen. So zumindest tönte es am Donnerstag ganztägig aus dem nördlichen Teil der Ravernsportwelt. Mit 6 Punkten Rückstand und drei besser platzierten Teams ist das zwar eher unrealistisch, aber durchaus noch möglich. Andreas Geim, Axel Wiegard und Stefan Zenisek wollen es der Spitze noch einmal zeigen! Der enge Wettkampf in der Mannschaftswertung dürfte am Sonntag wohl das spannendste werden, was die Ravernsportwelt bis dato gesehen hat. Man sollte das nicht verpassen!

FAKT 2: Die Rivalität

Wenns um den Ravernsport geht, dann geht es zwangsläufig auch um die immerwährende Rivalität zwischen Sinzing und Prüfening. Zwischen dem nördlichen und dem südlichen Ravernsportkontintent. Aus diesem Grunde sind die Turniere am Donauufer auch immer ein Schmankerl, wenn es darum geht dem Gegner auf eigenen Platze eine Schmach zuzufügen. Bisher ist dies jedoch noch niemandem gelungen. Weder Prüfeningern, noch Sinzingern! Das Säbelrasseln vor diesen Turnieren ist geradezu anspannend. Auch für diejenigen die weder aus dem einen, noch aus dem anderen Lager stammen. Die bisherigen beiden Copa-Danubias gewannen mit Matthias Dettenhofer und Tobias Engel Lokalmatadoren. Demnach dürften die Sinzinger Sportkameraden auch wild entschlossen sein dieses mal den Sieg mit über die Donau zu nehmen. Nachdem sie in dieser Saison bereits drei von drei Turnieren gewonnen haben, sind die Rotröcke überzeugt davon, dass sie den letzten Sieg in dieser Saison am Ende auch noch holen. Genügend namhafte Sportler stehen jedoch auf beiden Seiten des Feldes und so, dürfte es ein offenes Turnier werden.

FAKT 3: Die Einzelwertung

Obwohl die Einzelwertung bereits entschieden scheint darf sich der designierte Tour-Sieger und Weltmeister von 2012, Roland „El Rancho“ Kittel, nicht auf die faule Haut legen. Es müsste zwar mit dem Teufel zugehen, aber genau der steckt im Detail. Sebastian Teufel, einer der Teamleader des Tabellenführers Schmeiss-Ei-High-Towers wird nichts unversucht lassen das Turnier in Prüfening zu gewinnen. Zum einen, weil an seinen Würfen innerhalb des Teams der Teamtitel hängen kann und wird. Zum anderen aber, weil auch er als Prüfeninger unbedingt das Turnier in seiner Ur-Heimat in Prüfeninger Hand wissen möchte. Seine Würfe könnten es am Ende sein, die die Towers zum Meister und ihn zum Tour-Helden machen könnten. Vorausgesetzt er selbst gewinnt, wozu er mit Sicherheit im Stande ist und Roland Kittel rangiert am Ende nicht besser als Platz 10. Klingt unmöglich, kann aber durchaus passieren. Für entschieden, sollte man diese Wertung mit Sicherheit noch nicht halten!

FAKT 4: Das einzigartige Ambiente

Wer im vergangenen Jahr bereits mit von der Partie war, der hat es noch genau im Kopf. Das einzigartige Ambiente der Fürst-Anselm-Allee in Prüfening. Herrschaftlich und wunderbar! Ein MUSS für jeden Ravernsportfan sich dort unter den großen Bäumen der Allee das Turnier anzusehen. Es ist also angerichtet! Am Sonntag zählen viele Dinge. Ob nun Sinzing oder Prüfening, ob Einzel- oder Teamtour. Aber eines haben alle Dinge gemeinsam: Den Ravernsport! Das Saisonfinale und den großen Showdown! Wahnsinn! Die Spannung steigt!

Das nächste Finale steht vor der Tür!

München (ifors), Die Fußball-Weltmeisterschaft fand am Sonntag Abend mit Deutschland einen würdigen Titelträger und die ganze Nation feiert noch heute mit ihren Helden. Vier Wochen WM-Zustand sind aber dann doch völlig unerwartet zu Ende gegangen. Eine völlige Leere herrscht derzeit im Kopf: Was mach ich nur am Abend? Worauf kann ich mich jetzt denn als nächstes freuen?

Am Samstag den 26.07.2014 findet das GAP-Together ab 20 Uhr am kommunizierten Ort statt.

Wichtig aber schon jetzt: SAVE THE DATE! SONNTAG 27.07.2014 ab 10 Uhr in Regensburg/Prüfening zum Saison-Showdown bei der III. Copa Danubia! Der Austragungsort: Wie im letzten Jahr: Die Fürst-Anselm Allee.

Die Copa-Danubia gilt zudem als Gradmesser für die im August stattfindende Ravernale in Santa Margalida in Spanien.

Können die Schmeiss Ei High Towers ihren Team-Titel verteidigen? Wird Roland Kittel seinen fast schon sicheren Titel auch wirklich holen?

Showdown am 27.07.2014 in Prüfening

Regensburg/München (ifors), nachdem am heutigen Dienstag-Abend die Zeit für die Terminabstimmung zur III.Copa Danubia abgelaufen war legte die IFORS den Termin für das Saisonfinale in Prüfening auf Sonntag den 27.07.2014.

Die Ravernsportwelt erwartet am Südufer der Donau ein rasantes Finale der diesjährigen PRO.Tour 2013/2014. Während die Einzeltour bereits scheinbar an Roland „El Rancho“ Kittel vergeben ist, drängen sich in der TEAM.Tour noch mehrere Mannschaften um den Titel. Neben dem amtierenden Meister und aktuellen Tabellenführer Schmeiss Ei High Towers, buhlen noch der vor der Saison als große Unbekannte gestartete Danubia United RC, die überraschend starken Ravern Radieserl und im erweiterten Sinne auch die Schubkramento Kings um den Titel.

Jeder Fehler dürfte im Kampf um den Titel bestraft werden. Können die High-Towers den Titel verteidigen und sich somit in die klare Favoritenrolle für die WM im August spielen?

Aber nicht nur die Tour steht bei diesem Turnier im Vordergrund: Prüfening will den Sieg bei der Copa Danubia auf „der richtigen Seite“ behalten! Ein Lokalderby zum Saisonfinale! Besser könnte Ravernsport nicht sein!

El Rancho: Abgezockt und fast schon Meister!

München (ifors), am Samstag, den 07.06.2014 machte die Ravernsport-Elite-Lige, die PRO.Tour, Halt in Münchens königlichen Hirschgarten. Wo einst im 18./19. Jahrhundert Adelige ihrer Jagdleidenschaft nachgingen, jagten wieder einmal sensationelle 25 Ravernisti mit ihren Torgeln die Ravern. Nach einer im Vorjahr hervorragend ausgetragenen Tour de Monaco war die Messlatte bereits sehr hoch gelegt. Bei Kaiserwetter kamen um halb Elf morgens die Athleten in einem weltmeisterschaftswürdigen Ravernodrom zusammen. Gemäß dem von der Münchner Torgelrunde vorgegebenen Motto („Zeit für eine Tracht Torgel“) in Lederhose und Dirndl, so dass ein sehr festlicher Rahmen gegeben war.

Ein kleiner Wehrmutstropfen war allerdings dann schon zu spüren: Der Titelverteidiger der Tour de Monaco, Patrick Kitchens, konnte am Turnier nicht teilnehmen. So wurden die Eröffnungsworte zum Turnier vom amtierenden IFORS-Präsidenten Johannes Zettel gesprochen, der die Ravernisti recht herzlich in seiner neuen Heimat begrüßte, sich nochmals herzlich für das am Abend zuvor stattgefundene GAP-Together bedankte und das Turnier mit den obligatorischen Worten eröffnete.

Der erste Durchgang konnte überraschender nicht starten. Bei ihrem Debut versenkte Steffi Dörr von den Schmeiss Girls direkt ihren ersten Wurf und hatte kurzzeitig eine sagenhafte Karriere-Trefferquote von 100%. Aber dem nicht genug, direkt in den darauffolgenden beiden Würfen konnte Dörr mit einem weiteren Treffer für die erste große Überraschung des Turniers sorgen.

Der Turnierverlauf wurde aber noch interessanter. Nach seinem Kötztinger Debüt ist Wolfgang Messerer von den Ravern Radieserln mit 5 Punkten im 1. Durchgang nicht nur auf dem zwischenzeitlichen zweiten Platz gelandet, sondern hiermit auch in der Weltelite des Sports angekommen.

Diese Elite kannte der als Ikarus bekannt gewordene Axel Wiegard (Weltmeister von 2009) bereits aus früheren Tagen. Nach seinem vier Jahre andauerndem Abstieg meldete sich der Schubkramento King wie Phönix aus der Asche im Zirkus der ganz Großen zurück. Mit 6 Punkten im ersten Durchgang und Treffern von jeder Distanz ging der Regensburger, der im letzten Jahr noch für die Sektion München startete, als Spitzenreiter in die Mittagspause. Die beiden Tourführenden Roland Kittel (DanU) und Basti Teufel (SEHT) verschwanden nach dem ersten Durchgang sogar im grauen Mittelmaß.

Nach der wunderbar stimmungsvollen Trachtenmittagspause im Hirschgarten startete der zweite Durchgang, der nach dem insgesamt schwachen Ersten mit weit mehr Treffern aufwarten sollte.

Dennoch enttäuschten manche Sportler die Erwartungen der Teilnehmer am erstmals ausgetragenem Tippspiel. Andreas Geim (SKK) kommt nach seinem Stockerlplatz von Bad Kötzting in München auf nur 3 Punkte im zweiten Durchgang. Lukas Graf von Danubia United scheint wohl der nächste Sportler sein, der die Ravernsportwelt von oben nach unten hindurch wandert. Nach Johannes Zettel mit erneut 2 schwachen Punkten (der mittlerweile seit knapp zwei Jahren in der Krise feststeckt), konnte Lukas Graf keinen einzigen Torgel in der Ravern versenken. Ganz dem FairPlay-Gedanken folgend trug er aber sensationell zur großartigen Stimmung des Turniers bei.

Während manche Sportler eben einen Absturz hinlegten, konnte Katharina Engel (vormals Enders) mit 2 Punkten sensationell ihre lang ersehnten Punkte holen! Sowohl bei der Kurzdistanz, als auch beim Bonuswurf traf die Ehefrau von Tobias Engel (DHH) jeweils einen Punkt und scheint nun ebenfalls nach vorne zu schauen. Eine weitere weibliche Ravernisti, Birgit Oberleitner, konnte mit ihrem ersten Dreier für Furore sorgen, welchen sie auch gebührend feierte.

Eines wurde auch in München wieder deutlich: Rookies starten gerne einmal durch und zeigen der Ravernsportwelt ein ums andere Mal, wieviel doch „Unbedarftheit“ und „Unbekümmertheit“ bei dieser Sportart ausmacht. Stefan ??? vom neu gegründetem Team Fertl konnte sensationell, zusammen mit Axel Wiegard und Wolfgang Messerer, auf das Stockerl in der Landeshauptstadt stürmen.

In diesem zweiten Durchgang jedoch schlugen die beiden führenden der Tour zu. Basti Teufel und Roland Kittel, lieferten sich auch in München wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen und trafen im zweiten Durchgang mit 7 Punkten ganz ihrem Stande angemessen und konnten somit auch das Bild der Gesamt-Tourwertung wiederspiegeln. Nachdem Roland Kittel nun mit seinem zweiten Saisonsieg und einem Stockerplatz in Bad Kötzting aber bereits mehrere Punkte vor Basti Teufel liegt, scheint der Sinzinger von Danubia United die Tour bereits gewonnen zu haben. Bei der Copa Danubia reicht ihm hierfür bereits ein zehnter Platz.

Spannender denn je bleibt aber die TEAM.Tour 2013/2014. Nachdem Danubia United den Vorsprung von vier Punkten in München verspielte und nach dem Turnier jetzt sogar einen Punkt hinter dem Titelverteidiger Schmeiss Ei High Towers liegt, könnten am letzten Spieltag auch noch die Ravern Radieserl in den Kampf um den Titel mit eingreifen, die 5 Punkte hinter dem führenden Team liegen.

Somit endete am Samstag Nachmittag eines der wohl wunderbarsten und spannendsten Turniere in der Geschichte des Ravernsports. Roland Kittel spendete mit dem Prädikat „Weltmeisterschaftswürdig“ dem Ravernodrom im Hirschgarten die allerhöchsten Ehren. Ein wunderbares Turnier, das bewiesen hat welch großartiges Potential in diesem Sport steckt. Am Rande des Turniers wurde von den Fans gefachsimpelt und interessiert verfolgt!

Die IFORS, die IFORS-PA und die gesamte Münchener Torgelrunde bedanken sich für die erneut starke Teilnahme und einen unvergesslichen Samstag in der Landeshauptstadt.

Ergebnisse (Trefferbild)

Spieler Runden Tot. K K K M M M L L L B K K K M M M L L L B
Andreas Bromberger2611000000000000220000
Andreas Geim2300000000001100000001
Anna-Lena Pfeifer2200020000000000000000
Axel Wiegard2710002000300100000000
Bernhard Hengl2610000000001100000300
Birgit Graf2400000000001000003000
Brigitte Kraft2210000000001000000000
Christiane Kittel2101000000000000000000
Franziskus Rupp2610002000000000000300
Jessica Sobotta2000000000000000000000
Johanna Stöger2100000000001000000000
Johannes Zettel2210000000001000000000
Julia Heinicke2100000000000000000001
Katharina Engel2200000000001000000001
Lukas Graf2000000000000000000000
Marina Müller2000000000000000000000
Roland Kittel2910100000000110203000
Sebastian Teufel2810000000001010200030
Stefan Fertl2700020200000000000300
Stefan Zenisek2410000000001000200000
Steffi Dörr2211000000000000000000
Thomas Hook2410000000021000000000
Tobias Engel2600002000001100020000
Verena Zettel2210000000001000000000
Wolfgang Messerer2711000003000110000000
Gesamt50921341462033212630846933